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ANALYSE/Wann werden Elektroautos zum Mainstream?

19.01.2022 | 11:06

Von Stephen Wilmot

NEW YORK (Dow Jones)--Ohne weitere Hilfe aus Washington werden die Verkäufe von Elektrofahrzeugen dem Börsenhype nicht gerecht. Die Verkäufe von Elektroautos in den USA verdoppelten sich zwar im vergangenen Jahr auf 656.866, darunter sowohl reine Elektroautos im Stil von Tesla als auch Plug-in-Hybride, so Daten von EV-volumes - das entspricht 4,4 Prozent des gesamten Pkw-Marktes. Folgt man Everett Rogers' klassischer Analyse der Technologiediffusion, so sind die USA nicht mehr in der Phase der "Innovatoren", in der eingefleischte Experimentatoren das Produkt kauften, sondern in der Phase der "Early Adopter".

Aber 4,4 Prozent sind ein unglaublicher Abstand zu den 83 Prozent des Marktwerts der US-Automobilhersteller, die von den EV-Spezialisten Tesla, Rivian und Lucid repräsentiert werden. Wenn die neue Technologie die hohen Erwartungen der Investoren erfüllen soll, müssen die USA, wie die weltweite Bilanz zeigt, auf Subventionen zurückgreifen. Steuerliche Unterschiede sind die deutlichste Erklärung für die weltweit sehr unterschiedlichen Verbreitungsraten von Elektrofahrzeugen.

In Norwegen, wo der Anteil der Elektroautos an den Verkäufen im vergangenen Jahr 86 Prozent erreichte, ist diese Technologie seit langem von den ansonsten hohen Kfz-Steuern befreit. Diese Politik und die sinkenden Kosten haben dazu geführt, dass Plug-in-Fahrzeuge preislich mit herkömmlichen Fahrzeugen vergleichbar und auch im Betrieb günstiger sind. Nur die "Nachzügler" von Rogers - im Falle Norwegens abgelegene arktische Gemeinden, die sich aus gutem Grund Sorgen machen, dass ihnen die Ladung ausgeht - kaufen immer noch Verbrennungsmotoren.

   Subventionen verleihen der E-Mobilität wichtigen Rückenwind 

Vor allem seit der Pandemie haben die größeren europäischen Volkswirtschaften umfangreiche Subventionen für Elektrofahrzeuge eingeführt, die manchmal durch zusätzliche Steuern auf herkömmliche Autos ergänzt werden. Die Verbraucher reagieren darauf. In Deutschland, der historischen Heimat des Verbrennungsmotors, machten Plug-Ins im vergangenen Jahr etwa ein Viertel der Verkäufe aus. Auch in Frankreich und Großbritannien lag die Marktdurchdringung bei oder über 20 Prozent - ein Wert, der darauf schließen lässt, dass die pragmatische "frühe Mehrheit" überzeugt ist.

Das Reich der Mitte ist mit 3,2 Millionen verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr, was 14 Prozent der gesamten chinesischen Autoverkäufe entspricht, mit großem Abstand führend auf dem weltweiten Markt für Elektroautos. Und generell ist das ein hoher Wert für den wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Landes. China hat schon früh den Kauf von Elektroautos subventioniert und war bis vor kurzem einzigartig in der Förderung der Lieferkette. Das hat dazu geführt, dass es billiger ist, ein Elektroauto in China zu bauen als anderswo - ein Vorteil, den Tesla, BMW und Volvo jetzt nutzen, um Autos aus dem Land nach Europa zu liefern.

   Staat mischt im Wettbewerb zwischen Verbrennern und E-Autos kräftig mit 

Doch es geht nicht nur um Subventionen. Die Verbraucher entscheiden sich für E-Autos auch wegen der zunehmenden Klimabedenken, der verbesserten Produktleistung und der schwindenden Reichweitenangst nach den Investitionen in Ladenetze. Und die Hersteller in Europa fördern die E-Mobilität wegen der strengeren Emissionsvorschriften, die ab 2020 gelten. Die Regierungen haben die Einführung von E-Fahrzeugen bisher eindeutig vorangetrieben und werden dies auch weiterhin tun.

Angesichts von Engpässen in der Lieferkette könnten die nicht-subventionierten Kosten von E-Fahrzeugen noch ein Jahrzehnt lang höher sein als die von konventionellen Autos. Damit blieben sie ohne öffentliche Gelder wohl nur wohlhabenden Verbrauchern vorbehalten, die bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen. Im Moment ist der Wettbewerb zwischen E-Fahrzeugen und Verbrennungsmotoren nicht so sehr ein technologischer Kampf wie der zwischen LED-Lampen und Glühbirnen. Vielmehr ist es ein politisches Gerangel, sowohl aus ökologischen als auch - im Falle Chinas - aus geoökonomischen Gründen.

Eine der größten Fragen, die sich Elektroauto-Investoren stellen, ist, ob die USA ihr Gewicht in die Waagschale werfen werden. Der Infrastrukturplan von US-Präsident Joe Biden sah 7,5 Milliarden US-Dollar für Ladestationen vor, aber zusätzliche Steuergutschriften für E-Fahrzeuge waren Teil des jetzt blockierten Gesetzes "Build Back Better". Zwar gibt es für die ersten 200.000 verkauften Plug-in-Autos eines Herstellers eine staatliche Beihilfe von bis zu 7.500 Dollar, doch haben Marktführer Tesla und der potenzielle Herausforderer GM diesen Meilenstein bereits überschritten. Derzeit scheinen die Chancen auf weitere Steuergutschriften also nicht hoch genug zu sein, um den Optimismus zu rechtfertigen, der den US-Elektroauto-Markt umgibt. Uncle Sam muss ein Machtwort sprechen, oder die Investoren könnten lange warten müssen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/axw/cbr

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2022 05:05 ET (10:05 GMT)

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