Japan plant eine Gesetzgebung zur Unterstützung der kommerziellen Produktion von fortschrittlichen Halbleitern. Dies geht aus einem Entwurf des diesjährigen langfristigen wirtschaftspolitischen Plans hervor, der Reuters vorliegt.

Der langfristige Fahrplan, der jedes Jahr als Schlüsseldokument für die politischen Prioritäten der Regierung erstellt wird, soll um den 21. Juni herum fertiggestellt werden.

"Um die Chip-Lieferkette zu stärken, werden wir inländische Produktionsstätten, Humanressourcen, Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit Ländern und Regionen mit den gleichen Zielen fördern", heißt es in dem Entwurf.

"Insbesondere werden wir die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen für die Massenproduktion von Halbleitern der nächsten Generation in Betracht ziehen", heißt es weiter.

Es wurde kein bestimmter Chiphersteller erwähnt.

Letzte Woche erklärte das Industrieministerium, dass Japan einen neuen Rechtsrahmen benötige, damit das Chip-Foundry-Unternehmen Rapidus ab 2027 mit der Massenproduktion modernster Chips beginnen könne.

Tokio treibt die Pläne zum Wiederaufbau der japanischen Chipherstellung voran und hat sich bereit erklärt, Rapidus mit bis zu 920 Milliarden Yen (5,94 Milliarden Dollar) zu unterstützen.

Die Subventionen sind jedoch für Forschung und Entwicklung bestimmt. Japan bräuchte einen neuen Rahmen, wie z.B. staatliche Garantien, um Investoren und Finanzinstitute für die Finanzierung der Massenproduktion zu gewinnen, sagte eine Regierungsquelle.

Rapidus wird von Industrieveteranen geleitet und strebt eine Massenproduktion auf der nördlichen Insel Hokkaido in Partnerschaft mit IBM und der belgischen Forschungsorganisation Imec an. ($1 = 154,8400 Yen) (Berichterstattung: Takaya Yamaguchi, Ritsuko Shimizu; Redaktion: Kantaro Komiya und Makiko Yamazaki; Redaktion: Andrew Heavens und Alexander Smith)