LONDON (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Sanofi könnte bei dem geplanten Verkauf der Sparte mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten Insidern zufolge fast 19 Milliarden Euro einnehmen. Unter den zahlreichen Interessenten sind Beteiligungsgesellschaften wie Advent, Blackstone, Bain Capital, CVC Capital Partners, EQT und KKR, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen schrieb.

Wie schon länger bekannt, will Sanofi im Zuge eines Umbaus die Konsumentensparte (Consumer Health) rund um rezeptfreie Medikamente abspalten. Geplant ist die Maßnahme frühestens für das Schlussquartal. Fortan wollen sich die Franzosen stärker auf ihr lukratives Geschäft mit Immunkrankheiten sowie das Impfstoffgeschäft konzentrieren.

Die Sanofi-Aktien legten auf die Nachrichten hin zu und notierten am Nachmittag gut eineinhalb Prozent im Plus. Damit bring es Sanofi auf einen Börsenwert von fast 110 Milliarden Euro.

Auch beim finanziell unter Druck stehenden Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer wird aktuell eine Abspaltung des Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten diskutiert. Ob es zeitnah dazu kommen wird, darüber sind sich Analysten uneins.

Die Fokussierung auf das Pharma-Kerngeschäft liegt aktuell im Trend. Erst Mitte 2022 hatte der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) das Konsumgüterunternehmen Haleon abgespalten./mis/he