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CORONA-BLOG/Großbritannien startet Auffrischungsimpfung

14.09.2021 | 15:36

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in kompakter Form:

Großbritannien startet Auffrischungsimpfung für Ältere und Risikogruppen 

In Großbritannien sollen Menschen über 50 Jahren sowie besonders gefährdete Menschen wie Vorerkrankte und Pflegekräfte ab der kommenden Woche eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Wie Gesundheitsminister Sajid Javid sagte, folgt die Regierung damit einer Empfehlung der zuständigen Expertenkommission, dem Gemeinsamen Ausschuss für Impfungen und Immunisierung (JCVI). Beschlossen wurde zudem die umstrittene Empfehlung, künftig auch Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren zu impfen.

Landesregierung in Sachsen-Anhalt beschließt 2G-Optionsmodell 

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt hat die Einführung eines 2G-Optionsmodells für Veranstaltungen und Betriebe beschlossen. Mit der überarbeiteten Rechtsverordnung können Unternehmen und Veranstalter entscheiden, nur Geimpfte und Genesene einzulassen. Es handle sich ausdrücklich um ein Angebot und nicht um eine Verpflichtung. Veranstalter und Betriebe, die sich für das 2G-Zugangsmodell entscheiden, müssen weder Abstandsregeln noch die Maskenpflicht oder Kapazitätsbegrenzungen einhalten. Im Vorfeld muss das Modell dem Gesundheitsamt gemeldet und per Aushang oder Hinweis am betreffenden Ort öffentlich gemacht werden. Es ist auch möglich, dass 2G-Modell im stunden- oder tageweisen Wechsel mit dem 3G-Modell zu wählen. 3G heißt, dass auch Getestete kommen dürfen

Mehr als 100.000 Corona-Fälle als Berufskrankheit anerkannt 

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben seit Beginn der Corona-Pandemie bis einschließlich August 2021 mehr als 100.000 Fälle von Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt. Hinzu kämen über 10.000 Fälle, in denen eine Corona-Erkrankung als Arbeits- oder Schulunfall anerkannt wurde, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mitteilte. Laut vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2021 gab es demnach deutlich mehr Berufskrankheiten - Arbeits- und Wegeunfälle dagegen blieben unter dem Niveau des Jahres 2019. "Diese Zahlen erinnern uns daran, welche Wucht das Coronavirus gerade in den kalten Monaten entfalten kann", erklärte DGUV-Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy. Trotz umfassender Schutzmaßnahmen hätten sich viele Menschen bei der Arbeit angesteckt, vor allem im Gesundheitswesen.

Berlin führt 2G-Optionsmodell für Veranstaltungen und Gastronomie ein 

Der Berliner Senat hat die Einführung eines 2G-Optionsmodells für Veranstaltungen und Dienstleistungen beschlossen. Die geänderte Rechtsverordnung ermöglicht etwa in der Gastronomie sowie im Kultur- und Sportbereich Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter, wenn diese lediglich Geimpfte und Genesene einlassen, wie der Senat mitteilte. Die neue Regelung soll voraussichtlich am Samstag in Kraft treten. Das Optionsmodell betrifft etwa körpernahe Dienstleistungen, Freizeitangebote, Zoos, Sport oder Spielhallen. Wo eine 2G-Regelung umgesetzt wird, entfällt die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands oder der Maskenpflicht. Somit könnten etwa in der Gastronomie wieder mehr Gäste zugelassen werden.

Curevac kündigt Wacker-Vertrag zur Produktion von mRNA-Impfstoff 

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat den Vertrag mit Wacker Chemie für die Produktion seines Covid-19-Impfstoffs gekündigt. Grund für die Kündigung sei ein geringer Bedarf an Produktionskapazitäten für den mRNA-Impfstoffkandidaten CVnCOV gegen Covid-19 von Curevac, wie die Wacker Chemie AG mitteilte.

Französische Behörde will Schutzwirkung des J&J-Impfstoffs untersuchen 

Die französische Medikamentenbehörde will die Schutzwirkung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson näher untersuchen. Es sei eine "hohe Zahl" von Impfdurchbrüchen bei Menschen gemeldet worden, die den Ein-Dosen-Impfstoff erhalten hatten, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Behörde ANSM. Einige der Infektionen seien schwer oder sogar tödlich verlaufen.

Stiko-Chef hält Impfungen gegen Grippe und Corona zusammen für unbedenklich 

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat eine Grippeschutzimpfung zusammen mit einer Impfung gegen das Coronavirus für unbedenklich erklärt. Nach allen vorliegenden Daten "scheint das kein großes Problem zu sein", sagte er im Mitteldeutschen Rundfunk. Es gebe keine Hinweise darauf, dass bei einer gleichzeitigen Impfung einer der beiden Impfstoffe nicht mehr wirke. Angesichts der vergangenen ausgefallen Grippesaison hält Mertens eine Grippeimpfung in diesem Jahr für nötig. Dazu rate er vor allem den Menschen, die ein Risiko für eine schwere Grippeerkrankung hätten. Sie seien gefährdet, wenn es in diesem Jahr weniger Hygiene- und Abstandsregeln wie eine Maskenpflicht gebe.

Niedersachsen führt 2G-Option für weitere Branchen ein 

Niedersachsen führt eine freiwillige 2G-Option für viele weitere Branchen ein. Wie Regierungschef Stephan Weil (SPD) im Landtag in Hannover ankündigte, dürfen künftig etwa Gastronomen sowie Betriebe in Bereichen wie Kultur und Sport auf eigenen Wunsch hin nur Geimpfte und Genesene einlassen. Besucher, die lediglich einen Coronatest vorlegen, müssten draußen bleiben. Im Gegenzug werden dann die Masken- und Abstandspflicht ausgesetzt. Weil sprach von einer "präventiven Maßnahme", die Gastronomen und Veranstalter einführen könnten. Einzelheiten will die Regierung demnach in einer neuen Coronaverordnung festlegen, die derzeit erarbeitet wird. Diskotheken und Clubs dürfen in Niedersachsen freiwillig schon nach dem 2G-Modell öffnen, Gäste sind dann von der Maskenpflicht befreit.

Kanzleramtschef schließt "Eskalationsstufe 2G" nicht aus 

Der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun (CDU), hat mit Blick auf die Zeit nach der Bundestagswahl und den Herbst klargestellt, dass härtere Maßnahmen für Ungeimpfte nicht ausgeschlossen seien. Dies hinge allerdings von der Situation in den Krankenhäusern ab, sowie von einem hohen Infektionsgeschehen in Schulen. In diesem Fall könne man "die Eskalationsstufe 2G grundsätzlich nicht ausschließen", so der CDU-Politiker in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Braun betonte auch: "Aber nur dann, wenn wir diese Überlastungszeichen im Gesundheitswesen sehen und das ist momentan nicht der Fall."

Über 100.000 Corona-Fälle als Berufskrankheit anerkannt 

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben seit Beginn der Coronavirus-Pandemie bis einschließlich August 2021 mehr als 100.000 Fälle von Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt. Das teilte ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, mit. Hinzu kommen über 10.000 Fälle, in denen eine Corona-Erkrankung als Arbeits- oder Schulunfall anerkannt wurde. Im ersten Halbjahr 2021 gab es deutlich mehr Berufskrankheiten, während Arbeits- und Wegeunfälle unter dem Niveau von 2019 blieben. "Diese Zahlen erinnern uns daran, welche Wucht das Coronavirus gerade in den kalten Monaten entfalten kann", sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy. Trotz umfassender Schutzmaßnahmen hätten sich viele Menschen bei der Arbeit angesteckt, vor allem im Gesundheitswesen.

Unternehmen im zweiten Corona-Jahr entspannter 

Die Unternehmen vertrauen laut einer Befragung des Kreditversicherers Coface wieder mehr auf die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden. So bieten Firmen ihren Abnehmern demnach im Vergleich zum Vorjahr deutlich häufiger Zahlungsziele an. Dieses gesteigerte Vertrauen werde mit einer verbesserten Zahlungsdisziplin belohnt: In den vergangenen 12 Monaten berichteten nur noch 59 Prozent von Zahlungsverzögerungen, ein Rückgang um 9 Punkte, so das Ergebnis der jährlichen Befragung zu Zahlungserfahrungen deutscher Unternehmen. Offen bleibe der Einfluss staatlicher Corona-Hilfen auf diese verbesserten Ergebnisse. 74 Prozent der über 800 befragten Unternehmen haben ihren Kunden in den vergangenen 12 Monaten ein Zahlungsziel eingeräumt - nach 62 Prozent zum Vorjahreszeitpunkt.

Corona bewirkt dauerhafte Veränderung beim Kauf von Lebensmitteln 

Die Corona-Krise hat das Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher auch im Lebensmittelsektor offenbar nachhaltig verändert. So bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet - vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Gegenüber 2020, als viele Menschen aufgrund schärferer Einschränkungen und fehlenden Impfschutzes den stationären Einzelhandel möglichst mieden, geht die Zahl der Online-Shopper um lediglich 4 Prozentpunkte zurück. "Die von der Corona-Krise angestoßenen Veränderungen sind auch im Lebensmitteleinzelhandel von Dauer", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Laut Umfrage bestellen 10 Prozent in Online-Hofläden oder haben Abos für Gemüsekisten. 8 Prozent kaufen im Online-Supermarkt wie rewe.de, bringmeister.de oder Amazon Fresh. 7 Prozent bestellen Lebensmittel auf Online-Plattformen wie Ebay. Genauso viele nutzen bereits die neuen Lieferdienste mit Sofortservice wie Gorillas und Flink.

Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/sha

(END) Dow Jones Newswires

September 14, 2021 09:35 ET (13:35 GMT)

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