Wie auch seine Branchenkollegen hat Magna die negativen Auswirkungen der wiederkehrenden Inflation zu spüren bekommen. Diese Entwicklung, gepaart mit einer Beschleunigung der Investitionen in die Entwicklung eines auf Elektrofahrzeuge zugeschnittenen Produktportfolios, hat die Gewinnmargen erheblich belastet.

Ein positiver Aspekt in der Zuliefererbranche ist die Stärke der industriellen Beziehungen, die über Jahrzehnte mit den großen Automobilherstellern aufgebaut wurden. Die Kehrseite dabei ist allerdings, dass das Kräfteverhältnis mittlerweile deutlich zu Gunsten der Hersteller verschoben ist.

Dies wird besonders deutlich, wenn man die Entwicklung der Gewinnmargen betrachtet: Während die Margen der Zulieferer – die nie besonders hoch waren – seit Jahren strukturell sinken, genießen die Hersteller historisch hohe Margenniveaus.

Hinzu kommt der immer schärfer werdende Wettbewerb durch chinesische Zulieferer, die noch vor einem Jahrzehnt als unfähig galten, in Sachen Innovation oder Qualität zu konkurrieren.

Die Zeiten haben sich jedoch gewandelt, und mittlerweile scheint nichts mehr der umfassenden Stärke der chinesischen Automobilbranche im Wege zu stehen: Sie ist innovativ, vertikal integriert, in puncto Wettbewerbsfähigkeit unübertroffen und darüber hinaus in der Lage, Kunden auf allen Kontinenten zu bedienen.

Diese Faktoren erklären, warum Magnas Geschäft seit Jahren ins Stocken geraten ist. Das Wachstum lahmt und die Gewinne sind im freien Fall, was zu reduzierten Kapitalrückflüssen an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen geführt hat. Zusätzlich dazu ist die Marktkapitalisierung stark gefallen.