(Alliance News) - Deutschland plant, seine Eurofighter-Kampfjets für die elektronische Kriegsführung auszurüsten, einschließlich Ausrüstung zum Stören und Unterdrücken feindlicher Radare und Luftverteidigungs-Zielsysteme.

Der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Aufrüstung der Kampfjets am Mittwoch genehmigt, wie dpa erfahren hat. In einem ersten Schritt werden zunächst 15 Eurofighter mit neuer Ausrüstung ausgestattet. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt mehr als 380 Millionen Euro.

Die Eurofighter werden zunächst so ausgerüstet, dass sie bodengestützte Luftabwehrsysteme erkennen und bekämpfen können. Später sollen die Jets so ausgerüstet werden, dass sie die gegnerische Elektronik aktiv stören können, obwohl der Gesetzgeber diese Aufrüstung noch nicht genehmigt hat.

Die deutsche Luftwaffe setzt derzeit veraltete Tornado-Flugzeuge für Missionen der elektronischen Kriegsführung ein, z.B. zur Ortung und Zerstörung feindlicher Radarsysteme und radargesteuerter Luftabwehrsysteme.

Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH ist im Besitz von Airbus SE, BAE Systems PLC und Leonardo Spa, die alle eine Minderheitsbeteiligung halten.

Die Aktien von Airbus stiegen am Mittwochnachmittag in Paris um 1,5% auf 136,52 EUR, die Aktien von BAE Systems gaben in London um 0,8% auf 1.042,50 Pence nach, und die Aktien von Leonardo fielen in Mailand um 0,3% auf 14,14 EUR.

Quelle: dpa

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