1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. Deutsche Börse AG
  6. News
  7. Übersicht
    DB1   DE0005810055   581005

DEUTSCHE BÖRSE AG

(DB1)
  Bericht
Realtime-Estimate Tradegate  -  16:39 09.08.2022
175.75 EUR   +0.57%
02.08.RBC hebt Ziel für Deutsche Börse auf 167 Euro - 'Sector Perform'
DP
01.08.DEUTSCHE BÖRSE AG : Start der Bewegung
MS
29.07.DEUTSCHE BÖRSE : Außerordentliche Free Float-Anpassung der Deutsche EuroShop AG im SDAX
PU
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

FDP-Minister wollen Aktien in Deutschland attraktiver machen

29.06.2022 | 15:59

(neu: Reaktion Deutsche Börse.)

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket wollen die FDP-Bundesminister Christian Lindner (Finanzen) und Marco Buschmann (Justiz) Aktien in Deutschland attraktiver machen. "Wir wollen eine Aktienkultur in Deutschland stärken", sagte Lindner am Mittwoch in Berlin. "Wertpapiere sind nicht etwas für Millionäre, Wertpapiere sind etwas für Millionen." Dazu müssten aber die Rahmenbedingungen verbessert werden. So solle ein höherer Freibetrag geschaffen werden für Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Aktienfonds im Privatvermögen.

Die FDP-Minister legten Eckpunkte für eine Modernisierung des Kapitalmarkts vor. Diese sind aber innerhalb der Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP noch nicht geeint. Ziel sei eine Umsetzung im kommenden Jahr, sagte Lindner.

Konkret planen Lindner und Buschmann, dass aufstrebende Firmen (Start-ups) leichter Zugang zu Kapital bekommen sollen. Die steuerlichen Rahmenbedingungen für eine stärkere Teilhabe der Arbeitnehmer am Erfolg ihres Unternehmens sollen verbessert werden. Der Freibetrag für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen soll von derzeit 1440 Euro auf 5000 Euro erhöht werden. Auch die Arbeitnehmer-Sparzulage bei der Anlage vermögenswirksamer Leistungen in Vermögensbeteiligungen soll steigen. Die Aktien- und Vermögensanlage solle steuerlich attraktiver gemacht werden, sagte Buschmann.

Im Vergleich etwa zu angelsächsischen Ländern halten die Menschen in Deutschland vergleichsweise wenig Aktien. Im Durchschnitt des Jahres 2021 hatten nach Zahlen des Deutschen Aktieninstituts knapp 12,07 Millionen Menschen hierzulande Aktien, Aktienfonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) im Depot. 17,1 Prozent der Bevölkerung waren demnach am Aktienmarkt investiert und damit etwa jeder Sechste ab 14 Jahren. In anderen Industrieländern ist die Aktionärsquote teils deutlich höher, in den USA beispielsweise fördert der Staat die Altersvorsorge über den Kapitalmarkt stärker.

Lindner und Buschmann betonten, Deutschland stehe vor der gewaltigen Aufgabe, den digitalen Wandel und den Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu gestalten. Dies könne nur gelingen, wenn neben umfangreichen öffentlichen Mitteln, die der Staat bereitstelle, ausreichend privates Kapital mobilisiert werden könne. Dafür müsse der Kapitalmarkt leistungsfähiger aufgestellt und der deutsche Finanzstandort attraktiver werden. "Der Kapitalmarkt ist der Motor der Veränderung", sagte Bundesfinanzminister Lindner.

Die Eckpunkte sehen auch vor, dass die Möglichkeit der Ausgabe von Aktien als elektronische Wertpapiere geschaffen wird. "Das digitale Zeitalter werden wir künftig auch für Aktien anbrechen lassen", sagte Bundesjustizminister Buschmann.

Das Aktieninstitut begrüßte die Initiative. "Wir müssen unseren Unternehmen dringend mehr Kapital zur Verfügung stellen, damit sie Lösungen zur Bewältigung von Herausforderungen wie der Digitalisierung und des Klimawandels finden können", ließ Institutschefin Christine Bortenlänger mitteilen.

Nach Ansicht von Deutsche-Börse-Vorstand Thomas Book bieten die Vorschläge eine sehr gute Grundlage, um das Potenzial des deutschen Kapitalmarkts für Zukunftsinvestitionen zu nutzen: "Jetzt kommt es darauf an, schnell zu handeln. Als Deutsche Börse stehen wir jederzeit bereit, unseren Beitrag zu leisten."

Lob kam auch vom Bundesverband deutscher Banken (BdB). "Deutschland steht vor einem Jahrzehnt der Investitionen. Um diese Herausforderung zu stemmen, brauchen wir privates Kapital und einen starken Finanzmarkt", kommentierte BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig. "Neben den nationalen Rahmenbedingungen ist und bleibt aber die europäische Kapitalmarktunion entscheidend für einen wettbewerbsfähigen Finanzmarkt. Hier muss Deutschland vorangehen."

Bei der Kapitalmarktunion geht es im Kern darum, bürokratische Hürden zwischen den einzelnen Staaten der Europäischen Union abzubauen, um Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, sich Geld zu beschaffen. Verbraucher sollen zudem mehr Möglichkeiten für grenzüberschreitende Geldanlagen bekommen. Kredite und Finanzierungen werden in Europa - im Gegensatz zu den USA - hauptsächlich von Banken vergeben. Pläne der EU-Kommission für eine Kapitalmarktunion liegen seit September 2015 auf dem Tisch, doch die Umsetzung stockt./hoe/ben/DP/men


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DEUTSCHE BÖRSE AG 0.40%175.7 verzögerte Kurse.18.80%
FLATEXDEGIRO AG -1.87%10.48 verzögerte Kurse.-47.18%
UNITED PARCEL SERVICE INC 0.30%196.575 verzögerte Kurse.-8.51%
Alle Nachrichten zu DEUTSCHE BÖRSE AG
02.08.RBC hebt Ziel für Deutsche Börse auf 167 Euro - 'Sector Perform'
DP
29.07.DEUTSCHE BÖRSE : Außerordentliche Free Float-Anpassung der Deutsche EuroShop AG im SDAX
PU
29.07.Barclays erhöht Ziel für Deutsche Börse - 'Equal Weight'
DP
29.07.Credit Suisse hebt Deutsche-Börse-Ziel auf 178 Euro - 'Neutral'
DP
28.07.EURONEXT-CEO WARNT : Schnallen Sie sich an für eine holprige Fahrt
MR
28.07.Deutsche Bank hebt Ziel für Deutsche Börse auf 198 Euro - 'Buy'
DP
27.07.MÄRKTE EUROPA/Anleger vorsichtig optimistisch vor Fed-Zinserhöhung
DJ
27.07.XETRA-SCHLUSS/Freundlich vor Fed-Zinsanhebung - Berichtssaison tobt
DJ
27.07.DZ Bank belässt Deutsche Börse auf 'Kaufen'
DP
27.07.MÄRKTE EUROPA/Freundliche Tendenz vor Zinsentscheid in den USA
DJ
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen
News auf Englisch zu DEUTSCHE BÖRSE AG
04.08.DEUTSCHE BÖRSE : Clearstream and Pirum offer new collateral interoperability
PU
03.08.DEUTSCHE BÖRSE : July 2022 figures at Eurex
PU
29.07.DEUTSCHE BÖRSE : Unscheduled free float adjustment for Deutsche EuroShop AG in SDA
PU
28.07.Clearstream opens cash correspondent account with Raiffeisenbank Moscow
RE
28.07.Fasten your seatbelts for a bumpy ride, Euronext CEO warns
RE
27.07.Deutsche Börse AG Provides Earnings Guidance for the Year 2022
CI
27.07.TRANSCRIPT : Deutsche Börse AG, Q2 2022 Earnings Call, Jul 27, 2022
CI
26.07.Deutsche Börse AG Reports Earnings Results for the Half Year Ended June 30, 2022
CI
26.07.Deutsche Börse's H1 Earnings Growth Beats Estimates on Increased Trading Activity
MT
26.07.Deutsche Boerse Q2 profit grows 10%, beats expectations
RE
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen auf Englisch
Analystenempfehlungen zu DEUTSCHE BÖRSE AG
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 4 069 Mio 4 158 Mio 3 965 Mio
Nettoergebnis 2022 1 424 Mio 1 456 Mio 1 388 Mio
Nettoverschuldung 2022 2 092 Mio 2 138 Mio 2 038 Mio
KGV 2022 22,6x
Dividendenrendite 2022 2,12%
Marktwert 32 088 Mio 32 793 Mio 31 268 Mio
Marktwert / Umsatz 2022 8,40x
Marktwert / Umsatz 2023 7,72x
Mitarbeiterzahl 10 620
Streubesitz 96,6%
Chart DEUTSCHE BÖRSE AG
Dauer : Zeitraum :
Deutsche Börse AG : Chartanalyse Deutsche Börse AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends DEUTSCHE BÖRSE AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 19
Letzter Schlusskurs 174,75 €
Mittleres Kursziel 187,82 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 7,48%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Theodor Weimer Chief Executive Officer
Gregor Pottmeyer Chief Financial Officer
Martin Jetter Chairman-Supervisory Board
Christoph Böhm Chief Operating & Information Officer
Mareike Sich Head-Financial, Corporate & IT
Branche und Wettbewerber