Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Deutsche Bank AG    DBK   DE0005140008

DEUTSCHE BANK AG

(DBK)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

WDH/Überraschend gutes drittes Quartal gibt Deutscher Bank Rückenwind

28.10.2020 | 08:50

(Im dritten Absatz, dritter Satz wurde ein Wort ausgetauscht: Kontrolle der Kosten rpt Kosten.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem überraschend guten dritten Quartal wächst bei der Deutschen Bank die Zuversicht. Trotz des beispiellosen Konjunktureinbruchs infolge der Corona-Krise sei Deutschlands größtes Geldhaus 2020 durchgehend profitabel gewesen, bilanzierte Konzernchef Christian Sewing am Mittwoch: "Nach neun Monaten beläuft sich unser Gewinn auf 846 Millionen Euro vor Steuern, sodass wir weiterhin zuversichtlich sind, auch für das Gesamtjahr ein positives Vorsteuerergebnis zu erreichen." Die Deutsche-Bank-Aktie konnte sich der Angst vor dem drohenden zweiten Lockdown in der Corona-Krise jedoch nicht entziehen.

Das Papier verlor am Morgen zeitweise rund fünf Prozent. Zuletzt erholte sich der Kurs aber spürbar und legte um 0,56 Prozent zu. Damit hielt sich die Aktie deutlich besser als der deutsche Leitindex Dax, der zu diesem Zeitpunkt mit 3,30 Prozent im Minus lag.

Dabei zeigten sich Branchenexperten von den Geschäftszahlen der Deutschen Bank positiv überrascht. Das Geldhaus habe ein starkes Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analystin Anke Reingen vom Analysehaus RBC. Sie wertete eine weiterhin gute Kontrolle der Kosten und die Fortschritte der Bank bei der Kapitalquote positiv. Das gegenwärtige Umfeld mache die Risiken jedoch nicht gerade kleiner.

Im dritten Quartal schnitt das Institut, das sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau befindet, besser ab als vom Management geplant und von Analysten erwartet: Vor Steuern stand ein Plus von 482 Millionen Euro in den Büchern, nach Steuern waren es 309 Millionen Euro. Davon müssen aber unter anderem noch Zinszahlungen an die Inhaber bestimmter Nachranganleihen abgezogen werden, sodass auf die Aktionäre des Frankfurter Dax-Konzerns ein Gewinn von 182 Millionen Euro entfiel. Ein Jahr zuvor hatte der im Juli 2019 eingeleitete Konzernumbau für tiefrote Zahlen gesorgt.

Mit dem radikalen Konzernumbau will die Deutsche Bank nach einer Serie von Verlustjahren wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Das lange verlustreiche Geschäft der hauseigenen Investmentbank wurde zurechtgestutzt, aus dem weltweiten Aktienhandel zog sich die Bank zurück. Sewing will die Kosten deutlich nach unten drücken und peilt für das Jahr 2022 eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent an.

Laut Finanzvorstand James von Moltke ist dem Management die Senkung der Kosten wichtiger als der genaue Umfang der abzubauenden Arbeitsplätze. Dabei sei es dem Vorstand recht, wenn die Bank einzelne Geschäftseinheiten mitsamt den Beschäftigten verkaufen kann. Die Menschen verließen dann zwar den Konzern, behielten aber ihre Jobs, sagte der Manager in einer Telefonkonferenz.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt die Deutsche Bank, ihre IT-Tochter Postbank Systems mit 1400 Mitarbeitern an den indischen Softwareanbieter Tata Consultancy Services zu verkaufen. Finanzchef von Moltke wollte dies nicht kommentieren.

Insgesamt will die Deutsche Bank die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern bis Ende 2022 um etwa 18 000 auf weltweit 74 000 verringern. Ende September 2020 lag die Zahl der Vollzeitstellen bei 86 984. Im Heimatmarkt Deutschland will das Institut jede fünfte Filiale streichen und das Netz auf 400 Standorte schrumpfen.

"Im fünften Quartal unserer Transformation haben wir neben unserer Kostendisziplin auch gezeigt, dass wir Marktanteile gewinnen können", sagte Sewing. "Unser fokussiertes Geschäftsmodell zahlt sich aus, und wir erwarten, dass sich ein erheblicher Teil unserer Ertragssteigerungen als nachhaltig erweisen wird." Analysten hatten im Schnitt für den Drei-Monats-Zeitraum Juli bis September 2020 unter dem Strich mit einem Verlust gerechnet.

Das positive Abschneiden im dritten Quartal lag unter anderem an gestiegenen Erträgen: Hier erwies sich das Investmentbanking als wichtige Stütze, während die Erträge in der Privatkundenbank stagnierten und die Sparte sogar in die roten Zahlen rutschte.

Auch der eingeleitete Sparkurs trug zum positiven Zwischenergebnis bei, ebenso wie die Tatsache, dass die Deutsche Bank mit 273 Millionen Euro deutlich weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurücklegte als in den ersten beiden Quartalen. Seit Jahresbeginn hat der Dax-Konzern gut 1,5 Milliarden Euro in die Risikovorsorge für gefährdete Darlehen gesteckt - mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben bei Banken in aller Welt Sorgen ausgelöst, dass von der Krise gebeutelte Kreditnehmer ihre Darlehen nicht zurückzahlen können.

"Wir haben im dritten Quartal unsere Erträge im Vorjahresvergleich um 13 Prozent gesteigert und gleichzeitig die Ausgaben um 10 Prozent gesenkt", schrieb Sewing in einer Nachricht an die Belegschaft. "So sind wir auf einem guten Weg zu unserem Renditeziel für 2022." Im laufenden Jahr sollen die Kosten der Bank auf 19,5 Milliarden Euro sinken. Das wären 3,3 Milliarden weniger als Jahr 2018. Sewing sieht die Bank "voll auf Kurs" zu diesem Ziel.

Die börsennotierte Fondstochter DWS profitierte unterdessen weiter von Kostensenkungen und hohen Mittelzuflüssen. Im dritten Quartal kletterte ihr Gewinn unter dem Strich im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 151 Millionen Euro. Die Gesamterträge der DWS lagen mit 558 Millionen Euro leicht unter den 560 Millionen Euro aus dem Vorjahr, während die um Sonderposten bereinigten Kosten dank Personaleinsparungen um 12 Prozent auf 342 Millionen Euro zurückgingen. Das mittelfristige Ziel, die Aufwands-Ertrags-Quote unter 65 Prozent zu bringen, sei damit dieses Jahr bereits erreichbar und damit ein Jahr früher als geplant, hieß es vom DWS-Management um Vorstandschef Asoka Wöhrmann./stw/ben/men/jha/


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DAX -0.57%13817.18 verzögerte Kurse.1.37%
DEUTSCHE BANK AG -1.55%9.01 verzögerte Kurse.2.36%
DWS GROUP GMBH & CO. KGAA -1.03%34.225 verzögerte Kurse.-0.63%
TATA CONSULTANCY SERVICES 0.89%3303.1 verzögerte Kurse.14.36%
Alle Nachrichten auf DEUTSCHE BANK AG
21.01.Credit Suisse hebt Ziel für Deutsche Bank an - 'Underperform'
DP
21.01.Deutsche Bank belässt BHP Group auf 'Hold' - Ziel 2050 Pence
DP
20.01.Deutsche Bank hebt Ziel für Carl Zeiss Meditec auf 140 Euro - Buy
DP
20.01.Deutsche Bank belässt Alstom auf 'Hold' - Ziel 47 Euro
DP
20.01.Deutsche Bank belässt Telefonica Deutschland auf 'Buy'
DP
20.01.Deutsche Bank belässt Hella auf 'Hold' - Ziel 50 Euro
DP
20.01.Commerzbank lagert Anwendungen in Microsoft-Cloud aus
RE
20.01.DEUTSCHE BANK : steht unbefristeter Streik in Callcentern bevor
RE
20.01.DEUTSCHE BANK : Deutschlands Kampf gegen das Coronavirus – Update
PU
20.01.PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu DEUTSCHE BANK AG
08:00VACCINE RACES AND CURRENCY WARS : Mike Dolan
RE
00:27Ford, GM Stocks Rally on Electric-Vehicle Enthusiasm -- 2nd Update
DJ
21.01.S&P, Nasdaq close at record highs on optimism about Biden stimulus plan
RE
21.01.Ford, GM Stocks Rally on Electric-Vehicle Enthusiasm -- Update
DJ
21.01.Fosun Unit Fortune Star Eyes Redemption of $500 Million Bonds Due 2022
MT
20.01.DEUTSCHE BANK : Behind the Headlines
PU
20.01.ANALYSIS : A 'buy' is just a tap away - stock market dabblers drive trading boom..
RE
20.01.Fosun International Unit to Buy Back Singapore-Listed Bonds Due 2022
MT
20.01.Kaisa Group Sells $300 Million More of Its Outstanding 10.875% Bonds Due 2023
MT
19.01.Deutsche Bank aims for 1.8 billion euro bonus pool, Handeslblatt reports
RE
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 23 688 Mio 28 826 Mio 25 502 Mio
Nettoergebnis 2020 -298 Mio -363 Mio -321 Mio
Nettoliquidität 2020 34 913 Mio 42 485 Mio 37 587 Mio
KGV 2020 -65,2x
Dividendenrendite 2020 -
Marktkapitalisierung 18 911 Mio 22 966 Mio 20 359 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 -0,68x
Marktkap. / Umsatz 2021 -1,01x
Mitarbeiterzahl 86 984
Streubesitz 92,8%
Chart DEUTSCHE BANK AG
Dauer : Zeitraum :
Deutsche Bank AG : Chartanalyse Deutsche Bank AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DEUTSCHE BANK AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung REDUZIEREN
Anzahl Analysten 24
Mittleres Kursziel 7,78 €
Letzter Schlusskurs 9,16 €
Abstand / Höchstes Kursziel 41,9%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -15,1%
Abstand / Niedrigstes Ziel -56,3%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
NameTitel
Christian Sewing Chief Executive Officer
Karl von Rohr President
Paul Achleitner Chairman-Supervisory Board
Frank Kuhnke Chief Operating Officer
James von Moltke Chief Financial Officer
Branche und Wettbewerber