Der britische Versicherer Legal & General hat eine Partnerschaft im Bereich Privatkredite mit Blackstone geschlossen, wie die Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Damit reiht sich Legal & General in die Riege von Finanzunternehmen ein, die im boomenden Markt für Unternehmensfinanzierungen durch Investoren ihre Position ausbauen.
L&G, zugleich der größte britische Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 1,1 Billionen Pfund (1,5 Billionen US-Dollar), erklärte, die Kooperation werde das Unternehmen in zwei von CEO Antonio Simoes priorisierten Bereichen stärken: den Vereinigten Staaten und dem Privatkreditgeschäft.
Das britische Unternehmen teilte mit, dass sein Rentengeschäft über Blackstone Zugang zu Investment-Grade-Kreditvermögen erhalten werde, insbesondere in den USA. Über die Zeit sollen dabei Milliarden Pfund investiert werden, indem bis zu 10 % der Neugeschäftsströme dieser Sparte eingebracht werden.
Finanzunternehmen konkurrieren zunehmend um größere Anteile am Privatkreditmarkt. Einige, wie Citi, UBS und Capital Group, setzen dabei ebenfalls auf Partnerschaften mit etablierten Akteuren wie Apollo, General Atlantic und KKR.
Andere, darunter der Wall-Street-Riese BlackRock, haben sich durch Übernahmen verstärkt - etwa mit dem 12-Milliarden-Dollar-Kauf des Privatkreditunternehmens HPS Investment Partners. Wieder andere, wie HSBC, bauen eigene Geschäftsbereiche in diesem Segment auf.
L&G-Chef Simoes erklärte in der Mitteilung, die Partnerschaft mit Blackstone werde dabei helfen, der wachsenden Nachfrage der Kunden nach öffentlichen und privaten Anlageprodukten gerecht zu werden.
,,L&G profitiert von einer breiteren Pipeline an Vermögenswerten für unser Rentenbuch und von Wachstum im Asset Management, während wir weltweit zunehmend anspruchsvolle Investmentlösungen für unsere Kunden entwickeln", sagte Simoes.
Über die Partnerschaft hatte zuvor Bloomberg News berichtet.
(1 US-Dollar = 0,7349 Pfund)



















