Die russische Tochtergesellschaft der osterreichischen Raiffeisen Bank International teilte am Mittwoch mit, dass ausgehende Zahlungen in US-Dollar ab dem 10. Juni nicht mehr moglich sein werden, da sich die Anforderungen der Korrespondenzbanken geandert haben.

Anfang des Monats hatte Raiffeisen, die grosste westliche Bank in Russland, auf Druck der USA ein Angebot fur eine 1,5 Milliarden Euro (1,6 Milliarden Dollar) schwere Industriebeteiligung des russischen Tycoons Oleg Deripaska zuruckgezogen.

Die Bank, die mehr als zwei Jahre nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine wegen ihrer Verbindungen zu Moskau in der Kritik steht, wurde vom US-Finanzministerium schriftlich gewarnt, dass ihr Zugang zum US-Finanzsystem eingeschrankt werden konnte, so eine Person, die den Briefwechsel gesehen hat.

Die russische Tochtergesellschaft von Raiffeisen teilte mit, dass ab dem 10. Juni keine ausgehenden Dollar-Uberweisungen mehr getatigt werden, eine Anderung, die alle Kunden der Bank betrifft.

"Leider konnen wir das nicht beeinflussen", sagte die Tochtergesellschaft in einer Erklarung.

"Es gibt keine Einschrankungen fur eingehende Zahlungen in Dollar. Die Einschrankungen gelten auch nicht fur andere Fremdwahrungen."