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CureVac-Impfstoff floppt - Wirksamkeit zu niedrig

17.06.2021 | 15:43
ARCHIV: Der COVID-19-Impfstoffkandidat CureVac in Tübingen, Deutschland, 22. Juni 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

- von Patricia Weiss und Caroline Copley

Frankfurt, (Reuters) - Die Bundesregierung sieht trotz der enttäuschenden Studienergebnisse bei CureVac keinen Rückschlag für die deutsche Impfkampagne.

Auf das Tempo der Impfungen dürfte das keine Auswirkungen haben, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag. Das Vakzin, das nach vorläufigen Daten nur auf eine Wirksamkeit von 47 Prozent kommt, war zuletzt aber ohnehin nicht mehr in der laufenden Impfkampagne eingeplant, da sich seine Entwicklung unerwartet in die Länge zog. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), es bleibe bei dem Versprechen eines Impfangebots an alle Bürger bis Ende September. "Wir haben viel bestellt und fördern den Aufbau von Produktionskapazitäten für mRNA-Impfstoffe und -produkte in Milliardengrößenordnung." Die Europäische Union hatte sich von dem CureVac-Impfstoff bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.

Die Regierung hat in CureVac viel Geld gesteckt. Vor einem Jahr war der Bund über die Förderbank KfW mit 300 Millionen Euro bei dem Tübinger Biotechunternehmen eingestiegen, an dem auch die US-Regierung Interesse gezeigt haben soll. Der Anteil liegt derzeit bei rund 16 Prozent. Größter Investor ist der SAP-Gründer Dietmar Hopp mit fast 47 Prozent, der die Firma über Jahre finanziell unterstützte. Der CureVac-Impfstoff ist zudem eines von drei deutschen Projekten, die von der Regierung mit einem Sonderprogramm über 750 Millionen Euro finanziell unterstützt werden. CureVac sollte daraus bis zu 252 Millionen erhalten.

Erfolgreich von den drei Projekten war bislang aber nur Biontech. Vor CureVac floppte schon der ebenfalls geförderte Impfstoff der Dessauer IDT Biologika, der zunächst nicht wirksam genug war. Top-Ökonomen kritisierten den Staatseinstieg bei CureVac. "Mit traumwandlerischer Sicherheit hat der Bund denjenigen der beiden Impfstoffhersteller erwählt, der es nun nicht schafft, rechtzeitig einen wirksamen Impfstoff auf den Markt zu bringen", sagte der ehemalige Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld. Die CureVac-Aktie stürzte an der Börse um rund 50 Prozent ab.

KEINE WIRKSAMKEIT BEI ÄLTEREN NACHGEWIESEN

CureVac will trotz der enttäuschenden Daten seine Studie bis zu einer finalen Auswertung fortsetzen und erwartet diese in zwei bis drei Wochen. Die Konkurrenten Biontech/Pfizer und Moderna hatten mit ihren Vakzinen eine hohe Messlatte gelegt: Sie zeigten in den entscheidenden Studien eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent. Diese Studien fanden allerdings vor dem Auftreten neuer Virusvarianten statt, die inzwischen die meisten Infektionen ausmachen. "Wir hatten auf stärkere Ergebnisse in der Zwischenanalyse gehofft, haben aber gesehen, dass es bei dieser beispiellosen Bandbreite an Varianten eine Herausforderung darstellt, eine hohe Wirksamkeit zu erzielen", erklärte CureVac-Chef Franz-Werner Haas. Allerdings haben aktuelle Untersuchungen gezeigt, dass die konkurrierenden Impfstoffe auch gegen die vorherrschenden Varianten wirksam sind.

Die endgültige Wirksamkeit könnte sich bis zur finalen Analyse noch verändern, erklärte CureVac. Doch bei Biontech etwa veränderte sich die Wirksamkeit von der ersten Analyse der Zulassungsstudie bis hin zur endgültigen nur noch um wenige Prozentpunkte. "Wir können hoffen, dass es ein bisschen besser wird. Wenn man Pech hat, wird es auch ein bisschen schlechter", sagte der Infektiologe Peter Kremsner von der Universität Tübingen, der die CureVac-Studie leitet, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Aussichten für eine Zulassung sind mit der gegenwärtigen Wirksamkeit mau: Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet eine Wirksamkeit von mindestens 70 Prozent, die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte einen Mindestwert von 50 Prozent festgelegt. CureVac hatte vor, nach den Daten "schnellstmöglichst" eine Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zu beantragen.

Der Impfstoff der Tübinger basiert wie auch die von Biontech/Pfizer und Moderna auf Boten-RNA (mRNA), die den menschlichen Zellen die Information zur Bekämpfung von Krankheitserregern vermitteln soll. Er wurde erst im Dezember in die zulassungsrelevante letzte Studienphase gebracht. CureVac sprach von einer "bislang beispiellosen Umgebung" mit mindestens 13 Varianten in der untersuchten Teilmenge seiner Studienteilnehmer. Erste Analysen hätten gezeigt, dass die Wirksamkeit von der untersuchten Altersgruppe und den Virusstämmen abhänge. Mehr als die Hälfte der in der Zwischenanalyse untersuchten 134 Covid-19-Fälle seien durch sogenannte besorgniserregende Varianten verursacht worden. Während bei jüngeren Studienteilnehmern eine Wirksamkeit festgestellt worden sei, habe dies bei Älteren über 60 Jahren - die bei einer Infektion besonders gefährdet sind - nicht beobachtet werden können.

KNACKPUNKT DOSIERUNG

CureVac äußerte sich nicht dazu, welche Rolle womöglich auch die Dosierung seines Impfstoffs spielt. Das Unternehmen testete sein Mittel in einer deutlichen niedrigeren Dosierung von zwölf Mikrogramm als Biontech/Pfizer (30 Mikrogramm) und Moderna (100 Mikrogramm). Die geringe Wirksamkeit liege "sehr wahrscheinlich an der Dosis", sagte Kremsner. CureVac habe zudem die mRNA für seinen Impfstoff - anders als Biontech und Moderna - nicht modifiziert. Eine höhere Dosierung sei wegen zu erwartender Unverträglichkeiten aber nicht möglich gewesen, sagte er.

Unterstützung bei der Entwicklung erhielt CureVac auch vom Bayer-Konzern, der noch in diesem Jahr erste Dosen des Vakzins aus seinem Werk in Wuppertal ausliefern wollte. Die Tübinger arbeiten zudem mit der britischen GlaxoSmithKline bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen der nächsten Generation gegen Varianten zusammen. Insgesamt hatte CureVac geplant, in diesem Jahr 300 Millionen Dosen herzustellen und bis zu eine Milliarde Dosen 2022.

Für Besorgnis sorgt derzeit die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante, die sich auch Deutschland weiter verbreitet. Binnen zwei Wochen hat sich ihr Anteil nach Daten des Robert-Koch-Instituts verdoppelt und ist nun für gut sechs Prozent der Neuinfektionen verantwortlich. Auch vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ab wann zusätzliche Dosen für möglicherweise erforderliche Auffrischungsimpfungen benötigt werden.


© Reuters 2021
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