ESPOO (awp international) - Wagniskapital-Investments haben dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia 2021 zu einer überraschend guten Gewinnentwicklung verholfen. So rechnet der Ericsson-Konkurrent für das abgelaufene Jahr nun mit einer operativen Marge auf vergleichbarer Basis zwischen 12,4 und 12,6 Prozent, wie Nokia am Dienstag in Espoo bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Bislang standen bei den Finnen 10 bis 12 Prozent auf dem Zettel, nachdem sie die Margenprognose bereits Ende Juli erhöht hatten. Der Umsatz dürfte im abgelaufenen Jahr bei rund 22,2 Milliarden Euro gelegen und damit etwa die Mitte der zuvor angegebenen Spanne von 21,7 bis 22,7 Milliarden Euro erreicht haben, hiess es weiter. Die Aktien legten zum Börsenstart um rund 6 Prozent zu.

Im vierten Quartal, das den Angaben zufolge im eigentlichen Geschäft weitgehend im Rahmen der Erwartungen verlief, profitierte Nokia unter anderem von Wagniskapital-Investments und verschiedenen Einmaleffekten, die dem Konzern finanziell in die Karten spielten. Auch für das laufende neue Jahr wagen die Finnen bereits eine Prognose: So soll die operative Marge auf vergleichbarer Basis 2022 zwischen 11 und 13,5 Prozent liegen. Damit könnte sie im besten Fall gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen, sie könnte bei ungünstigem Geschäftsverlauf aber am unteren Ende der Spanne auch fallen.

Die ausführlichen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2021 sowie einen detaillierten Ausblick auf 2022 will Nokia am 3. Februar vorlegen./eas/mis/stk