Zürich/Basel/Genf (awp/sda) - Die Fluggesellschaft Swiss und die Schweizer Flughäfen rechnen nicht damit, dass ein für Dienstag angekündigter Streik des Bodenpersonals der Lufthansa in Deutschland grössere Auswirkungen haben wird. Bisher wurden nur wenige Verbindungen gestrichen.

Auf den Flugbetrieb der Swiss hat der angekündigte Warnstreik keine grösseren Auswirkungen, wie die Airline am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Es blieben vorerst alle am Dienstag geplanten Verbindungen im Flugprogramm.

Es sei aber nicht ganz auszuschliessen, dass es im Verlaufe des Tages, insbesondere am Flughafen München, zu Verspätungen oder kurzfristig doch noch zu Flugausfällen kommen könnte.

Der Flughafen Zürich erwartet ebenfalls keine grossen Einschränkungen. Lediglich je vier am Dienstag von der Lufthansa angebotene Verbindungen nach München und Frankfurt waren bereits im Vorfeld annulliert worden. Am Euroairport Basel-Mülhausen wurden insgesamt vier Lufthansa-Flüge gestrichen. Die betroffenen Passagiere seien von der Airline bereits informiert worden, hiess es vom Flughafen.

Am Flughafen Genf wird der Streik zur Annullierung von sechs Flügen von Genf und sieben Flügen von Genf nach München und Frankfurt führen, wie ein Sprecher von Genève Aéroport erklärte. Lufthansa hat am Flughafen Genf lediglich einen Marktanteil von 1,6 Prozent und ist damit die zehntgrösste Fluggesellschaft in Genf.

Die deutsche Gewerkschaft Verdi hat für den Dienstag einen Warnstreik beim Bodenpersonal angekündigt. Die Lufthansa kann nach eigener Einschätzung am Dienstag deswegen nur 10 bis 20 Prozent ihres eigentlich geplanten Programms in die Luft bringen. Bei der ersten Warnstreikwelle vor knapp zwei Wochen waren rund 900 Flüge ausgefallen, mehr als 100'000 Passagiere hatten umplanen müssen.

Hintergrund des Warnstreiks des Lufthansa-Bodenpersonals sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die laut Verdi rund 25'000 Beschäftigten am Boden. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden. Verdi bezeichnete die zweite Warnstreikwelle als notwendig, weil Lufthansa in der vorangegangenen Verhandlung keine Anstalten gemacht habe, ihr vorliegendes Angebot nachzubessern.

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