Die Zahlen widersprechen in der Tat den angeblich "nachhaltigen" und "allgemeinen" Wachstumserfolgen, die in der Kommunikation von Medtronic hervorgehoben werden.

Obwohl alle Segmente - Herz/Kreislauf, Neurowissenschaften, Chirurgie und Diabetes - tatsächlich bessere Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, werden diese Gewinne leider vollständig durch die Inflation der Kostenstruktur aufgezehrt.

In diesem Zusammenhang steigt der konsolidierte Umsatz um 3,6%, von 31,2 auf 32,3 Milliarden Dollar, aber der Betriebsgewinn sinkt um 6,2%, von 5,5 auf 5,1 Milliarden Dollar. Es ist zudem anzumerken, dass die Aktivitäten in den Vereinigten Staaten stagnieren.

Für Medtronic scheint es am wichtigsten zu sein, seinen Status als Dividendenaristokrat zu wahren. Der in Minneapolis ansässige Konzern kündigt daher an, seine Ausschüttung zum siebenundvierzigsten Mal in Folge zu erhöhen und betont, dass diese in fünf Jahren um 30% gestiegen ist.

Das Problem ist jedoch, dass der Gewinn pro Aktie im gleichen Zeitraum deutlich gesunken ist - um mindestens 20%, von 3,5 auf 2,8 Dollar. Die Dynamik ist vergleichbar beim Cashflow und umso besorgniserregender, als Medtronic während des letzten Zyklus ein aktiver Käufer war.

Die Rendite dieser externen Wachstumsoperationen - angefangen mit der Mega-Übernahme von Covidien im Jahr 2015 - bleibt ein Tabuthema, zu dem sich das Management früher oder später äußern muss.

Das Thema der Wertschöpfung - oder eher der wahrscheinlichen Wertvernichtung - bleibt zentral, insbesondere wenn man es mit den immer noch recht hohen Bewertungsniveaus in Verbindung bringt.