Dow Inc. hat bekannt gegeben, dass der Vorstand des Unternehmens die endgültige Investitionsentscheidung für das Fort Saskatchewan Path2Zero Projekt getroffen hat, um die weltweit erste integrierte Ethylen-Cracker- und Derivate-Anlage in Alberta, Kanada, zu bauen, die keine Scope 1 und 2 Emissionen verursacht. Das 6,5-Milliarden-Dollar-Projekt (ohne staatliche Anreize und Subventionen) umfasst den Bau einer neuen Ethylen-Krackanlage und die Erhöhung der Polyethylen-Kapazität um 2 Millionen MTAiii sowie die Umrüstung der bestehenden Krackanlage auf Netto-Null-Emissionen nach Scope 1 und 2. Es wird erwartet, dass die Investition bei voller Auslastung über den Konjunkturzyklus hinweg ein jährliches EBITDA-Wachstum von 1 Milliarde US-Dollar ermöglicht und gleichzeitig 20% der weltweiten Ethylenkapazität von Dow dekarbonisiert.

Diese neue Kapazität wird Dow in die Lage versetzen, die wachsende Kundennachfrage in hochwertigen Märkten wie z.B. Verpackung, Infrastruktur und Hygiene zu befriedigen, wobei ein zusätzlicher Wert durch die Vermarktung von emissionsarmen und emissionsfreien Produkten erzielt werden kann. Das Projekt baut auf der Erfahrung von Dow bei der erfolgreichen Umsetzung von Großprojekten auf, wie z.B. dem TX-9 Cracker in Freeport, Texas, der seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2017 eine Rendite von mehr als 15% auf das investierte Kapital erwirtschaftet hat, da die Kapitalintensität, die Umwandlungskosten und die niedrige Emissionsintensität führend sind. Die Genehmigung des Vorstands ermöglicht dem Unternehmen den Baubeginn im Jahr 2024.

Es wird erwartet, dass die Kapazitätserweiterungen in mehreren Phasen in Betrieb genommen werden, wobei die erste Phase im Jahr 2027 mit einer zusätzlichen Ethylen- und Polyethylenkapazität von ca. 1.285 KTAiv beginnt und die zweite Phase im Jahr 2029 mit einer zusätzlichen Kapazität von ca. 600 KTA. Um die Scope 1- und 2-Emissionen auf Null zu reduzieren, wird das Fort Saskatchewan Path2Zero Projekt Lindes Luftzerlegungs- und autotherme Reformertechnologie einsetzen, um die Abgase der Krackanlage in Wasserstoff umzuwandeln, der als sauberer Brennstoff für die Versorgung der Öfen des Standorts verwendet wird. Darüber hinaus werden Kohlendioxidemissionen aufgefangen und gespeichert, wodurch die bestehenden Emissionen um ca. 1 Million Tonnen CO2e reduziert und gleichzeitig alle Emissionen aus der neuen Kapazität des Standorts vermieden werden.