Brüssel (Reuters) - Die EU-Wettbewerbshüter sind zu Razzien bei mehreren Essenslieferdiensten in zwei EU-Ländern ausgerückt.

Es bestehe der Verdacht, dass die Dienstleister gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen haben könnten, hieß es am Dienstag zur Begründung. Bereits im Juli 2022 hatten EU-Ermittler Büros von Lieferdiensten durchsucht. Bei den aktuellen Razzien sei es um weitere mögliche Verletzungen des Wettbewerbsrechts wie etwa den Austausch von Informationen unter Firmen gegangen, teilte die EU-Kommission nun mit. Namen der betroffenen Firmen nannte sie nicht. Delivery Hero und die spanische Tochter Glovo hatten im vergangenen Jahr Durchsuchungen bestätigt. Bei Verstößen gegen das EU-Wettbewerbsrecht kann die EU-Kommission Strafen in einer Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen.

(Bericht von Foo Yun Chee, Matthias Inverardi, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)