Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. E.ON SE
  6. News
  7. Übersicht
    EOAN   DE000ENAG999   ENAG99

E.ON SE

(EOAN)
  Bericht
verzögerte Kurse. Verzögert Xetra - 26.11. 17:35:17
10.802 EUR   -2.32%
26.11.Barclays belässt Eon auf 'Overweight' - Ziel 12 Euro
DP
26.11.Goldman belässt Eon auf 'Buy' - Ziel 13 Euro
DP
26.11.PINKWART : Bei früherem Kohleausstieg Fördermittel schnell zahlen
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Behörde senkt Rendite für Netzbetreiber - Kritik aus Energiebranche

20.10.2021 | 15:17

BONN (dpa-AFX) - Mit neuen Renditen für Netzbetreiber hat die Bundesnetzagentur ein Signal der Entspannung für die Strom- und Gaspreise gegeben. Die Regulierungsbehörde veröffentlichte am Mittwoch in Bonn sogenannte Eigenkapitalzinssätze, die Netzbetreiber bekommen. Diese Rendite wird sinken, das steht nun fest. Wirksam werden die neuen Vorgaben 2023 beim Strom und 2024 beim Gas.

Dann könnten die von den Endkunden getragenen Netzentgelte etwas geringer ausfallen - vorausgesetzt es kommt zu keinem starken Anstieg von Kosten, welche die Betreiber in Rechnung stellen dürfen. Ein weiterer Kostenzuwachs ist durchaus möglich, weil der Ausbau der Netze und die Maßnahmen zur Systemsicherheit teuer sind.

Das Netzentgelt macht derzeit etwa ein Viertel der Energiepreise für die Haushalte aus. Laut Bundesnetzagentur betrug das Netzentgelt beim Strom im vergangenen Jahr für Haushalte durchschnittlich 7,50 Cent pro Kilowattstunde und beim Gas 1,56 Cent.

Als Grund für die Senkung des Zinssatzes nannte die Behörde die allgemeinen Niedrigzinsen. "Die gesunkenen Zinssätze spiegeln das geringere Zinsniveau an den Kapitalmärkten wider", erklärte Netzagentur-Chef Jochen Homann. Investitionen in die Netze blieben trotzdem "dauerhaft attraktiv". Zugleich wies er darauf hin, dass die Renditen der Betreiber von den Netznutzern bezahlt werden, also von Verbrauchern, Industrie und Gewerbe. "Diese dürfen nicht unnötig belastet werden."

Der Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen sinkt nach der Behördenentscheidung von derzeit 6,91 Prozent vor Körperschaftssteuer auf 5,07 Prozent und bei Altanlagen von 5,12 auf 3,51 Prozent. Diese Verzinsung macht nur einen Teil der Netzentgelte aus. Den größten Batzen machen Kosten für Bau, Betrieb und Instandhaltung aus.

Die Senkung des Zinssatzes führt Branchenkreisen zufolge dazu, dass Netzbetreiber binnen fünf Jahren knapp zwei Milliarden Euro weniger bekommen als sie nach dem alten Zinssatz erhalten hätten. Um diesen Betrag werden also Unternehmen und Privatleute binnen fünf Jahren entlastet.

Aus der Energiebranche kam Kritik. Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nannte die geringere Rendite "ein völlig falsches Signal". "Dieser Zinssatz gefährdet die Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber und die Investitionen in die Netzinfrastruktur, die für Klimaschutz und Versorgungssicherheit notwendig sind", erklärte die Verbandschefin und betonte, dass die Netze "das Rückgrat der Energiewende" seien. Der Energiekonzern EnBW wies darauf hin, dass man im europäischen Vergleich wegen der Energiewende in Deutschland den größten Investitionsbedarf in Netze habe. "Wir bekommen nun aber eine im europäischen Vergleich extrem niedrige Kapitalverzinsung." Das passe nicht zusammen.

Es gibtauch ganz andere Sichtweisen. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) vertritt Strom- und Gaslieferanten, die kein eigenes Netz haben und Durchleitungsgebühren für die Netznutzung zahlen. BNE-Geschäftsführer Robert Busch nannte es "enttäuschend, dass die Bundesnetzagentur die Chance verspielt, Verbraucher, Industrie und Gewerbe deutlicher zu entlasten". Überhöhte Netzrenditen machten den Strom nun weiterhin unnötig teuer. "Gerade in Zeiten steigender Energiepreise muss jeder Spielraum genutzt werden, um staatlich veranlasste oder regulierte Bestandteile beim Strompreis zu reduzieren", sagte Busch.

Busch verwies auf ein von seinem Verband und vom Energieversorger Lichtblick in Auftrag gegebenes Gutachten, demzufolge ein Kapitalmarktzins von nur 3,79 Prozent bei Neuanlagen und damit 1,28 Prozentpunkte weniger als jetzt beschlossen angebracht gewesen wäre. "Netz-Investitionen wären auch bei einer wesentlich deutlicheren Senkung noch immer ein lukratives Geschäft für die Betreiber."

Auch Verbraucherschützer schüttelten mit dem Kopf. Die neuen Zinssätze seien viel zu hoch, sagte Thomas Engelke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der Verbraucher müsse auch künftig viel zu tief in die Tasche greifen als dies für einen funktionierenden Netzausbau nötig sei.

Den einen ist die Senkung also zu stark, den anderen ist sie zu schwach. Aus Sicht der Grünen-Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle wurde hingegen ein guter Mittelweg gefunden. "Die aktuelle Rendite sichert meiner Einschätzung nach die Finanzierung des Netzausbaus, ohne Verbraucherinteressen zu ignorieren", sagte die Politikerin./wdw/DP/stw


© dpa-AFX 2021
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
E.ON SE -2.32%10.802 verzögerte Kurse.19.17%
ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG 1.05%77 verzögerte Kurse.37.50%
RWE AG -2.43%34.11 verzögerte Kurse.-1.33%
UNIPER SE -3.34%37.86 verzögerte Kurse.34.07%
Alle Nachrichten zu E.ON SE
26.11.Barclays belässt Eon auf 'Overweight' - Ziel 12 Euro
DP
26.11.Goldman belässt Eon auf 'Buy' - Ziel 13 Euro
DP
26.11.PINKWART : Bei früherem Kohleausstieg Fördermittel schnell zahlen
DP
25.11.MÄRKTE EUROPA/Versorger schalten mit Ampelkoalition in Berlin auf Grün
DJ
25.11.XETRA-SCHLUSS/DAX fährt an Thanksgiving kleines Plus ein
DJ
25.11.MÄRKTE EUROPA/Ruhiger Handel an Thanksgiving
DJ
25.11.Energiewirtschaft - Ampel muss rasch Weg für Investitionen ebnen
RE
25.11.KOHLEAUSSTIEG : Mibrag will Klarheit, CDU warnt vor Jobabbau
DP
25.11.Wie kommt der Wettbewerb an die Ladesäule?
DP
25.11.Haseloff kritisiert vorzeitigen Kohleausstieg
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu E.ON SE
25.11.Germany's ambitious energy plan hinges on speed, industry warns
RE
25.11.Business responds to German coalition deal
RE
25.11.QUOTES-Business responds to German coalition deal
RE
25.11.QUOTES-Business responds to German coalition deal
RE
24.11.Energy policy goals of Germany's next government
RE
24.11.Italy's Enel cranks up spending to become carbon-free by 2040
RE
23.11.E.ON targets up to $4.5 billion in proceeds from portfolio adjustments
RE
23.11.E.ON Unveils New Targets for 2026; Extends Dividend Policy --Update
DJ
23.11.German Electric Utility E.ON Sets New Financial Targets for 2026
MT
22.11.E.ON to invest $30 bln in grids and retail, shares fall
RE
Weitere Nachrichten auf Englisch
Analystenempfehlungen zu E.ON SE
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2021 62 203 Mio 70 395 Mio 64 940 Mio
Nettoergebnis 2021 1 935 Mio 2 190 Mio 2 020 Mio
Nettoverschuldung 2021 36 874 Mio 41 730 Mio 38 496 Mio
KGV 2021 13,9x
Dividendenrendite 2021 4,54%
Marktkapitalisierung 28 165 Mio 31 871 Mio 29 404 Mio
Marktkap. / Umsatz 2021 1,05x
Marktkap. / Umsatz 2022 1,02x
Mitarbeiterzahl 76 086
Streubesitz 83,7%
Chart E.ON SE
Dauer : Zeitraum :
E.ON SE : Chartanalyse E.ON SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends E.ON SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralNeutralAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 24
Letzter Schlusskurs 10,80 €
Mittleres Kursziel 12,07 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 11,7%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Leonhard Birnbaum Chairman-Management Board
Marc Spieker Chief Financial Officer
Karl-Ludwig Kley Chairman-Supervisory Board
Markus Nitschke Head-Technology & Innovation, Sustainable Cities
Karen Maria Alida de Segundo Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
E.ON SE19.17%32 327
NATIONAL GRID PLC16.42%48 530
ELECTRICITÉ DE FRANCE-1.01%45 183
SEMPRA-4.50%40 086
ABU DHABI NATIONAL ENERGY COMPANY PJSC-16.67%36 733
ENGIE5.66%35 844