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OHB-Chef: Brauchen für Marsmissionen mehr Infrastruktur im All

13.05.2018 | 14:42

BERLIN/BREMEN (dpa-AFX) - Damit Menschen regelmäßig zum Mars fliegen könnten, brauchte es nach Ansicht eines Raumfahrtunternehmers Versorgungspunkte auf dem Weg durchs All. "Die Herausforderung liegt darin, im näheren Planetensystem überhaupt eine Logistik aufzubauen", sagte der Vorstandschef des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB, Marco Fuchs. Das könne zum Beispiel eine Mondbasis sein, bei der man Proviant und Ersatzteile aus dem 3D-Drucker laden könnte.

Das müsse man sich wie beim Seefahrer Christoph Kolumbus vorstellen. "Kolumbus ist nach Amerika gefahren", sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber was hat man danach gemacht?" Es seien Zwischenstationen auf den Kanaren, Azoren und Kap Verden errichtet worden. Damit habe man einen sicheren Schiffsverkehr organisiert.

Im März hatte der Multimillionär und Tesla-Gründer Elon Musk für die Besiedlung des Mars geworben. So könne die Menschheit im Falle eines Dritten Weltkriegs überleben. Musk will sein Raumschiff "Big Falcon Rocket" das erste Mal 2022 auf dem Roten Planeten landen lassen. Andere halten den Plan nicht annähernd für realistisch.

"Ich glaube, man unterschätzt die Komplexität des Mars", sagte Fuchs. Auf dem Mond könne man leichter eine Art Antarktisstation betreiben. "Aber der Mars ist eine andere Nummer, allein wegen der Dimensionen." Man brauche allein sehr starke Triebwerke, um dort wieder wegzukommen. Seine Generation werde nicht mehr erleben, dass der Mars besiedelt werde. "Aber vielleicht liege ich auch falsch."

OHB ist selbst an einer Marserkundung beteiligt, baut einen Großteil der Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo und ist größter deutscher Zulieferer des Raketenprogramms Ariane-5. In rund 40 Jahren wurde aus dem Fünf-Mann-Betrieb einer der größten Raumfahrtkonzerne in Europa. Der Umsatz von OHB stieg im vergangenen Jahr um rund 18 Prozent auf 826 Millionen Euro.

Nach Angaben des "Handelsblatts" ist der US-Investor Guy Wyser-Pratte wieder ins Unternehmen eingestiegen. Er ist bekannt dafür, sich bei Firmen einzukaufen, auf Umbauten zu drängen, um dann seine Aktien wieder mit Gewinn zu verkaufen. Der Amerikaner hatte bei OHB im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt.

So kritisierte Wyser-Pratte Strategie und Führungsstruktur des Familienunternehmens. OHB befindet sich zu 70 Prozent in Hand der Familie Fuchs. Nach Firmengründerin Christa Fuchs führt nun ihr Sohn Marco Fuchs das Unternehmen. Die 80-Jährige ist noch im Aufsichtsrat.

Vorstandschef Marco Fuchs sieht dem möglichen neuen Einstieg von Wyser-Pratte gelassen entgegen. "Er hat immer darauf geachtet, dem Unternehmen gegenüber eine positive Haltung zu zeigen. Das ist schon mal eine gute Grundvoraussetzung. Dass er der Meinung war, wir machen das nicht gut, war sein gutes Recht", sagte Fuchs. Wyser-Pratte habe angekündigt, zur Hauptversammlung am 24. Mai zu kommen. Der Aufsichtsrat soll dort erweitert werden. Neues viertes Mitglied soll der Präsident der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, werden.

Der Konzern OHB will künftig mehr Geld mit der Vermittlung von Raketenstarts verdienen. "Das werden wir jetzt wieder intensivieren. Quasi als Reisebüro für Raumtransporte", sagte Fuchs. Auch in Satelliten zur Erdbeobachtung sieht er ein gutes Zukunftsgeschäft. Dort kämen immer mehr Sensoren hinzu. "Sie können heute schon die Temperaturen der Meeresoberfläche oder das Schmelzen von Eisflächen beobachten. Man wird permanent CO2-Werte überwachen können. Dann kann man genau sagen, wer wie viel Schmutz verursacht hat."

OHB baut auch ein Trägermodul für den zweiten Teil der "ExoMars"-Mission der europäischen Weltraumorganisation Esa und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Es soll 2020 einen Lander und einen Rover zum Mars bringen.

Dem Leben auf fremden Planeten sind nach Angaben von Fuchs aber große Grenzen gesetzt. "Man darf bei der Raumfahrt nie vergessen: Das wird nie so werden wie bei Raumschiff Enterprise", sagte er. "Wenn man die Physik nimmt, wie wir sie seit Einstein kennen, kommen wir nicht so schnell zu anderen Sonnensystemen." Die Reisezeit bemesse sich mindestens in Jahrzehnten, selbst das am nächsten liegende Sonnensystem Alpha Centauri sei über vier Lichtjahre entfernt. "Da kommen wir nicht weit, solange Menschen nur 100 Jahre leben."/kil/DP/he


© dpa-AFX 2018
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