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JUNGFRAUBAHN HOLDING AG

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Jungfraubahn Holding AG: Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen Verlust, erzielt aber ein positives EBITDA

08.04.2021 | 06:44

    Jungfraubahn Holding AG: Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen Verlust, erzielt
aber ein positives EBITDA

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EQS Group-Ad-hoc: Jungfraubahn Holding AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
Jungfraubahn Holding AG: Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen
Verlust, erzielt aber ein positives EBITDA

08.04.2021 / 06:42 CET/CEST
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen Verlust, erzielt aber ein
positives EBITDA

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 erstmals in der Geschichte
des Unternehmens einen Verlust erlitten. Der Verlust in der Höhe von 9,7
Millionen Franken folgt auf den Rekordgewinn von 2019 von 53,3 Millionen
Franken. Positiv zu werten ist, dass im von Covid-19 geprägten 2020 trotz
allem ein positives EBITDA von 22,3 Millionen Franken erzielt werden konnte.
Der Verwaltungsrat schlägt aufgrund der aktuellen Situation vor, auf eine
Dividende zu verzichten. Die Folgen der Corona-Krise sind bis zum jetzigen
Zeitpunkt ausgeprägter und länger anhaltend als bisher angenommen und
bleiben weiterhin schwer abschätzbar. Es muss davon ausgegangen werden, dass
das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein
wird.

Die Unternehmung ist bezüglich Liquidität und Eigenkapital solide
aufgestellt. Mit einem positiven EBITDA von 22,3 Millionen Franken ist die
betriebliche Liquidität sichergestellt. Es ist erfreulich, dass dies in
einem äusserst herausfordernden Umfeld mit einer historisch einmaligen
Pandemie gelang. Covid-19 hatte nicht nur einen fast dreimonatigen Lockdown
bei den touristischen Bahnen zur Folge, auch das grösste Gästesegment aus
Asien brach nach Ausbruch der Pandemie ab März 2020 komplett weg. Die
Jungfraubahnen konnten das Ausnahmejahr mit der Vollendung des
Generationenprojekts V-Bahn mit einem Höhepunkt abschliessen.

Insgesamt erwirtschaftete die Jungfraubahn-Gruppe einen Betriebsertrag von
125,7 Millionen Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2019
von 97,6 Millionen Franken entspricht. Die wichtigste Ertragsquelle, der
Verkehrsertrag, betrug 75,6 Millionen Franken und lag damit 86,2 Millionen
Franken tiefer als im 2019. Besonders stark gelitten hat mit einem Rückgang
von 65,6% der Verkehrsertrag aus dem bedeutendsten Segment Jungfraujoch-Top
of Europe aufgrund des Einbruchs des internationalen Reisegeschäfts.

Um rund die Hälfte eingebrochen ist der Verkehrsertrag bei den
Erlebnisbergen, wobei erfreulicherweise die Tochterunternehmen Harderbahn
mit 1,0 Millionen Franken und die Firstbahn mit 2,0 Millionen Franken
trotzdem einen Gewinn erzielen konnten. Die Verkehrseinnahmen aus den
Wintersportpässen gingen lediglich um 5,2% zurück.

Die Jungfraubahn-Gruppe leitete bereits sehr früh Sparmassnahmen ein. Die
Betriebskosten und Investitionen wurden laufend überprüft und reduziert.
Dadurch und dank der Nutzung des Instruments der Kurzarbeit konnte der
Betriebsaufwand um 14,1% auf 103,4 Millionen Franken reduziert werden. Dies
obschon im Berichtsjahr mit der Übernahme der Gastronomiebetriebe auf dem
Jungfraujoch und der Betriebsführung der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen
neue, zusätzliche Geschäftstätigkeiten wahrgenommen wurden.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 33,5 Millionen Franken. Entsprechend
betrug das operative Ergebnis EBIT -11,2 Millionen Franken und der
Jahresverlust -9,7 Millionen Franken.

Die Konzernbilanz per 31. Dezember 2020 weist ein Eigenkapital von 597,0
Millionen Franken aus. Dies entspricht einer sehr soliden Eigenkapitalquote
von 72,9%. Im Fremdkapital von 221,7 Millionen Franken sind
Finanzverbindlichkeiten von 109,3 Millionen enthalten. Davon sind lediglich
45,0 Millionen Franken verzinsliche Bankverbindlichkeiten. Die übrigen 64,3
Millionen sind nicht verzinsliche, grösstenteils bedingt rückzahlbare
Darlehen der öffentlichen Hand zur Finanzierung von Bahninfrastrukturen.

Jungfraujoch - Top of Europe

Im ersten Jahr der Pandemie blieb das Jungfraujoch - Top of Europe das
bedeutendste Segment der Jungfraubahn-Gruppe, obschon die negativen
Auswirkungen von Covid-19 in diesem Segment am gravierendsten waren. Der
Nettoumsatz ging um 80,6 Millionen Franken, beziehungsweise um 53,8% auf
69,2 Millionen Franken zurück. Nach Rekordfrequenzen im Januar schwächte
sich die Nachfrage bereits im Februar ab. Nach der behördlich verordneten
Schliessung vom 14. März bis 5. Juni 2020 war die Gästestruktur bis Ende
Jahr nicht mehr vergleichbar mit der Zeit vor dem Ausbruch von Covid-19. So
reduzierte sich die Zahl der Jungfraujoch-Gäste um 65,6% auf 362'800.
Erfreulich war, dass alleine im Juli und August 2020 rund 153'000 Gäste das
Jungfraujoch - Top of Europe besuchten, wovon rund 145'000 Schweizerinnen
und Schweizer waren.

Erlebnisberge

Bei den Erlebnisbergen sank der Nettoumsatz 2020 um 48,3% auf 16,8 Millionen
Franken und das EBITDA um 69,0% auf 5,8 Millionen Franken. Alle Bahnen - die
Harderbahn, die Firstbahn und die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren -
verzeichneten erhebliche Umsatzrückgänge. Die während des Lockdowns
erlittenen Einbussen konnten trotz ansprechender Frequenzen durch zahlreiche
Schweizer Gäste in den Sommermonaten nicht wettgemacht werden.

Wintersport

Am geringsten waren die Auswirkungen von Covid-19 im Segment Wintersport.
Die Zahl der Skier Visits in der gesamten Jungfrau Ski Region
(Kooperationsprodukt, an dem die Jungfraubahn-Gruppe mit über 60% beteiligt
ist) sank im Vergleich zu 2019 infolge des abrupten Saisonendes am 14. März
2020 zwar um 16,0% auf 898'400 Skier Visits. Der anteilige Verkehrsertrag
der Unternehmensgruppe nahm um lediglich 5,2% auf 22,2 Millionen Franken ab.
Bei einem Nettoumsatz von 29,7 Millionen Franken erzielte das Segment
Wintersport ein EBITDA von 3,7 Millionen Franken, was einer Steigerung von
2,0 Millionen Franken im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht.

    Segmentinformationen
    Tausend CHF                            2020     2019  Veränderung in %
    Segmentumsätze
    Nettoumsatz Jungfraujoch             69'214  149'839            -53,8%
    Nettoumsatz Erlebnisberge            16'849   32'620            -48,3%
    Nettoumsatz Wintersport              29'675   30'779             -3,6%
    Nettoumsatz übrige Segmente*         42'239   49'125            -14,0%
    Elimination konzerninterne Umsätze  -32'326  -39'053            -17,2%
    Total Betriebsertrag                125'651  223'310            -43,7%
*Zu den übrigen Segmenten zählen insbesondere das Kraftwerk der
Jungfraubahn, die Jungfraubahnen Management AG sowie die Parkhäuser in
Grindelwald und Lauterbrunnen.

Investitionen

Insgesamt betrug das Investitionsvolumen der Jungfraubahn-Gruppe im
vergangenen Jahr 123,7 Millionen Franken. Davon entfielen 91,3 Millionen
Franken auf das V-Bahn-Projekt. Mit der Eröffnung des Terminals, des neuen
Parkhauses und der modernen 3S-Bahn Eiger Express am 5. Dezember 2020 konnte
das Generationenprojekt erfolgreich dem Betrieb übergeben werden.

Insgesamt investierte das Unternehmen bisher rund 340 Millionen Franken in
das V-Bahn-Projekt, welches neben den Kernelementen die bereits früher
abgeschlossenen Rollmaterialerneuerungen bei der Wengernalp- und der
Jungfraubahn umfasst. Die Investitionen sind noch nicht ganz abgeschlossen.
Insgesamt wird eine Kostenüberschreitung von ca. 10% (namentlich
Projektanpassungen und schwierige Baubedingungen) gegenüber der
ursprünglichen Planung erwartet.

Das zweite Grossprojekt in der Jungfraubahn-Gruppe ist das
Erneuerungsprogramm der BergbahnLauterbrunnen-Mürren, welches als Teil des
abgeltungsberechtigten Verkehrs durch den Kanton Bern finanziert wird. Für
die gesamte Erneuerung der Mürrenbahn sind Kosten von gut 50 Millionen
Franken veranschlagt. Im 2020 wurden 9,9 Millionen Franken in den Ausbau der
Station und Werkstätte Grütschalp sowie in eine Modernisierung der Station
Winteregg investiert. Ende Jahr konnten zudem drei Niederflurtriebzüge
bestellt werden, welche 2023 in Betrieb genommen werden.

Auf dem Jungfraujoch wird die Bahnhofshalle bis ins Frühjahr 2021 hinein
erneuert. Im Berichtsjahr wurden hierfür 7,1 Millionen Franken investiert.
Bei der Harderbahn werden der Antrieb und die Steuerung der Standseilbahn
erneuert, was 2020 Investitionen von 1,6 Millionen Franken auslöste.

Infolge des hohen Investitionsvolumens betrug der Free Cashflow -93,3
Millionen Franken. Trotz der Covid-19-Krise konnte das Investitionsprogramm
grösstenteils aus eigenen Mitteln finanziert werden.

    Kennzahlen der Konzernrechnung
    Tausend CHF                         2020     2019  Veränderung in %
                                                                      %
    Betriebsertrag                   125'651  223'31-            -43,7%
                                                    0
    Verkehrsertrag                    75'643  161'80-            -53,3%
                                                    7
    EBIT                             -11'188   67'504           -116,6%
    Jahresergebnis                    -9'681   53'344           -118,1%
    Free Cashflow                    -93'342  -21'51-           -333,9%
                                                    1
    Personalbestand                      665      612              8,7%
    (Vollzeitstellen)
                                        2020     2019  Veränderung in %
                                                                      %
    Dividende                            0.0      0.0              0,0%
                                    (Antrag)
Ausblick

Die Jungfraubahn-Gruppe muss sich weiterhin mit der Corona-Krise
auseinandersetzen. Diese dauert bereits über ein Jahr an und deren Folgen
sind immer noch schwer abschätz- und vorhersehbar. Die Auswirkungen sind
ausgeprägter und dauern länger als bisher angenommen. Die grössten Risiken
bleiben dabei die Reisebeschränkungen, die fehlende Planungssicherheit sowie
die weltweit unterschiedlichen Impfstrategien.

Dennoch kann die Jungfraubahn-Gruppe dank einer guten Infrastruktur, einer
starken Verankerung in den internationalen Märkten, einer soliden
Finanzierung und ihrer Innovationskraft zuversichtlich in die Zukunft
schauen. Gerade das Ende 2020 abgeschlossene Generationenprojekt V-Bahn
macht die Jungfraubahn-Gruppe an vorderster Front konkurrenzfähig und bildet
damit eine wichtige Grundlage, um rasch von den sich nach der Krise
bietenden Wachstumsmöglichkeiten zu profitieren. Die V-Bahn stärkt dabei die
Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Jungfrau Region nachhaltig.

Den Gästen wird mehr Raum, eine angenehme Besucherführung und insgesamt ein
qualitativ besseres Reiseerlebnis geboten. Aus der aktiven und digital
unterstützten Gästelenkung resultiert ein Zeit- und Komfortgewinn. Die
Bahnen können Massenansammlungen und Staus aktiv abbauen und bestehende
Kapazitäten bestmöglich nutzen. Dank des neuen Anschlusses ans Eisenbahnnetz
wird die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gefördert. Damit leistet die
Jungfraubahn-Gruppe einen wichtigen Beitrag dazu, die Gäste, die aufgrund
von Covid-19 wieder vermehrt auf den Individualverkehr umgestiegen sind, auf
die Schiene zurückzuholen.

Die Jungfraubahnen haben in ihrer über 100-jährigen Geschichte verschiedene
globale Krisen erlebt. Mit der Überarbeitung der Kostenstrukturen und der
höheren Flexibilität sowie dem guten Start der V-Bahn wird das Unternehmen
gestärkt aus der Krise hervorgehen. Es muss davon ausgegangen werden, dass
das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein
wird. Zentrale Zielsetzung der Jungfraubahn-Gruppe bleibt es, ein positives
EBITDA zu erzielen.

Geschäftsbericht und Anträge an GV

Die Generalversammlung der Jungfraubahn Holding AG wird am 17. Mai 2021 in
Interlaken durchgeführt. Sie wird gänzlich unter Ausschluss der physischen
Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre abgehalten. Mittels persönlicher
Einladung und statutengemässer Publikation werden die Aktionärinnen und
Aktionäre über die Form der Generalversammlung und das Vorgehen zur
Stimmabgabe informiert. Der Verwaltungsrat schlägt aufgrund der aktuellen
Situation vor, auf eine Dividende zu verzichten.

Der Geschäftsbericht der Jungfraubahn Holding AG wurde für das Berichtsjahr
2020 als Online-Ausgabe erstellt. Der Online-Geschäftsbericht ist unter
folgendem Link veröffentlicht:

- Geschäftsbericht 2020: www.jungfrau.ch/geschaeftsbericht

- Link zur Traktandenliste der Generalversammlung 2021:
www.jungfrau.ch/generalversammlung/

Zusatzmaterial zur Meldung:


Datei:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=754b567efe0f5c6639aac4882107364e
Dateibeschreibung: Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen Verlust,
erzielt aber ein positives EBITDA

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Ende der Ad-hoc-Mitteilung

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   Sprache:          Deutsch
   Unternehmen:      Jungfraubahn Holding AG
                     Harderstrasse 14
                     3800 Interlaken
                     Schweiz
   Telefon:          +41 33 828 71 11
   Fax:              +41 33 828 72 64
   E-Mail:           info@jungfrau.ch
   Internet:         www.jungfrau.ch
   ISIN:             CH0017875789
   Valorennummer:    A0CACJ
   Börsen:           Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart; SIX Swiss
                     Exchange
   EQS News ID:      1182008



   Ende der Mitteilung    EQS Group News-Service
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1182008 08.04.2021 CET/CEST

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© dpa-AFX 2021
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