FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO. KGAA

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FMC sieht sich von Gerichtsentscheid zu Dialysevergütung nicht belastet

22.06.2022 | 14:03
ARCHIV: Die Fresenius-Zentrale in Bad Homburg bei Frankfurt am Main, Deutschland, 22. Februar 2017.  REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care sieht nach der Niederlage seines amerikanischen Konkurrenten DaVita vor dem Obersten Gericht der USA keine erheblichen Belastungen für sein Geschäft.

Durch die Entscheidung des Supreme Courts seien keine finanziellen Auswirkungen auf das laufende Geschäftsjahr zu erwarten, teilte das Dax-Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mit. Und auch künftig fürchte FMC keine wesentlichen Auswirkungen. Anleger atmeten auf, nachdem die Aktien nach dem Urteil am Vortag auf Talfahrt gegangen waren. Am Mittwoch fielen die Titel zwar zunächst um bis zu vier Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp elf Jahren, stabilisierten sich dann aber.

Der Supreme Court hatte am Dienstag eine Klage von DaVita zurückgewiesen, mit dem das Unternehmen höhere Vergütungen für Dialysebehandlungen durch die Mitarbeiterkrankenversicherung einer US-Klinik erreichen wollte. Das Gericht entschied, dass die Krankenversicherung nicht verpflichtet ist, den kommerziellen Satz für Dialysedienstleistungen zu zahlen, sondern sich stattdessen auf die Regelung des staatlichen Krankenversicherungsprogramm Medicare für Senioren berufen kann.

DaVita-Aktien gingen nach dem Urteil mit einem Minus von 15 Prozent aus dem Handel. Das Urteil könnte die Attraktivität des US-Dialysemarktes, auf dem FMC den Löwenanteil seiner Umsätze erzielt, erheblich beeinträchtigen, urteilten die Analysten von J.P. Morgan. Nach Einschätzung der Berenberg Bank eröffnet das Urteil den Anbietern von Krankenversicherungen die Möglichkeit, die Kostenübernahme für teure Dialysebehandlungen zu begrenzen und Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium zum staatlichen Medicare-Programm zu drängen. Da der Medicare-Erstattungssatz in der Regel aber deutlich unter dem der privaten Versicherer liege, seit dies keine gute Nachricht für Dialyseanbieter, erklärte Analyst Tom Jones. Denn so wie gut der gesamte Betriebsgewinn einer Dialyseklinik stamme von privat versicherten Patienten.

FMC erwartet indes nicht, dass der Fall eine größere Veränderung in den Beziehungen zwischen Dialyseanbietern und Krankenversicherern auslösen wird, da die überwiegende Mehrheit der Beteiligten in der Branche am Wohl der Patienten interessiert sei. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass nun viele private Krankenversicherungsprogramme ihre Leistungen im Zuge des Urteils kürzen werden. FMC sieht nun den US-Kongress am Zug, sich mit dem Thema zu befassen. Die Analysten von J.P. Morgan sehen jedoch das Problem, dass eine neue Gesetzgebung wohl einige Zeit in Anspruch nehmen wird und die US-Dialysebranche in der Zwischenzeit mit erheblicher Unsicherheit konfrontiert ist.


© Reuters 2022
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Nettoverschuldung 2022 11 165 Mio 11 613 Mio 11 180 Mio
KGV 2022 14,9x
Dividendenrendite 2022 2,63%
Marktwert 13 942 Mio 14 502 Mio 13 961 Mio
Marktwert / Umsatz 2022 1,32x
Marktwert / Umsatz 2023 1,23x
Mitarbeiterzahl 122 635
Streubesitz 67,7%
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