Elf der weltgrößten Tech-Unternehmen, darunter Amazon.com, Alphabet's Google und Microsoft, werden am Donnerstag ein Abkommen mit der britischen Regierung unterzeichnen, um ihre Bemühungen im Kampf gegen Online-Betrug zu verstärken, so das Innenministerium.

Im Rahmen der "Online Fraud Charter", die bei einem Treffen unter dem Vorsitz von Innenminister James Cleverly in London unterzeichnet werden soll, verpflichten sich die Unternehmen, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um betrügerische Inhalte von ihren Websites zu blockieren und zu entfernen, so die Regierung.

Neben Amazon, Google und Microsoft werden auch eBay, Facebook und Instagram von Meta Platforms, LinkedIn von Microsoft, Match Group, Snap von Snapchat, TikTok von ByteDance und YouTube von Google die freiwillige Vereinbarung unterzeichnen und sich verpflichten, die Maßnahmen, die für ihre Unternehmen gelten, innerhalb von sechs Monaten umzusetzen.

"Betrug ist heute das häufigste Verbrechen in Großbritannien, wobei Online-Betrüger es auf die Schwächsten der Gesellschaft abgesehen haben", sagte der britische Premierminister Rishi Sunak in einer Erklärung.

"Indem wir uns mit diesen Tech-Giganten zusammentun, werden wir weiter gegen Betrüger vorgehen und dafür sorgen, dass sie sich online nicht mehr verstecken können.

Zu den Maßnahmen gehören einfache und schnelle Wege, um betrügerisches Material zu melden, sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden bei der Verfolgung von Betrügern.

Die Unternehmen verpflichten sich außerdem zu einer verstärkten Überprüfung auf Peer-to-Peer-Marktplätzen, während Nutzer von Online-Dating-Diensten die Möglichkeit haben werden, zu beweisen, dass sie keine Betrüger sind.

Nach Angaben der britischen Regierung machen Betrügereien etwa 40 % aller Straftaten in England und Wales aus. Daten des Branchenverbands UK Finance zeigen, dass fast 80 % aller Betrügereien mit autorisierten Push-Zahlungen aus dem Internet stammen. (Bericht von Kylie MacLellan in London, Bearbeitung durch Matthew Lewis)