WETZLAR (dpa-AFX) - Der Kamerahersteller Leica will sein Geschäft in der Sparte Mobile ausbauen. Bereits zum 1. Dezember vergangenen Jahres hat die Leica Camera AG die norwegische Fjorden Electra AS übernommen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wetzlar mitteilte. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Als erstes gemeinsam entwickeltes Produkt nach der Akquisition stellte Leica zudem eine neue App vor, die es ermögliche, auf iPhones Fotos im Stile einer Leica-Kamera zu machen. Spontane Schnappschüsse seien mit der App "Leica Lux" ebenso möglich wie künstlerische Fotos, erklärte das Unternehmen.

Beide Unternehmen ergänzen sich nach Einschätzung von des Kameraherstellers ideal. Fjorden mit seinem Team aus zehn Mitarbeitern bringe umfangreiches Know-How in der Entwicklung von Apps und Smartphone-Zubehör mit, während die Mobile-Entwickler von Leica Camera ihre Expertise in Bildverarbeitung und -qualität einbrächten. "Mit der Übernahme von Fjorden setzen wir unsere strategische Wachstumsstrategie konsequent fort und positionieren uns weiter im Bereich der Smartphone-Fotografie", sagte der Leiter der Geschäftseinheit Mobile von Leica, Marius Eschweiler.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 (31. März) hatte das Optik-Unternehmen aus Mittelhessen den dritten Rekordumsatz in Folge verbucht. Unter anderem dank neuer Produkte kletterten die Erlöse im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 9 Prozent auf 485 Millionen Euro. Gewinnzahlen veröffentlicht die Leica Camera Group, die zum Besitz des Mehrheitseigners Andreas Kaufmann und des US-Investors Blackstone gehört, nicht. Auch für das laufende Geschäftsjahr wird eine positive Umsatzentwicklung erwartet, dabei setzt das Unternehmen auch auf den Ausbau seines Vertriebsnetzes./csc/DP/jha