Die EU-Regulierungsbehörden haben am Dienstag bei mehreren Online-Lebensmittellieferanten in zwei EU-Ländern eine Razzia durchgeführt, weil sie befürchten, dass sie gegen die EU-Vorschriften gegen Kartelle verstoßen haben könnten, wobei auch ihre Abwerbeverbote im Mittelpunkt standen.

Die Europäische Kommission, die weder die Unternehmen noch die EU-Länder nannte, erklärte, die laufenden Razzien im Morgengrauen stünden im Zusammenhang mit den Razzien vom Juli letzten Jahres.

"Der Umfang der Untersuchung, die sich ursprünglich auf angebliche Marktaufteilungen bezog, wurde nun auf zusätzliche Verhaltensweisen in Form von angeblichen Abwerbeverboten und dem Austausch von wirtschaftlich sensiblen Informationen ausgeweitet", so die EU-Wettbewerbshüter in einer Erklärung.

Das deutsche Unternehmen Delivery Hero und sein spanisches Unternehmen Glovo hatten die Razzien im vergangenen Jahr bestätigt.

Den Unternehmen drohen bei Verstößen gegen die EU-Kartellvorschriften Geldbußen in Höhe von bis zu 10 % ihres weltweiten Umsatzes. (Bericht von Foo Yun Chee)