Zürich (awp) - Die Bank Julius Bär baut im laufenden Jahr 250 Arbeitsplätze ab. Der Abbau erfolgt zwar im Rahmen des laufenden Sparprogramms, die Privatbank hat ihr Bruttoeinsparziel bis 2025 aber um 10 Millionen auf 130 Millionen erhöht.

Der Arbeitsplatzabbau wird zum Teil über freiwillige Abgänge oder Redundanzen erfolgen, wie eine Julius Bär-Sprecherin am Donnerstag gegenüber AWP sagte. Allerdings werde es auch zu Entlassungen kommen. Zuvor hatte das Portal "Inside Paradeplatz" über die Stellenstreichungen berichtet.

Abgebaut werden solle vor allem Stellen im Bereich des "Back Office", zudem dürfte es Synergien aus der Zusammenlegung einer Division geben, wie Finanzchefin Evie Kostakis an einer Investorenkonferenz zum Jahresergebnis 2023 sagte. Insgesamt beschäftigte Julius Bär per Ende 2023 7435 Mitarbeitende.

Die Bank habe insgesamt noch viel Arbeit vor sich, um die angestrebten Finanzziele für 2025 zu erreichen, erklärte die Finanzchefin weiter. Der Umfang des Kostensparprogramms werde daher noch erhöht: Bereits 2024 sollen die Kosten 120 Millionen und 2025 dann 130 Millionen Franken tiefer ausfallen als 2022. Allerdings dürften zunächst im laufenden Jahr noch 20 Millionen an Restrukturierungkosten anfallen.

Weiter ausbauen will die Bank allerdings die Zahl ihrer Kundenberaterinnen und Kundenberater, nachdem diese bereits 2023 netto um 95 Personen zugenommen hatte. Im laufenden Jahr rechnet die Finanzchefin mit einem weiteren Anstieg um 60 bis 65 "Relationship Managers". Diese sollen mittelfristig für einen steigenden Neugeldzufluss sorgen: Die Bank erwartet, dass die neu angestellten Berater nach 3 bis 4 Jahren ihr volles Potential ausschöpfen.

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