Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BAHN - Das Bundeskartellamt fordert mehr Konkurrenz für die Deutsche Bahn. "Mehr Wettbewerb auf der Schiene ist gut", sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt, der Süddeutschen Zeitung. "Die Deutsche Bahn hat viele subtile Möglichkeiten, Wettbewerb zu behindern. Das sollte man ändern", fügte er an. Eine Trennung von Netz und Bahnbetrieb sei das richtige Modell. Die Monopolkommission, ein Beratergremium der Bundesregierung, fordert das schon seit längeren. Die geplante Umstrukturierung und Schaffung einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft innerhalb des Bahnkonzerns könne da nur der erste Schritt sein. (Süddeutsche Zeitung)

FRAPORT - Fraport-CEO Stefan Schulte verspricht ein Ende der Durststrecke. Der Flughafenbetreiber hat derzeit milliardenschwere Investitionen zu stemmen, vor allem für den Bau des Terminals 3 am Flughafen Frankfurt, aber auch im internationalen Geschäft. Ist das abgearbeitet, soll der freie Cashflow sprudeln und wieder eine Dividende gezahlt werden, wie Schulte im Gespräch mit der Börsen-Zeitung sagte. (Börsen-Zeitung)

BIONTECH - Biontech investiert über die nächsten zehn Jahre etwa eine Milliarde Pfund in Großbritannien. "Wir machen das Land zum besten Ort der Welt für Investitionen und Geschäfte", sagte Premierminister Rishi Sunak auf dem Global Investment Summit in der Nähe von London. Dort gab der Politiker am Montag neue Auslandsinvestitionen in Höhe von insgesamt 29,5 Milliarden Pfund bekannt. Biontech will damit seine Forschung und Entwicklung mit einem neuen Labor in Cambridge und sein Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) in London ausbauen. Dort hat das Mainzer Biotech-Unternehmen in diesem Jahr das KI-Start-up Instadeep für 500 Millionen Euro übernommen. (Handelsblatt)

CARL ZEISS - Der Optikkonzern Carl Zeiss hat vor allem dank seiner Halbleitersparte einen weiteren großen Umsatzsprung um über 1,3 Milliarden Euro geschafft. "Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz erzielt", sagte Zeiss-Chef Karl Lamprecht in einem Interview dem Handelsblatt. Im Geschäftsjahr 2021/22 (30.9.) hatte der Umsatz 8,75 Milliarden Euro betragen. Bei Lamprechts Amtsantritt vor drei Jahren lagen die Erlöse noch bei gut 6 Milliarden Euro. "Das Wachstum macht uns robust, auch bei der Rendite", versicherte Lamprecht. (Handelsblatt)

VOSSLOH - Große Zuversicht für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre hat Thomas Triska, Finanzvorstand des Bahntechnikkonzerns Vossloh, auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt gezeigt. Er begründete dies unter anderem mit der dritten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn über die Instandhaltung und den Ersatz der Infrastruktur, die im Januar 2020 geschlossen wurde. Die Vereinbarung sieht in einer Zeitspanne von zehn Jahren Ersatzinvestitionen und Instandhaltungsaufwendungen von 86 Milliarden Euro vor. Von dieser Summe sei bis jetzt kaum etwas geflossen, so Triska. (Börsen-Zeitung)

SIGNA - Bei der in Schieflage geratenen Immobiliengruppe Signa ist es in der Dachgesellschaft zu einer Veränderung gekommen. Die Familie Benko 2017 Zwei GmbH trat demnach am 10. November ihren Anteil an der Signa Holding GmbH an zwei Schweizer Aktiengesellschaften namens Eugster/Frismag AG und AE Familienholding AG ab. Die Änderungen wurden am Dienstag im Firmenbuch - dem früheren Handelsregister - eingetragen. Die neuen Gesellschafter kommen zusammen auf einen Anteil von 11,5 Prozent. Hinter der Eugster/Frismag AG mit Sitz in Amriswil steht ein von Arthur Eugster gegründeter Hersteller von Kaffeemaschinen für Marken wie Jura, Melitta und Miele. Die AE Familienholding AG ist ebenso der Familie Eugster zuzurechnen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

BAHN-MOBILFUNK - Aktuelle Tests der Zeitschriften Connect und Chip zeigen die Defizite von Mobilfunkanbietern auf der Schiene. Der Deutschen Telekom, seit 13 Jahren Testsiegen, ist in den Zügen gerade mal eine leichte Steigerung gelungen. Die Konkurrenten Vodafone und Telefonica sind aber unter das Vorjahresniveau zurückgefallen. Bei den Gründen müssen sogar die Fachleute rätseln, "möglicherweise wegen der häufigen Umleitungen der Züge um gut versorgte Strecken", heißt es in der Testauswertung. Das wäre dann ein doppeltes Netzproblem: schlechte Noten für Funk und Strecke. (Welt)

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November 29, 2023 00:48 ET (05:48 GMT)