Der zweitgrößte Investor der JetBlue Airways Corporation (NasdaqGS:JBLU), Vladimir Galkin, droht damit, seinen fast 10-prozentigen Anteil an der angeschlagenen Fluggesellschaft zu verkaufen, sollte der Sparkurs des Unternehmens und weitere umfassende Maßnahmen nicht zu einer Trendwende führen. Galkin, wohnhaft in Miami, Florida, war einer der großen Gewinner des "Meme-Aktien"-Booms von Gamestop im Jahr 2021 und investierte zwischen Februar und August 2024 über 200 Millionen US-Dollar in JetBlue. Die Fluggesellschaft aus New York kämpft mit einer schwachen Nachfrage im Reiseverkehr und zog im April ihre Jahresprognose zurück, da sie es für unwahrscheinlich hält, 2025 die Gewinnschwelle zu erreichen.
Die JetBlue-Aktie ist seit Jahresbeginn um 43% gefallen, während die Wettbewerber Delta Air Lines und United Airlines um 17% bzw. 18% nachgaben. Das lässt Galkin aktuell auf einem Verlust sitzen. „Ich bin ein wenig im Minus und muss es wohl einfach aussitzen. Ich will nicht sagen, so lange wie nötig, aber vielleicht noch ein Jahr“, sagte Galkin gegenüber Reuters. Laut einer US-Börsenmeldung vom September hält er rund 35 Millionen Aktien beziehungsweise 212 Millionen US-Dollar an JetBlue – eine Position, die er gegenüber Reuters bestätigte. JetBlue bekräftigte im Juni die Pläne, Kosten zu senken und sich auf profitablere Strecken zu konzentrieren.
Galkin bezeichnete das Memo als positiv, betonte jedoch, dass die „Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Quartalen deutlich werden wird“. JetBlue solle überlegen, die Größe des 13-köpfigen Vorstands zu reduzieren, um weitere Kosten zu sparen, nannte aber keine weiteren konkreten Maßnahmen. „Die Kosteinsparungen aus dem aktuellen Memo sind Teil von JetForward und setzen unser bereits erklärtes Ziel fort, Kosten zu senken, insbesondere da die gesamte Branche einen makroökonomischen Rückgang der Verbrauchernachfrage verzeichnet“, teilte das Unternehmen mit.
Später stellte Galkin klar, dass der Verkauf in einem Jahr kein fester Stichtag sei, da er hoffe, dass JetBlue „früher als später“ wieder Gewinne erwirtschaften werde. Zudem glaubt er, dass die Wall Street das Potenzial der JetBlue-Kooperation mit United unterschätzt, die es Reisenden ab 2027 ermöglichen wird, Flüge über die Webseiten beider Airlines zu buchen.


















