--Daimler Truck hat sich mit Betriebsrat auf Stellenabbau geeinigt

--Kosten in Europa sollen um mehr als 1 Milliarde Euro gesenkt werden

--Produktion soll in Land mit Kostenvorteilen verlagert werden

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Von Markus Klausen

DOW JONES--Daimler Truck will im Zuge des Sparprogramms im margenschwachen Europageschäft in Deutschland signifikant Stellen abbauen. Bis zum Jahr 2030 sollen etwa 5.000 Jobs wegfallen, kündigte der DAX-Konzern anlässlich seines Kapitalmarkttages an. Gemäß einer bereits getroffenen Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat sollen natürliche Fluktuation und erweiterte Angebote zur vorzeitigen Altersteilzeit genutzt werden. Zudem sollen Abfindungspakete angeboten werden. Laut Webseite beschäftigte das Unternehmen per Jahresende 2024 in Deutschland etwa 35.500 Mitarbeiter.

Im gesamten Europageschäft sollen bei Mercedes-Benz Trucks in den kommenden Jahren die Kosten wie angekündigt um über 1 Milliarde Euro sinken. Der Großteil dessen soll bei den Materialkosten anfallen: Mehr als 600 Millionen Euro will Daimler Truck in Europa hier bis 2030 einsparen. Unter dem Strich soll dadurch die operative Rendite in den kommenden fünf Jahren in der Region um 150 Basispunkte gesteigert werden.

Der Restrukturierungsplan deckt sechs Kostensenkungsbereiche ab, neben dem Jobabbau auch eine Verlagerung von Produktionsvolumen in ein Land mit Kostenvorteilen.

Margenziel weiter zweistellig

Unter dem Strich soll somit in fünf Jahren im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen (Industriegeschäft) eine bereinigte Umsatzrendite von über 12 Prozent erzielt werden. "Wir haben die Strategie und wir schaffen eine Leistungskultur, um diese Ambition zu erreichen. Wenn wir es richtig machen, bringt uns das eine Profitabilität von mehr als 12 Prozent Umsatzrendite bis 2030", sagte CEO Karin Radström. Vergangenes Jahr lag die Rendite bei 8,9 Prozent. Beim Kapitalmarkttag vor zwei Jahren hatte der Konzern unter dem damaligen Chef Martin Daum für das Jahr 2030 einen Renditekorridor von 7 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt.

Andere Hersteller der Branche erzielen stetig zweistellige Renditen, wie etwa die kleineren Lkw-Produzenten Paccar oder Scania.

Zuwächse gegenüber den früheren Planungen peilt der Konzern nun in Nordamerika und im Busgeschäft an: Auf dem weltweit größten Lkw-Markt Nordamerika wird nun für 2030 mit einer bereinigten Rendite von 10 bis 14 Prozent gerechnet. Bisher wurden 9 bis 12 Prozent angepeilt. Im Busgeschäft liegt der Margenkorridor nun zwischen 7 und 11 Prozent, gegenüber 3 bis 9 Prozent der früheren Planung.

Die Daimler Truck Holding AG veranstaltet ihren Kapitalmarkttag 2025 am Dienstag im Lkw-Produktionswerk in Cleveland, North Carolina.

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July 08, 2025 09:43 ET (13:43 GMT)