Donald Trump erwagt, den Milliardar Elon Musk als politischen Berater zu engagieren, falls der republikanische Prasidentschaftskandidat bei der Wahl im November das Weisse Haus zuruckerobert, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf mit den Gesprachen vertraute Personen.

Die beiden haben daruber gesprochen, wie Musk, der die Social-Media-Plattform X sowie SpaceX und Tesla betreibt, "formalen Input und Einfluss" auf die Wirtschafts- und Grenzsicherheitspolitik nehmen kann, so das Journal.

Das WSJ berichtet auch, dass Musk Trump uber seine laufende Einflusskampagne informiert hat, die darauf abzielt, machtige US-Wirtschaftsfuhrer davon zu uberzeugen, den demokratischen Prasidenten Joe Biden nicht zu unterstutzen, der Trump bei den Wahlen 2020 geschlagen hat und eine zweite Amtszeit anstrebt.

In diesen Gesprachen, an denen auch der Milliardar Nelson Peltz beteiligt war, wurde auch uber die Finanzierung eines "datengesteuerten Projekts zur Verhinderung von Wahlbetrug" gesprochen, so die Quelle, ohne dass weitere Details bekannt wurden.

Vertreter von Trump und Musk reagierten nicht sofort auf Bitten um einen Kommentar. Auch Vertreter der Biden-Kampagne haben nicht sofort geantwortet.

Der Sprecher der Trump-Kampagne, Brian Hughes, sagte dem Journal, dass nur Trump entscheiden werde, "welche Rolle eine Person in seiner Prasidentschaft spielt". Das WSJ teilte mit, dass Musk auf seine Bitten um einen Kommentar nicht reagiert hat.

Im Marz sagte Musk, einer der reichsten Menschen der Welt, nach einem Treffen mit Trump in Florida, er werde weder Trump noch Biden Geld spenden. Stattdessen wolle er "seinen Einfluss nutzen ... um Biden zu besiegen, indem er die Unterstutzung einflussreicher Verbundeter mobilisiert", so das WSJ unter Berufung auf eine mit seinen Uberlegungen vertraute Person.

In den letzten Jahren hat Musk die Republikanische Partei immer starker unterstutzt.

Musk hat ohne Beweise behauptet, dass Biden absichtlich Migranten uber die Grenze zwischen den USA und Mexiko lasst. Er hat auch antisemitische Kommentare auf X gebilligt, obwohl Musk bestritten hat, antisemitisch zu sein.

Obwohl er Bidens Politik in Bezug auf Einwanderung, Elektrofahrzeuge und Zolle offentlich kritisiert hat, hat Musk keine formelle Unterstutzung fur die Wahl im November abgegeben und Trump hat gesagt, er wisse nicht, ob er die Unterstutzung des Milliardars habe.

Laut einer CivicScience-Umfrage, die Reuters exklusiv vorliegt, haben Musks Ansichten seinem Ansehen bei einigen Verbrauchern geschadet.

Trump, ein produktiver Nutzer von Twitter, jetzt X, bevor er nach dem Anschlag auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 von der Social-Media-Website verbannt wurde, hat seine konkurrierende Plattform Truth Social ins Leben gerufen, die der Trump Media and Technology Group Corp gehort. (Berichte von Tim Reid, Manas Mishra und Stephanie Kelly; Schreiben von Susan Heavey; Bearbeitung von Lisa Shumaker)