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HINTERGRUND/Russische Rohstoffe finden trotz Embargo ihren Weg

28.06.2022 | 12:01

Von Yusuf Khan

FRANKFURT (Dow Jones)--Viele europäische Stahlhersteller haben nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar erklärt, dass sie Rohstoffe aus dem Land meiden wollen. Doch die Einfuhren einiger russischer Rohstoffe für die Stahlerzeugung nach Europa steigen trotzdem stark an.

Russische Exporteure haben ihre Lieferungen von Ferrotitan, einer Metalllegierung, die zur Verstärkung von Stahl verwendet wird, im März gegenüber dem Vormonat um 30 Prozent erhöht, wie aus den Einfuhr- und Ausfuhrunterlagen hervorgeht. Die Legierung ist wichtig zur Herstellung von Stahlendprodukten, die für Autos, Edelstahl und im Schiffbau verwendet werden.

Den Unterlagen zufolge führten Händler in diesem Monat rund 1.830 Tonnen Ferrotitan aus Russland ein. Das sind mehr als die durchschnittlich knapp über 1.300 Tonnen, die in den drei Monaten vor der Invasion eingeführt wurden, und fast das Doppelte der rund 970 Tonnen, die im Januar geliefert wurden.

   Preisnachlässe machen russische Rohstoffe attraktiv 

Händler sagen, dass sie und andere Käufer von den Preisnachlässen russischer Produkte profitieren, während sie gleichzeitig versuchen, ihre Käufe im Vorfeld möglicher Sanktionen gegen den Rohstoff zu erhöhen. "Wir sahen anfangs Panikkäufe", sagte Matteo Vidale, Direktor des in der Schweiz ansässigen Handelsunternehmens Vimet AG, das sowohl vor als auch nach dem Ausbruch des Krieges mit Ferrotitan aus Russland gehandelt hat. "Wir wussten nicht, ob Russland abgeklemmt werden würde". Er sagte, solange die westlichen Regierungen Sanktionen gegen die Legierung scheuen, "kaufen die meisten Stahlwerke".

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen die Einfuhr von russischen Stahlerzeugnissen verhängt, aber sie hat den Verkauf anderer wichtiger Metalle und Rohstoffe, einschließlich Titan, das in der Luft- und Raumfahrtindustrie in großem Umfang verwendet wird, und Ferrotitan nicht eingeschränkt. Airbus kauft weiterhin große Mengen an Titan und wehrt sich öffentlich gegen Sanktionen bei diesem Metall.

Viele andere Käufer halten sich mit Käufen sanktionierter und nicht sanktionierter russischer Waren zurück. Sie führen dafür unterschiedliche Gründe an, unter anderem die Schwierigkeit, für Lieferungen zu zahlen, weil der Westen Sanktionen gegen das russische Finanzsystem verhängt hat.

   Einige Unternehmen ziehen sich zurück 

Viele europäische Stahlhersteller haben sich verpflichtet, ihre Einkäufe und Geschäfte mit russischen Produzenten wegen der Invasion einzustellen. Der Stahlgigant Arcelormittal beispielsweise erklärte, er habe neue Bestellungen von Rohstoffen aus Russland sofort gestoppt, obwohl er sagte, dass es natürlich eine Übergangszeit für den Wechsel zu neuen Lieferanten gebe. Selbst für nicht sanktionierte Produkte verlangen viele Käufer Herkunftsnachweise, die belegen, dass sie von außerhalb Russlands stammen, so die Händler. Das treibt die Preise für russische Produkte nach unten, da viele Käufer sich zurückhalten.

Schnäppchenjäger sind jedoch auf den Plan getreten und haben das Volumen erhöht. Nach Angaben des Preisberichterstatters Argus Media stiegen die Preise für europäische Ferrotitanqualitäten im Mai auf 17,50 US-Dollar pro Kilogramm, gegenüber 7 Dollar Anfang Januar. Die Preise für russisches Ferrotitan sind im gleichen Zeitraum wesentlich moderater gestiegen, auf 8,75 Dollar pro Kilogramm von 6,65 Dollar.

   Weitere Rohstoffe betroffen 

Händlern zufolge spielt sich eine ähnliche Dynamik auf anderen Märkten für stahlerzeugende Rohstoffe ab, darunter Nickel und Ferrochrom, die beide zur Herstellung von Edelstahl verwendet werden.

Die Bewegungen ähneln denen, die sich auf den Ölmärkten vollzogen haben. Rohölkäufer in Europa begannen kurz nach der Invasion, russisches Öl zu meiden, was den Preis drückte. Andere Käufer sprangen jedoch ein und steigerten das Volumen der Exporte aus Russland.

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat die indische Regierung staatliche Ölgesellschaften gebeten, große Mengen billigen Rohöls aus Russland abzunehmen. Vergangenen Monat erklärte die Internationale Energieagentur, die Sanktionen hätten die russische Produktion gedrosselt. Die russischen Ölexporte seien jedoch gestiegen, da Indien und die Türkei vermehrt Öl kauften.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/jhe/uxd

(END) Dow Jones Newswires

June 28, 2022 06:00 ET (10:00 GMT)

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