Zürich (awp) - Die GAM-Aktionärsgruppe Newgame hat eine bei der Finanzmarktaufsicht eingereichte Beschwerde gemäss Mitteilung der Finma vom Donnerstagabend nun offiziell zurückgezogen. Das war abzusehen, da der Streitpunkt mittlerweile aus der Welt geschafft wurde.

Newgame hatte sich bei der Aufsicht über die Übernahmekommission (UEK) beschwert. Denn diese hatte die Gültigkeit einer der Bedingungen für ein Teil-Übernahme-Angebot für GAM durch Newgame in Frage gestellt. Es ging um die Bedingung, dass das Angebot von der Wahl der Newgame-Kandidaten in den Verwaltungsrat an der Generalversammlung Ende September abhänge.

Da die GV allerdings mittlerweile über die Bühne gegangen ist und Newgame bei der kriselnden Gesellschaft bereits das Ruder übernommen hat, hat sich die Streitfrage erübrigt. Der Verwaltungsrat wurde damit bereits ausgetauscht, seit Anfang Oktober ist zudem der frühere Risikochef Elmar Zumbühl - nach dem Wunsch von Newgame - neuer CEO.

Das Übernahmeangebot für einen Teil der Aktien läuft derweil noch. Gemäss Zwischenergebnis hält Newgame bereits 27,1 Prozent an GAM. Die Nachfrist läuft noch bis zum 23. Oktober.

Nach dem gescheiterten Verkauf an die britische Liontrust hatte sich GAM mit Newgame arrangiert. Die Investorengruppe hatte zugesichert, bis zu 30 Prozent an GAM zu erwerben.

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