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AMS AG

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Kreise: Finanzinvestoren erwägen höheres Osram-Gebot - Bietergefecht?

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20.08.2019 | 09:43

NEW YORK (dpa-AFX) - Um den zum Verkauf stehenden Lichtkonzern Osram könnte es zu einem Bietergefecht kommen. Die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle erwägen Kreisen zufolge eine Erhöhung ihres Angebots für den Lichtkonzern Osram, sollte der österreichische Chipkonzern AMS formal ein Gebot vorlegen. Die beiden Finanzinvestoren beratschlagten einen solchen Schritt derzeit mit Beratern sowie finanzierenden Banken, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagabend unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Eine Entscheidung gebe es noch nicht.

Anleger zeigten sich dennoch bereits erfreut: Der Aktienkurs von Osram legte im frühen Handel am Dienstag um 1,56 Prozent auf 35,20 Euro zu und war damit einer der besten Werte im MDax. Kurzzeitig zog das Papier sogar um zwei Prozent an und kostete damit soviel wie zuletzt Ende März.

Bain und Carlyle bieten aktuell 35 Euro je Osram-Aktie. AMS will 38,50 Euro und damit rund 10 Prozent mehr für Osram zahlen. Allerdings verhindert derzeit eine Stillhaltevereinbarung mit Osram, dass die Österreicher ihr Angebot offiziell vorlegen können. Es gilt dabei als wahrscheinlich, das Osram diese Vereinbarung, die ein AMS-Gebot bis 2020 ausschließt, noch in dieser Woche aufheben wird, um das Risiko möglicher Aktionärsklagen zu senken.

Bain und Carlyle prüfen den Kreisen zufolge auch, ob eine Erhöhung in Richtung oder auf das Niveau des AMS-Gebots ausreichend sei, um die Osram-Aktionäre zu überzeugen. AMS sowie die beiden Finanzinvestoren wollten die Informationen Bloomberg zufolge nicht kommentieren.

AMS hatte sich Mitte Juli nach einem unverbindlichen Angebot wieder zurückgezogen. Damals hieß es, der Konzern sehe nach einer Evaluierung "keine ausreichende Basis" für eine Fortsetzung der Gespräche. Kurz danach teilte AMS aber auch mit, dass eine Übernahme noch nicht vom Tisch sei.

Osram-Vorstand und -Aufsichtsrat hatten über Wochen eine Übernahme durch die US-Amerikaner favorisiert. Seit dem verbesserten AMS-Gebot heißt es aus der Osram-Chefetage, man führe mit AMS "konstruktive Gespräche über eine Zusammenschlussvereinbarung"

Osram steht zum Verkauf, weil der Konzern in den vergangenen eineinhalb Jahren in schwieriges Fahrwasser geraten ist. Das Unternehmen produziert mittlerweile hauptsächlich LEDs und Optoelektronik. Die wichtigsten Kunden sind Auto- und Smartphonehersteller. Da in beiden Branchen die Geschäfte derzeit schlecht laufen, ist der Beleuchtungshersteller hart getroffen.

Der Sensorenhersteller aus Graz in der Steiermark will sich den Kaufpreis bei den Banken UBS und HSBC leihen und sich anschließend über die Ausgabe neuer Aktien 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital besorgen. AMS rechnet durch die Übernahme mit Synergien von 300 Millionen Euro jährlich. Abgeschlossen werden soll die Transaktion vor Juli 2020.

Die IG Metall lehnt eine Übernahme durch AMS trotz eines verbesserten Angebots ab. Die Gewerkschaftler zweifeln, dass AMS ausreichend Erfahrung hat um die Komplexität des angeschlagenen Münchner Leuchtenherstellers vollständig zu durchdringen. Des Weiteren müsse sich der Wiener Sensorhersteller für die Übernahme hoch verschulden. Das sei riskant. Zudem sei nicht klar, woher die von AMS erwarteten Synergien einer Übernahme kommen sollen.

Die Arbeitnehmervertreter haben dagegen keine grundsätzlichen Einwände gegen das US-Angebot. Bain Capital und Carlyle haben den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen zugesichert. Hier hatte AMS zuletzt auch ein Entgegenkommen angedeutet. Es gebe die Bereitschaft zu einer verbindlichen Vereinbarung mit Schutzklauseln und Zusagen für Mitarbeiter sowie weitere Investitionen in Deutschland./mne/nas/bgf/jha/

© dpa-AFX 2019

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AMS AG -6.66%19 verzögerte Kurse.-48.56%
HSBC HOLDINGS PLC -3.36%319 verzögerte Kurse.-46.11%
MDAX -2.71%25884.13 verzögerte Kurse.-8.58%
OSRAM LICHT AG -0.24%50.78 verzögerte Kurse.15.02%
THE CARLYLE GROUP INC. -2.37%25.16 verzögerte Kurse.-21.57%
UBS GROUP AG -4.44%10.585 verzögerte Kurse.-9.73%
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Finanzkennziffern
Umsatz 2020 3 341 Mio 3 925 Mio 3 573 Mio
Nettoergebnis 2020 -4,04 Mio -4,75 Mio -4,32 Mio
Nettoverschuldung 2020 2 452 Mio 2 881 Mio 2 622 Mio
KGV 2020 295x
Dividendenrendite 2020 0,05%
Marktkapitalisierung 4 868 Mio 5 729 Mio 5 206 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 2,19x
Marktkap. / Umsatz 2021 1,33x
Mitarbeiterzahl 8 639
Streubesitz 97,4%
Chart AMS AG
Dauer : Zeitraum :
ams AG : Chartanalyse ams AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse AMS AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendNeutral
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Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 16
Mittleres Kursziel 21,95 €
Letzter Schlusskurs 17,75 €
Abstand / Höchstes Kursziel 75,9%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 23,7%
Abstand / Niedrigstes Ziel -31,8%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Alexander Friedrich Everke Chief Executive Officer
Hans Jörg Kaltenbrunner Chairman-Supervisory Board
Thomas Stockmeier Chief Operating Officer
Ingo Bank Chief Financial Officer
Guido Klestil Honorary Chairman
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
AMS AG-48.56%6 113
TAIWAN SEMICONDUCTOR MANUFACTURING COMPANY LIMITED35.05%405 276
NVIDIA CORPORATION118.54%331 014
INTEL CORPORATION-25.85%187 033
BROADCOM INC.9.56%145 459
QUALCOMM INCORPORATED38.35%142 060