DUBLIN (awp international) - Der irische Baustoffkonzern CRH wird nach Preiserhöhungen im US-Geschäft etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der operative Gewinn (Ebitda) soll nun 2023 um knapp 13 Prozent auf etwa 6,3 Milliarden US-Dollar (5,76 Mrd Euro) steigen, wie das Unternehmen am Dienstag in Dublin mitteilte. Zuvor hatte CRH 6,2 Milliarden Euro angepeilt.

Auch die beiden Konkurrenten Holcim aus der Schweiz und die deutsche Heidelberg Materials hatten erst jüngst nach einem überraschend profitablen Sommerquartal ihre Gewinnziele für das laufende Jahr angehoben.

Nach neun Monaten stehen bei CRH bereits 4,8 Milliarden Dollar als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in den Büchern, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den Umsatz steigerten die Iren in den ersten drei Quartalen bis Ende September um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 26,3 Milliarden Dollar. Dazu trugen vor allem höhere Preise und Zukäufe in den USA bei.

Von dem geplanten Gewinnanstieg sollen auch die Aktionäre profitieren. Das Management will die Dividende für 2023 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 1,33 Dollar je Aktie anheben.

Des Weiteren verkündete CRH einen Zukauf. Das Unternehmen wird das Zement- und Transportbetongeschäft des Wettbewerbers Martin Marietta Materials im US-Bundesstaat Texas für 2,1 Milliarden Dollar übernehmen. Das Portfolio werde 2023 voraussichtlich ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 170 Millionen Dollar erwirtschaften. Die Transaktion soll den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2024 vollzogen werden./mne/tav/jha/