Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  BMW AG    BMW   DE0005190003

BMW AG

(BMW)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Corona im Griff: Erholung in China ist 'Rettungsanker' für Autobauer

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
26.09.2020 | 12:22

(neu: BMW, VW)

PEKING (dpa-AFX) - In der globalen Corona-Krise ist die Erholung des chinesischen Automarkts ein "Rettungsanker" für die deutschen Autobauer. Zum Auftakt der internationalen Autoausstellung am Samstag in Peking sagten Experten einen weiteren Zuwachs auf dem weltgrößten Automarkt bis Jahresende und auch im nächsten Jahr voraus. Während das Geschäft weltweit stark eingebrochen ist, wächst die Bedeutung Chinas damit noch. Eine Sprecherin des Volkswagenkonzerns sah in der Erholung in China einen "Anker" im globalen Autogeschäft. Experten sprachen von einem "wesentlichen Stützpfeiler", warnten aber auch vor allzu großer Abhängigkeit und politischer Erpressbarkeit.

Die "Auto China 2020" ist die erste große internationale Ausstellung der Branche seit mehr als einem halben Jahr. China hat das Coronavirus weitestgehend unter Kontrolle und zählt schon länger kaum noch lokale Infektionen. So konnte die im Frühjahr zunächst verschobene Ausstellung nachgeholt werden. Zum Auftakt drängten sich Besucher in den Hallen, obwohl die Veranstalter dazu aufforderten, einen Meter Abstand zu halten. Auch galt unverändert Maskenpflicht.

Die Messe wird abwechselnd in Shanghai und Peking abgehalten und zählt zu den größten der Autobranche. Sonst kommen Millionen von Besuchern aus dem In- und Ausland. Aus Angst vor einer Einschleppung des Virus beschränkt China aber die Einreise streng und verlangt zwei Wochen Quarantäne. Auch gibt es nur wenig Flüge nach China. So fehlten in diesem Jahr die Chefs der Autokonzerne und angereisten Vorstandsmitglieder. "Das entspannt die ganze Messe", sagte ein Manager, der mit den Vorbereitungen vertraut ist.

Anders als im globalen Autogeschäft sind die Aussichten für China rosig. "Ich rechne mit einem sehr guten Absatz in der zweiten Hälfte des Jahres", sagte Cui Dongshu von Chinas Personenwagenvereinigung (CPCA). Nach dem Einbruch wegen der Pandemie in der ersten Hälfte des Jahres werde sich der erwartete Rückgang für das Gesamtjahr auf ein Minus von nur noch fünf bis acht Prozent verkleinern. Trotz aller Unsicherheiten rechnet Cui Dongshu 2021 wieder mit einem Zuwachs von acht Prozent. Andere Fachleute sagten auch ein Plus von fünf bis sieben Prozent voraus und beschrieben China als "Rettungsanker".

"Ohne China wäre die deutsche Autoindustrie kaum wiederzuerkennen", sagte Ferdinand Dudenhöffer vom Center for Automotive Research (CAR). Mercedes habe im zweiten Quartal einen Rückgang weltweit von 20 Prozent erlitten, aber den Absatz in China um 22 Prozent gesteigert, verdeutlichte der Experte die Lage. Bei BMW habe es "noch krasser" ausgesehen: Einem weltweiten Einbruch von 25 Prozent habe im zweiten Quartal ein Zuwachs von 17 Prozent in China gegenübergestanden.

Damit steigt der Anteil Chinas am globalen Geschäft. Beim VW-Konzern sind es nach eigenen Angaben in den ersten acht Monaten des Jahres 40 Prozent gewesen. Eine starke Abhängigkeit von einer großen Region sei immer ein Risiko, findet Dudenhöffer. "Die Frage ist aber, welches Risiko ist größer: Die Abhängigkeit von China oder in China zum Nischenanbieter zu werden?" Risiken in China könnten "handhabbar" und "tragbar" gemacht werden, meinte der Experte.

Ein viel größeres Risiko seien die unberechenbaren USA unter US-Präsident Donald Trump, meinte Dudenhöffer. "Wenn Trump einen schlechten Tag hat und ein paar Wählerstimmen braucht, erhebt er über Nacht Zölle gegenüber der deutschen Autoindustrie." Seine Zollkriege hätten deutschen Autobauern schon Milliarden-Verluste beschert.

Wo der Markt in Europa und den USA nicht so gut laufe, zeige sich, "wie dramatisch wichtig dieser Markt ist", meinte auch Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM). China sei "schon mehr als ein Hoffnungsträger". "Im Moment rettet China so ein bisschen den Weltmarkt." Es sei "ein wichtiger Anker gerade für die deutschen Autobauer". Hersteller könnten es sich nicht leisten, China auszuklammern, dürften aber andere Märkte nicht vernachlässigen.

Die wachsende Abhängigkeit sei nicht unproblematisch. "Wenn der Markt ein Problem bekommt und man ist dort weit überproportional aktiv, dann kann man in Turbulenzen geraten", sagte Bratzel. "Ein sehr hoher Marktanteil in China bedeutet natürlich auch eine Art Abhängigkeit politischer Dimension bis hin zu Erpressbarkeit."

Auch wenn der Anteil im globalen BMW-Geschäft gerade wächst, sieht der Münchner Autobauer keine allzu große Abhängigkeit von China. BMW sei breit aufgestellt, sagte China-Chef Jochen Goller. Der Markt in Europa sei für BMW "weit größer" als der in China. "Wir haben eine gute Balance." Auch sagte Goller: "Es ist keine Option, in China nicht zu wachsen." Für den Rest des Jahres erwarte BMW noch "sehr starkes Wachstum". Nach dem anfänglichen Rückgang des Absatzes in China durch die Corona-Krise ziele BMW für das gesamte Jahr auf ein "einstelliges Wachstum", wie Goller sagte.

Hinter der Wende steckt die unerwartet schnelle wirtschaftliche Erholung in China, das als erste große Volkswirtschaft wieder Wachstum zeigt. Auch die Angst der Menschen, in der Pandemie öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, gilt als Motivationsfaktor für einen Autokauf. Der Absatz von Personenwagen stieg im August um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1,73 Millionen - nach einem Plus von 7,9 Prozent im Juli. Elektrofahrzeuge verkauften sich mit einem Zuwachs von 45 Prozent im August auf 82 500 noch besser./lw/DP/nas

© dpa-AFX 2020

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUDI AG -0.62%1610 verzögerte Kurse.101.25%
BMW AG -0.12%63.93 verzögerte Kurse.-12.59%
DAIMLER AG 1.03%48.4 verzögerte Kurse.-1.96%
VOLKSWAGEN AG 1.06%139.06 verzögerte Kurse.-21.10%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Alle Nachrichten auf BMW AG
09:55DUDENHÖFFER : Übergroße Autos bringen Industrie Akzeptanzprobleme
DP
23.10.Daimler zeigt mit starkem Quartal im Rücken wieder mehr Zuversicht
AW
23.10.AKTIE IM FOKUS : Optimistischerer Gewinnausblick von Daimler sorgt für gute Laun..
DP
22.10.AKTIE IM FOKUS : Tesla profitieren von fünftem Quartalsgewinn in Folge
DP
22.10.Daimler und BMW geben Teil von Moovel an Bahn-Tochter Mobimeo ab
AW
22.10.BMW : Deutsche Bahn wird Partner von Daimler/BMW-Mobilitätsanbieter Yournow
RE
22.10.Conti fährt in die roten Zahlen - Erneute Diesel-Razzia
RE
22.10.DAIMLER IM FOKUS : Viel Arbeit und erste Lichtblicke nach dem Corona-Einbruch
DP
22.10.ELON MUSK : Musk liefert Rekordzahlen - Tesla mit fünftem Quartalsgewinn in Folg..
DP
21.10.Continental mit Erholung - aber Milliardenbelastung im Quartal
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu BMW AG
23.10.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : BMW and Kith partner for exclusive special-edition ve..
AQ
23.10.BMW : and Kith partner for exclusive special-edition version of the new BMW M4 C..
PU
23.10.Daimler lifts profit forecast as China snaps up luxury cars
RE
23.10.Daimler lifts profit forecast as China snaps up luxury cars
RE
23.10.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : The new BMW R 18 Classic and the new BMW R 18.
AQ
22.10.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : The new BMW R nineT models
AQ
22.10.GLOBAL MARKETS LIVE : The Coca-Cola Company, L'Oréal, AT&T...
22.10.Auto startups backed by blank-check companies
RE
22.10.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : The all-new BMW 4 Series Coupe - Additional pictures.
AQ
21.10.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : BMW Group Plant Regensburg will produce drive compone..
AQ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 95 910 Mio 114 Mrd. 103 Mrd.
Nettoergebnis 2020 2 963 Mio 3 515 Mio 3 178 Mio
Nettoliquidität 2020 17 486 Mio 20 740 Mio 18 751 Mio
KGV 2020 14,1x
Dividendenrendite 2020 2,17%
Marktkapitalisierung 41 241 Mio 48 818 Mio 44 225 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 0,25x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,22x
Mitarbeiterzahl 133 778
Streubesitz 57,3%
Chart BMW AG
Dauer : Zeitraum :
BMW AG : Chartanalyse BMW AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse BMW AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 27
Mittleres Kursziel 69,96 €
Letzter Schlusskurs 63,93 €
Abstand / Höchstes Kursziel 87,7%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 9,43%
Abstand / Niedrigstes Ziel -45,8%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Oliver Zipse Chairman-Management Board
Norbert Reithofer Chairman-Supervisory Board
Nicolas Peter Chief Financial Officer
Susanne Klatten Independent Member-Supervisory Board
Manfred Schoch Deputy Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
BMW AG-12.59%48 818
TOYOTA MOTOR CORPORATION-9.61%186 072
VOLKSWAGEN AG-21.10%85 325
DAIMLER AG-1.96%61 293
GENERAL MOTORS COMPANY0.63%52 707
HONDA MOTOR CO., LTD.-16.75%42 531