Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Lanxess AG    LXS   DE0005470405

LANXESS AG

(LXS)
  Report
verzögerte Kurse. Verzögert Xetra - 02.12. 17:35:06
58.48 EUR   -1.22%
01.12.LANXESS : Preiserhöhung für Adipinsäure
PU
01.12.NordLB hebt Ziel für Lanxess auf 53 Euro - 'Halten'
DP
25.11.Spezialchemiekonzern Clariant streicht weitere 1000 Stellen
RE
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Schweinepest: Bauern bangen um wichtiges Exportgeschäft mit China

11.09.2020 | 15:17

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Auftauchen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bangen Schweinehalter und die Fleischwirtschaft um das weltweite Exportgeschäft außerhalb der EU. Sorgen bereitet vor allem der wichtige chinesische Markt. Ein Wegbrechen "würde uns sehr, sehr stark treffen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag im ZDF. Das Bundesagrarministerium spricht nach eigenen Angaben mit mehreren Nicht-EU-Staaten über weitere Handelsmöglichkeiten. Ziel ist, Exportstopps wegen der Tierseuche nur auf Schweinehalter aus betroffenen deutschen Regionen zu begrenzen. Der Fundort des toten infizierten Wildschweins in Brandenburg soll nun eingezäunt werden.

Viele Schweinehalter beobachten die neue Lage angespannt - auch wenn ein Übertreten der für Menschen ungefährlichen Tierseuche schon lange befürchtet wurde, die seit Monaten im Nachbarland Polen kursiert. In den Ställen sind sorgfältige Hygienevorkehrungen wichtiger denn je, wie auch das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut betonte. "Dies bietet immer noch den besten Schutz vor dem Eintrag des Erregers in Nutztierbestände." Dazu kommen nun Probleme in einigen Absatzländern.

Dabei bleiben 70 Prozent der Exporte im europäischen Binnenmarkt, wie es vom Bundesagrarministerium heißt. Und in die EU sind Ausfuhren auch nach dem ersten Schweinepest-Fall überwiegend weiter möglich. Denn statt für ganz Deutschland gelten schon die regional begrenzten Beschränkungen, die mit asiatischen Ländern erst angestrebt werden. Das gilt vor allem für China, in das laut Ministerium 17 Prozent der Schweinefleisch-Ausfuhren gehen. Südkorea mit einem Exportanteil von 4 Prozent verhängte schon einen Einfuhrstopp - für ganz Deutschland. Interessant sind die asiatischen Märkte auch deshalb, weil dort Ohren oder Pfoten gefragt sind, die hierzulande kaum Abnehmer finden.

Faktisch könne derzeit nicht nach China exportiert werden, hieß es bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Für tierische Produkte würden jeweils Handelsabkommen mit den Ländern geschlossen, die an Gesundheitsauflagen geknüpft sind. Dazu gehöre die Anforderung, dass es keine Schweinepest gibt - auch nicht bei Wildschweinen. "Die Frage ist aber nun, was tatsächlich passiert", sagte ISN-Geschäftsführer Torsten Staack der dpa. "Noch steht eine offizielle Entscheidung der chinesischen Veterinärbehörden aus, ob dennoch Schweinefleisch geliefert werden darf."

Da China selbst schwer von der Schweinepest getroffen ist, sei der Bedarf nach Exportware in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Flexiblere Regelungen könnten daher vielleicht doch möglich sein. "Dem stehen die fehlenden Veterinärzertifikate entgegen", sagte Staack. Von den Gesprächen des Bundesministeriums hänge nun ab, "ob es dann nur regionale Beschränkungen geben wird und einzelne Unternehmen in Deutschland weiter nach China exportieren dürfen".

Der Verband der Fleischwirtschaft mahnte zur Eile. Neben der akuten Seuchenbekämpfung sollten "schnellstmöglich Vereinbarungen mit Drittländern zur Wiederaufnahme des Handels mit Schweinefleisch" getroffen werden. Nur so könne aus schweinepestfreien Regionen in Deutschland weiter Fleisch exportiert werden. Das Ministerium hob hervor, dass das Geschehen weiterhin sehr begrenzt auf eine Region und ein Wildschwein sei. Es gebe vorerst keinen Fall, der weiter entfernt liege, oder ein Überspringen auf einen Hausschweinbestand.

In Brandenburg soll an diesem Samstag mit dem Aufstellen eines Elektrozauns in einem Radius von drei Kilometern um den Fundort des ersten infizierten Wildschweins begonnen werden, wie der Landkreis Spree-Neiße mitteilte. Um die Fundstelle des weitgehend verwesten Kadavers in der Gemeinde Schenkendöbern wurde ein vorläufiges gefährdetes Gebiet mit einem Radius von 15 Kilometern festgelegt. Dort sollen Beschränkungen für Jäger und Bauern angeordnet werden. In der Zone gibt es nach Angaben des Verbraucherministeriums Brandenburg rund 20 Schweinehalter, einer mit 5000 Schweinen ist sieben Kilometer vom Fundort entfernt.

Das Friedrich-Loeffler-Institut rief dazu auf, bundesweit gefundene tote Wildschweine sofort den Behörden zu melden, damit sie auf Schweinepest untersucht werden können. Der Deutsche Jagdverband wies darauf hin, dass das Virus durch menschlichen Einfluss Sprünge bis zu 1000 Kilometer gemacht habe. Auch ein Wurstbrot sei schon als Ausbruchsquelle identifiziert worden. "Wenn ein krankes Schwein geschlachtet wird und daraus Wurst oder Schinken gemacht wird, dann hält sich das Virus darin noch 100 Tage", sagte Sprecher Torsten Reinwald.

Die Experten des Versicherers Münchener und Magdeburger Agrar rechnen nach dem ersten bestätigten Fall mit weiteren infizierten Tieren. "Wildschweine leben in Rotten", sagte Martin Stricker, Leiter Schaden Tierversicherung des zur Allianz gehörenden Unternehmens, in München. "Man kann also davon ausgehen, dass die Rotte, zu dem das Tier gehörte, auch infiziert ist." Jedoch geht die Versicherung davon aus, dass eine weitere Verbreitung bei konsequentem Einschreiten der Behörden verhindert werden kann. "Wir sehen die Chance, dass das genauso schnell eingedämmt wird wie in Belgien und Tschechien."/sam/len/DP/eas


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ALLIANZ SE -0.43%199.12 verzögerte Kurse.-8.83%
EVONIK INDUSTRIES AG -1.40%25.37 verzögerte Kurse.-6.76%
LANXESS AG -1.22%58.48 verzögerte Kurse.-2.24%
Alle Nachrichten auf LANXESS AG
01.12.LANXESS : Preiserhöhung für Adipinsäure
PU
01.12.NordLB hebt Ziel für Lanxess auf 53 Euro - 'Halten'
DP
25.11.Spezialchemiekonzern Clariant streicht weitere 1000 Stellen
RE
11.11.Zweite Corona-Welle belastet Chemiebranche - Umsatzeinbruch erwartet
AW
11.11.TROTZ ERHOLUNG IM SOMMER : Chemiebranche erwartet weiter Umsatzeinbruch
AW
09.11.Berenberg belässt Lanxess auf 'Buy' - Ziel 54 Euro
DP
09.11.Jefferies senkt Ziel für Lanxess auf 50 Euro - 'Hold'
DP
09.11.Independent Research senkt Ziel für Lanxess - 'Halten'
DP
06.11.SocGen hebt Lanxess auf 'Buy' - Ziel 56 Euro
DP
06.11.Goldman belässt Lanxess auf 'Sell' - Ziel 45 Euro
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu LANXESS AG
01.12.LANXESS : increases prices for adipic acid
PU
01.12.LANXESS AG : NorldLB sticks Neutral
MD
30.11.LANXESS : increases black pigment capacity
PU
09.11.LANXESS AG : Berenberg remains its Buy rating
MD
09.11.LANXESS AG : Jefferies sticks Neutral
MD
09.11.LANXESS AG : Warburg Research remains its Buy rating
MD
09.11.LANXESS AG : Independant Research gives a Neutral rating
MD
06.11.LANXESS AG : Gets a Sell rating from Goldman Sachs
MD
05.11.LANXESS AG : DZ Bank remains Neutral
MD
05.11.LANXESS AG : Gets a Neutral rating from UBS
MD
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 6 054 Mio 7 338 Mio 6 559 Mio
Nettoergebnis 2020 861 Mio 1 043 Mio 932 Mio
Nettoverschuldung 2020 1 293 Mio 1 568 Mio 1 401 Mio
KGV 2020 5,67x
Dividendenrendite 2020 1,56%
Marktkapitalisierung 5 050 Mio 6 101 Mio 5 471 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 1,05x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,96x
Mitarbeiterzahl 14 351
Streubesitz 90,1%
Chart LANXESS AG
Dauer : Zeitraum :
Lanxess AG : Chartanalyse Lanxess AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse LANXESS AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 23
Mittleres Kursziel 55,00 €
Letzter Schlusskurs 58,48 €
Abstand / Höchstes Kursziel 33,4%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -5,96%
Abstand / Niedrigstes Ziel -23,1%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Matthias Zachert Chairman-Management Board
Matthias L. Wolfgruber Chairman-Supervisory Board
Michael Pontzen Chief Financial Officer
Werner Czaplik Member-Supervisory Board
Theo H. Walthie Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
LANXESS AG-2.24%6 101
SHIN-ETSU CHEMICAL CO., LTD.46.97%70 085
BASF SE-9.47%67 657
DUPONT DE NEMOURS, INC.-0.37%46 621
ROYAL DSM N.V.17.74%27 942
FMC CORPORATION19.14%15 432