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ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG

(EBK)
  Bericht
Realtime-Estimate Tradegate  -  17:36:23 07.02.2023
84.00 EUR   +0.24%
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RWE fordert Schadenersatz von Gazprom

06.12.2022 | 07:07
Ein Blick von außen auf die Zentrale der RWE AG in Essen.

Düsseldorf (Reuters) - Nach dem Energiekonzern Uniper fordert auch der Essener Versorger RWE wegen ausbleibender Gaslieferungen Schadenersatz von dem russischen Gazprom-Konzern.

RWE habe deshalb ein Schiedsverfahren gegen Gazprom eingeleitet, bestätigte das Unternehmen am Montag einen Bericht des "Handelsblatts". Details nannte RWE nicht.

Uniper hatte in der vergangenen Woche gegen Gazprom ein Schiedsgerichtsverfahren in Stockholm eingeleitet, vor dem der Fall nach Schweizer Recht verhandelt werden soll. Der vor der Verstaatlichung stehende Konzern hatte den finanziellen Schaden, der dem Unternehmen durch teure Ersatzbeschaffungen für russisches Gas entstanden sei, auf 11,6 Milliarden Euro beziffert. Uniper ist der mit Abstand größte deutsche Kunde von Gazprom. Der Streitwert im Fall von RWE dürfte daher deutlich geringer sein. Das "Handelsblatt" zitierte den Analysten Guido Hoymann von der Metzler Bank mit der Einschätzung, dass es bei RWE um Verluste unter einer Milliarde Euro gehen dürfe.

Gazprom hatte die Forderungen Unipers postwendend zurückgewiesen. Der russische Gasriese teile die Rechtsauffassung Unipers nicht. Damit ist offen, ob es überhaupt zu einem Verfahren kommt. Uniper-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach zufolge müssen beide Parteien sich auf einen Schiedsrichter einigen. Man sei es aber den Aktionären, den Mitarbeitern und den deutschen Steuerzahlern schuldig, den Rechtsweg zu beschreiten. Notfalls ziehe Uniper auch vor deutsche Gerichte.

Der ebenfalls schwer vom russischen Lieferstopp gebeutelte Leipziger Gaskonzern VNG wollte sich nicht dazu äußern, ob er ebenfalls ein Verfahren gegen Gazprom anstrebt. "Wir prüfen natürlich alle Optionen und bewerten diese, um Schaden im größtmöglichen Umfang zu begrenzen", erklärte die EnBW-Tochter auf Nachfrage.

(Bericht von Tom Käckenhoff, Christoph Steitz, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


© Reuters 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG 0.00%83.8 verzögerte Kurse.-3.68%
GAZPROM 0.04%198 Schlusskurs.0.00%
RWE AG -0.76%40.47 verzögerte Kurse.-1.95%
UNIPER SE -1.29%2.918 verzögerte Kurse.14.22%
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Finanzkennziffern
Umsatz 2021 32 368 Mio 34 752 Mio 32 231 Mio
Nettoergebnis 2021 363 Mio 390 Mio 362 Mio
Nettoverschuldung 2021 4 704 Mio 5 050 Mio 4 684 Mio
KGV 2021 56,7x
Dividendenrendite 2021 1,45%
Marktwert 22 698 Mio 24 369 Mio 22 601 Mio
Marktwert / Umsatz 2020 1,20x
Marktwert / Umsatz 2021 0,78x
Mitarbeiterzahl 24 820
Streubesitz 0,37%
Chart ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
Dauer : Zeitraum :
EnBW Energie Baden-Württemberg AG : Chartanalyse EnBW Energie Baden-Württemberg AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralNeutral
Ergebnisentwicklung
Vorstände und Aufsichtsräte
Andreas A. Schell Chief Executive Officer
Thomas Andreas Kusterer Chief Financial Officer
Lutz Peter Feldmann Chairman-Supervisory Board
Bernd-Michael Zinow Member-Supervisory Board
Andreas Schweinberger Head-Compliance
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG-3.68%24 369
NEXTERA ENERGY-9.68%150 051
DUKE ENERGY CORPORATION-1.15%78 400
SOUTHERN COMPANY-4.92%73 853
IBERDROLA, S.A.-2.20%71 947
ENEL S.P.A.6.94%58 675