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Sensorhersteller AMS hält an Zeitplan für Osram-Übernahme fest

29.04.2020 | 10:32

PREMSTÄTTEN (dpa-AFX) - Der österreichische Sensorhersteller AMS will die angepeilte Übernahme des angeschlagenen Lichtkonzerns Osram weiter bis Ende des laufenden zweiten Quartals abschließen. Das Vorhaben verlaufe planmäßig, derzeit würden die noch erforderlichen Freigaben für die Transaktion eingeholt, teilte AMS am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal in Premstätten mit.

Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten und die vorgelegten Quartalszahlen sehr gut an. Die an der Schweizer Börse Six notierte AMS-Aktie lag am Vormittag rund 17 Prozent im Plus. Im laufenden Jahr haben die Papiere im Zuge des Corona-Crashes aber rund zwei Drittel verloren.

AMS geht laut Mitteilung davon aus, zum Zeitpunkt des Übernahme-Abschlusses rund 68,2 Prozent der Osram-Anteile zu halten. Wie der Konzern weiter bekanntgab, schreiten die Vorbereitungen für die Integration von Osram voran. Die Österreicher hatten Ende 2019 nach einem monatelangen Übernahmekampf mit US-Finanzinvestoren die Mindestannahmeschwelle im zweiten Anlauf überschritten und wollen nun einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Osram schließen.

AMS ist deutlich kleiner als das Traditionsunternehmen aus München, stark verschuldet und will den 4,6 Milliarden Euro teuren Deal weitgehend auf Pump finanzieren. Aber auch eine kürzlich trotz des wegen der Corona-Krise schwierigen Umfeldes abgeschlossene, 1,65 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung soll dazu beitragen. Die Kurseinbrüche von AMS und Osram im Sog der Corona-Krise hatten Zweifel am Erfolg der Kapitalerhöhung aufkommen lasse. Der Osram-Kurs liegt mit aktuell rund 37,70 Euro zwar immer noch klar unter dem AMS-Angebot von 41 Euro je Aktie, hatte sich zuletzt aber wieder deutlich erholt.

Osram hat ein verlustreiches Jahr hinter sich und steckt tief in der Krise. Der Leuchtenhersteller musste zudem wegen der Corona-Krise erst kürzlich seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurückziehen und verschärfte sein Sparprogramm.

AMS-Chef Alexander Everke, ein früherer Siemens-Manager, verspricht sich vom Zusammenschluss dennoch eine Menge. Er will mit Osram einen europäischen Weltmarktführer für Sensorik und Photonik schmieden und sieht große Synergieeffekte. Trotz aller anfänglichen Skepsis und gegen die Widerstände durch den Osram-Betriebsrat und die IG Metall hat er die Übernahme konsequent vorangetrieben.

Mit Blick auf das abgelaufene erste Jahresviertel konnte der Sensorspezialist den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem dank gut laufender Geschäfte mit Sensoren für Smartphones um rund ein Drittel auf gut 501 Millionen US-Dollar (rund 462 Mio Euro) steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) konnte mit 101 Millionen Dollar mehr als vervierfacht werden. Die positiven Zahlen seien auch deshalb erzielt worden, da AMS die Folgen der Corona-Pandemie bislang gut bewältigt habe, hieß es. Allerdings stand unter dem Strich ein Minus von rund 16 Millionen Dollar. AMS begründete dies mit Kosten im Zusammenhang mit der Osram-Übernahme.

Ungeachtet dessen gibt sich AMS auch für das zweite Quartal zuversichtlich und erwartet trotz der Corona-Krise eine "erfreuliche Geschäftsentwicklung". Der Einfluss von Covid-19 soll demnach begrenzt sein. Die Erlöse sollen zwischen 440 und 480 Millionen Dollar liegen, zudem erwarten die Österreicher eine bereinigte operative Ebit-Marge von 17 bis 20 Prozent. Auch dies sorgte an der Börse für gute Stimmung./eas/mis/jha/


© dpa-AFX 2020
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Finanzkennziffern
Umsatz 2021 5 151 Mio 6 249 Mio 5 611 Mio
Nettoergebnis 2021 81,8 Mio 99,2 Mio 89,1 Mio
Nettoverschuldung 2021 1 851 Mio 2 246 Mio 2 017 Mio
KGV 2021 32,3x
Dividendenrendite 2021 -
Marktkapitalisierung 4 489 Mio 5 449 Mio 4 890 Mio
Marktkap. / Umsatz 2021 1,23x
Marktkap. / Umsatz 2022 1,14x
Mitarbeiterzahl 29 753
Streubesitz 94,4%
Chart AMS AG
Dauer : Zeitraum :
ams AG : Chartanalyse ams AG | MarketScreener
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Chartanalyse-Trends AMS AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
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Abstand / Niedrigstes Ziel -20,6%
Revisionen zum Gewinn je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
NameTitel
Alexander Friedrich Everke Chief Executive Officer
Ingo Bank Chief Financial Officer
Hans Jörg Kaltenbrunner Chairman-Supervisory Board
Thomas Stockmeier Chief Technology Officer
Michael Grimm Vice Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
AMS AG-3.02%5 449
TAIWAN SEMICONDUCTOR MANUFACTURING COMPANY LIMITED14.91%563 704
NVIDIA CORPORATION36.26%449 027
INTEL CORPORATION16.80%234 971
BROADCOM INC.8.67%195 214
TEXAS INSTRUMENTS14.92%175 710