Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  BMW AG    BMW   DE0005190003

BMW AG

(BMW)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Doppelter Stresstest 2021: Warum der Druck auf die Autobranche anhält

01.12.2020 | 07:31

HANNOVER/BERLIN (dpa-AFX) - Die Einschläge kommen immer näher. Nach einem kurzen Aufbäumen im September fehlt dem Autogeschäft in Europa nach wie vor der Schwung, die Unsicherheit der Verbraucher hält den Absatz der für Deutschland so wichtigen Branche weit unter Vorkrisenniveau.

Sparprogramme mit Stellenabbau mehren sich. Dabei blieb vor allem kleineren Firmen bereits vor der Corona-Krise unter dem Druck der Elektrifizierung und Digitalisierung kaum Luft zu Atmen. Gleichzeitig sind Investitionen in die neue Autowelt überlebensnotwendig. Nun steht der Sektor, an dem allein in der Bundesrepublik direkt und indirekt gut zwei Millionen Arbeitsplätze hängen, vor einem womöglich noch härteren Jahr 2021. Aber Politik und Industrie steuern dagegen.

1. Milliardenhilfen für den Wandel und gegen die Krise: Für den Kauf von Elektro- und Hybridwagen gibt es Prämien, die bis Ende 2025 verlängert wurden. Kurzfristig brauchen jedoch insbesondere Zulieferer Unterstützung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) legte Eckpunkte für ein Programm vor, das ab Januar den Übergang von Verbrennertechnik zu alternativen Antrieben sowie die Nutzung von Daten im Auto beschleunigen soll. Dafür sollen bis einschließlich 2024 mindestens zwei Milliarden Euro fließen.

Die Digitalisierung in Produktion und Fahrzeug-Vernetzung ist neben der E-Mobilität das zweite Kernthema, bei dem finanzschwächere Betriebe oft nicht Schritt halten können. Ein Zukunftsfonds, in den der Bund eine weitere Milliarde Euro einzahlen will, ist in Vorbereitung. Dieser soll den Wandel in Regionen mit besonders vielen Unternehmen des Wirtschaftszweigs ("Auto-Cluster") abfedern.

2. Bei den Jobs geht es ans Eingemachte: Auch die Hersteller selbst sind in Zugzwang. Die Absatzkrise verlor im September zunächst etwas an Schärfe - danach setzte sich das Minus der Neuzulassungen fort. Fehlt Umsatz bei laufenden Kosten und enger Finanzierung, geraten die Unternehmen in die Bredouille. Viele von ihnen legen Programme zur Weiterbildung der Mitarbeiter auf. Parallel dazu landen aber Tausende Jobs aus der herkömmlichen Verbrennerproduktion auf der Streichliste.

Groß war der Aufschrei bei Continental, wo bis 2029 weltweit 30 000 Stellen "verändert", verlagert oder abgebaut werden. Weitere Werke schließen bald, Politiker und Betriebsräte kritisierten die Art der Umsetzung heftig. Bei Sensorik und Software gibt jedoch neue Stellen.

Im weltgrößten Autokonzern Volkswagen ist eine Verschärfung der schon laufenden Einsparungen bei der Kernmarke bisher nicht geplant. Die Strukturen werden aber radikal umgebaut, im Laufe der kommenden Jahre dürften bis zu 20 000 Jobs wegfallen. Währenddessen entsteht eine Software-Sparte mit mittelfristig mehr als 10 000 Beschäftigten. Die Tochter Audi hatte bereits 2019 beschlossen, 9500 Jobs abzubauen. Beim Lkw-Bauer MAN tobte ein Streit über Kürzungen ähnlichen Umfangs.

Im Fall von Daimler war ein Abbau von bis zu 15 000 Jobs kolportiert worden, es gab Berichte über 30 000. Zahlen kommentiert man nicht - das Ziel seien möglichst sozialverträgliche Lösungen. BMW kappt 6000 Stellen und verzichtet ebenso auf betriebsbedingte Kündigungen, im zweiten Quartal 2020 schrieben die Bayern erstmals seit elf Jahren rote Zahlen. Opel baute seit der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern massiv Arbeitsplätze mit Abfindungsprogrammen ab.

Weitere Autozulieferer neben Conti wie Bosch, ZF und Schaeffler sparen ebenfalls stark. Und das sind nur die größten Vertreter einer Branche, an deren Wertschöpfung wiederum Beschäftigte im klassischen Maschinenbau, in der Chemie und angrenzenden Bereichen teilhaben.

3. E-Zulassungen, Ladenetz, Debatte über Verbrenner-Aus: Die von Staat und Industrie finanzierten Kaufanreize beleben die Nachfrage seit dem Sommer spürbar, manche Branchenvertreter wie VW-Chef Herbert Diess sprachen schon von einem entscheidenden Jahr 2020. Die absolute Zahl der E-Autos ist indes noch relativ gering. Kunden können maximal 9000 Euro Zuschuss je Fahrzeug erhalten. Der Verband VDA begrüßte dies, Chefin Hildegard Müller betonte jedoch: "Zur Zukunft gehören weiterhin auch moderne Verbrenner. Hier muss mit aller Kraft daran gearbeitet werden, den Kraftstoffeinsatz CO2-neutral zu machen."

Eine Durchdringung der Flotte mit neuen Antrieben ist wichtig, um die verschärften Klimaziele einzuhalten. Dass auch Hybridwagen gefördert werden, ruft bei Umweltschützern Kritik hervor. Andere Konzepte wie die Brennstoffzelle oder Motoren für synthetisch produzierten Sprit stehen im Pkw-Markt noch am Anfang. Diskutiert wird auch über ein Zieldatum für ein Verbrenner-Aus. In Großbritannien sollen ab 2030 keine herkömmlichen Benzin- und Dieselautos mehr verkauft werden dürfen - weitere Länder haben verbindliche Endtermine im Blick.

Der Ausbau des Ladenetzes bleibt einstweilen der größte Hemmschuh. An Fernstrecken wächst zwar die Zahl der Ladesäulen. Doch viele private Nutzer müssen ihren Wagen zu Hause, in der Stadt oder bei der Arbeit laden können. Auch hier gibt es Zuschüsse, es sind Veränderungen im Bau- und Mietrecht nötig. Der Bund will erreichen, dass es bis Ende 2022 Schnelllademöglichkeiten an jeder vierten Tankstelle gibt. Trägt eine Selbstverpflichtung der Branche nicht Früchte, folgt ein Gesetz.

4. Hersteller investieren in neue Modelle und Produktion: Lange wurde den deutschen Autobauern vorgeworfen, sie hätten viel zu spät mit dem Umdenken begonnen. Inzwischen haben entsprechende E-Modelle und Fertigungsverfahren Priorität in der Investitionsplanung - wenngleich Kritiker meinen, reichweitenstarke Wagen blieben ein Luxusprodukt.

VW greift mit dem ID.3 in der Kompaktklasse an, wo bisher Südkoreaner und Franzosen tonangebend waren. Der Ausbau der Reihe reiner E-Autos um den ID.4, ID.5 und weitere Modelle auch bei Konzerntöchtern soll das elektrische Fahren schrittweise massentauglich machen. Bis 2025 pumpt die Gruppe 73 Milliarden Euro in E-Mobilität und Digitales. Bis 2030 sollen mindestens 70 E- und 60 Hybridmodelle auf dem Markt sein.

Daimler meldete im dritten Quartal 2020 rund 45 000 verkaufte Elektro- und Hybridwagen. Die Stuttgarter kündigten an, mittelfristig "die führende Position" bei E-Antrieben und Fahrzeug-Software anzustreben. Bisher sind die meisten Modelle im höheren Preissegment angesiedelt. BMW will ab November 2021 den Luxus-SUV iX verkaufen. Nach dem i3, der als Pionier im Kleinwagensegment galt, wird das Auto neben dem iX3 der dritte vollelektrische BMW - Chef Oliver Zipse sieht "eine neue Ära". Daneben gibt es bei fast allen Herstellern neue Hybride. Der US-Rivale Tesla prescht derweil mit weiteren, mittlerweile auch preiswerteren E-Modellen vor und baut eine "Gigafactory" bei Berlin.

5. Vernetzung und autonomes Fahren: Deutsche Anbieter und Zulieferer rüsten sich hier zunehmend gegen die erdrückende Konkurrenz aus den USA und Asien. Der Bund will, dass Deutschland eine Führungsrolle einnimmt. Ein Gesetz dazu wird vorbereitet - man wolle "das erste Land weltweit sein, das fahrerlose Kraftfahrzeuge im Regelbetrieb sowie im gesamten nationalen Geltungsbereich erlaubt". 2022 schon sollen Autos mit autonomen Funktionen im Regelbetrieb unterwegs sein.

BMW und Daimler stecken viel Geld in die Technik. Volkswagen gibt bis 2025 etwa 27 Milliarden Euro für die Digitalisierung insgesamt aus - ein Ziel ist es, den Großteil der Betriebssysteme der Autos selbst zu programmieren. Künftig sollen ganze Flotten gesteuert werden können.

6. Und was passiert bei schweren Nutzfahrzeugen? Ein erheblicher Teil des Ausstoßes von CO2 und Stickoxiden im Straßenverkehr entfällt auf Lastwagen, Busse oder Spezialfahrzeuge. Um klimaschonendere Modelle auf die Straße zu bringen, startet der Bund ein Abwrackprogramm über eine Milliarde Euro - in der Hoffnung, so das konjunktursensible Geschäft über die Krise hinaus anzukurbeln. Umweltschützer monieren, dass auch moderne Diesel gefördert werden. Umweltbundesamt-Chef Dirk Messner mahnte, dies könne dem Klimaschutz schaden, weil so die Anschaffung reiner Elektro-Lkw noch mehr in die Ferne rücken dürfte./jap/DP/eas


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUDI AG -0.61%1630 Schlusskurs.0.00%
BMW AG -1.07%71.31 verzögerte Kurse.-0.21%
CONTINENTAL AG -1.63%114.65 verzögerte Kurse.-3.88%
DAIMLER AG -2.78%57.25 verzögerte Kurse.1.90%
SCHAEFFLER -0.53%6.57 verzögerte Kurse.-3.37%
TESLA, INC. -2.14%864.16 verzögerte Kurse.25.14%
VOLKSWAGEN AG -1.83%160.02 verzögerte Kurse.6.94%
Alle Nachrichten auf BMW AG
18:43AD-HOC MITTEILUNG : Vorläufiger Free Cash Flow des Automobilsegments der BMW AG ..
PU
18:42BMW kann im Schlussquartal ebenfalls Boden gut machen
AW
18:15BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESEL : Vorläufiger Free Cash Flow im Segment Aut..
EQ
18:14BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESEL : Vorläufiger Free Cash Flow im Segment Aut..
DP
14:04ERICH SIXT : Sixt beruft neuen Vorstand für Autovermietung und Mobilitätsdienste
DP
00:32BMW : Neue Einstiegsmodelle mit Plug-in-Hybrid-Antrieb für die BMW 3er und BMW 5..
PU
00:12BMW : Modellpflege-Maßnahmen zum Frühjahr 2021.
PU
00:10NEUSTART AB MÄRZ 2021 : Der mini 3-türer, der mini 5-türer und das mini cabrio.
PU
26.01.XETRA-SCHLUSS/DAX erholt sich vom ifo-Schock
DJ
26.01.AM 'WENDEPUNKT' :  Autobranche blickt auf die Zeit nach Corona
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu BMW AG
19:00BMW : says 2020 cash flow exceeded market expectations
RE
18:54BMW : Automotive Segment 4Q, 2020 Free Cash Flow Beats Expectations
DJ
18:43AD-HOC ANNOUNCEMENT : BMW AG Preliminary Automotive Free Cash Flow for the fourt..
PU
18:15BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESEL : Preliminary Automotive Free Cash Flow for..
EQ
16:27BAYERISCHE MOTOREN WERKE : NEW BUSINESS SEDAN CAR EQUIPPED WITH HELLA LIGHTING T..
AQ
11:40MARKET CHATTER : BMW Korea to Invest $54 Million into Pyeongtaek Logistics Cente..
MT
09:55BAYERISCHE MOTOREN WERKE : The new BMW M5 CS.
AQ
00:32BMW : New entry-level models with plug-in hybrid drive for the BMW 3 Series and ..
PU
00:18BMW : model revision measures as of spring 2021.
PU
26.01.European Union Members States to Offer $3.53 Billion for Battery Innovation; ..
MT
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 98 146 Mio 119 Mrd. 106 Mrd.
Nettoergebnis 2020 3 600 Mio 4 359 Mio 3 875 Mio
Nettoliquidität 2020 16 631 Mio 20 136 Mio 17 899 Mio
KGV 2020 13,1x
Dividendenrendite 2020 2,53%
Marktkapitalisierung 46 025 Mio 55 673 Mio 49 534 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 0,30x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,27x
Mitarbeiterzahl 133 778
Streubesitz 57,3%
Chart BMW AG
Dauer : Zeitraum :
BMW AG : Chartanalyse BMW AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse BMW AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 26
Mittleres Kursziel 78,57 €
Letzter Schlusskurs 72,08 €
Abstand / Höchstes Kursziel 67,9%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 9,01%
Abstand / Niedrigstes Ziel -16,8%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
NameTitel
Oliver Zipse Chairman-Management Board
Norbert Reithofer Chairman-Supervisory Board
Nicolas Peter Chief Financial Officer
Susanne Klatten Independent Member-Supervisory Board
Manfred Schoch Deputy Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
BMW AG-0.21%56 583
TOYOTA MOTOR CORPORATION-3.52%202 277
VOLKSWAGEN AG6.94%104 262
DAIMLER AG1.90%76 627
GENERAL MOTORS COMPANY24.98%74 485
GREAT WALL MOTOR COMPANY LIMITED6.39%52 802