Washington/Basel (awp) - Die US-Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass sie Krebstherapien von Unternehmen wie Gilead Sciences, Johnson & Johnson sowie dem Schweizer Konzern Novartis wegen des Risikos von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen aufgrund eines ernsten Sicherheitsproblems untersucht.

Die FDA sagte, sie habe Berichte über T-Zell-Malignitäten, die sich auf eine Gruppe von Blutkrankheiten einschliesslich Lymphomen und Leukämien beziehen. Diese habe die FDA nach der Behandlung mit CAR-T-Therapien oder chimären Antigenrezeptor-T-Zelltherapien erhalten.

Seit 2017 wurden sechs CAR-T-Zell-Therapien von der FDA zugelassen, allesamt für die Behandlung von Blutkrebs, einschliesslich Lymphomen und einigen Formen von Leukämie. In der Schweiz gehört dazu die Therapie Kymriah von Novartis, die Teil des Untersuchs der FDA sei. Bei CAR-T-Therapien werden in der Regel einem Patienten krankheitsbekämpfende T-Zellen entnommen, so umgestaltet, dass sie den Krebs angreifen, und dem Körper wieder zugeführt.

Auf Anfrage von Reuters gab Novartis sich überzeugt, dass mit Kymriah alles in Ordnung ist. Der Konzern wurde mit dem Statement zitiert, dass es bisher keine Beweise gebe, "die unser Vertrauen in das Nutzen-Risiko-Profil von Kymriah ändern würden", hiess es in dem Artikel.

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