Der Kohleförderer und Stromerzeuger LEAG, der sich im Besitz des tschechischen Energieunternehmens EPH befindet, plant den Bau von Gaskraftwerken an vier Standorten in Deutschland als Teil einer Regierungsstrategie, um mehr solcher Anlagen zu errichten, sagte der Vorstandsvorsitzende in einem Interview mit Reuters.

"Wir werden auf jeden Fall daran beteiligt sein", sagte Thorsten Kramer. "Wir haben vier Kraftwerksstandorte. Wir bewerben uns für alle", sagte er und bezog sich dabei auf die Pläne Berlins, Kapazitäten in einem noch zu definierenden Auktionssystem auszuschreiben.

Die Planungen für diese Standorte, die zusammen über eine Kapazität von mindestens 3 Gigawatt (GW) verfügen würden, laufen bereits seit mehreren Jahren, fügte Kramer hinzu.

Anfang dieses Monats hat die deutsche Regierung einer Strategie zugestimmt, die Subventionen in Höhe von 17 Milliarden Dollar für Betreiber von Gaskraftwerken vorsieht, die auf Wasserstoff umstellen können, den Berlin als entscheidende zukünftige Energiequelle für den Übergang weg von umweltschädlichen fossilen Brennstoffen betrachtet.

Die LEAG, Deutschlands zweitgrößter Stromerzeuger, ist optimistisch, dass sie bis Ostern grünes Licht für die 1,75 Milliarden Euro (1,89 Milliarden Dollar) Entschädigung erhält, die Berlin dem Unternehmen für die Abschaltung seiner Braunkohlekraftwerke bis 2038 zahlen will, so Kramer.

Brüssel muss die Beihilfe noch genehmigen, die auf eine ähnliche Entschädigung für den größeren LEAG-Konkurrenten RWE im vergangenen Jahr folgt.

($1 = 0,9243 Euro) (Bericht von Tom Kaeckenhoff; Schreiben von Rachel More und Christoph Steitz)