--EBIT sinkt 2023 bei leicht steigenden Umsätzen um gut 3 Prozent

--Marge im Autogeschäft sackt auf 12,6 von 14,6 Prozent ab - 2024 bei 10 bis 12 Prozent

--Mercedes zahlt höhere Dividende für 2023 und stockt Aktienrückkaufprogramm um bis zu 3 Milliarden Euro auf

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Von Markus Klausen

STUTTGART (Dow Jones)--Belastet von einem schwächeren Marktumfeld und hohen Ausgaben für Elektromobilität hat Mercedes-Benz vergangenes Jahr bei noch leicht steigenden Umsätzen deutlich weniger verdient. Erneut gestiegene Preise für Premiumautos konnten höhere Ausgaben für neue Elektroplattformen oder Ausgleichszahlungen an Lieferanten nicht kompensieren. Besserung ist nicht in Sicht: Zwar sollten dieses Jahr die Verkaufspreise zumindest stabil bleiben. Angesichts weiter hoher Investitionen rechnet der DAX-Konzern 2024 in der Summe aber mit einer erneut sinkenden Rendite bei Cars und einem leicht rückläufigen Konzern-EBIT.

Investoren haben diese Entwicklung weitgehend bereits antizipiert. Angesichts der erneut steigenden Dividende auf 5,30 von 5,20 Euro je Aktie und einem aufgestockten Aktienrückkauf um bis zu 3 Milliarden Euro dürften die Stimmung bei Anlegern durchaus positiv sein. Die Zahlen seien zwar von einem deutlichen Gewinnrückgang gekennzeichnet, lägen aber trotzdem überwiegend etwas über den Erwartungen, so ein Händler in einer ersten Einschätzung. Der Ausblick wiederum entspreche dem, was zu erwarten gewesen sei, heißt es.


   Schlussquartal belastet 

Im abgelaufenen Gesamtjahr steigerte Mercedes-Benz den weiteren Angaben zufolge den Umsatz um 2 Prozent auf 153,2 Milliarden Euro. Im Schlussquartal sanken die Erlöse um 1,8 Prozent auf 40,261 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT sank 2023 um gut 3 Prozent auf 20,0 Milliarden Euro, im Schlussquartal spürbar um 12 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Die Rendite im Autogeschäft erreichte im Quartal 10,0 (Vorjahr 13,4) Prozent. Unter dem Strich brach der Konzerngewinn im Quartal um 22 Prozent auf 3,12 Milliarden Euro oder 2,99 Euro je Aktie ein.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Stuttgarter Autokonzern anlässlich der Jahrespressekonferenz vorsichtig: Der Konzernumsatz soll bei stabilen Autoverkäufen auf Vorjahresniveau liegen. Das Konzern-EBIT dürfte leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Die Rendite im Autogeschäft sieht Mercedes-Benz unter Vorjahr zwischen 10 und 12 (2023: 12,6) Prozent. Im zuletzt äußerst profitablen Van-Geschäft soll die Marge auf 12 bis 14 Prozent von 15,1 Prozent im Jahr 2023 sinken. Im Geschäft mit Finanz- und Mobilitätslösungen (Mobility) rechnet der Konzern mit einer Eigenkapitalrendite von 10 bis 12 (Vorjahr: 12,3) Prozent.

Kontakt zum Autor: markus.klausen@dowjones.com

DJG/kla/jhe

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February 22, 2024 02:35 ET (07:35 GMT)