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Krise für neue Boeing-Jets: Behörden verhängen weitere Startverbote

12.03.2019 | 11:27

SINGAPUR/ADDIS ABEBA (dpa-AFX) - Nach zwei Flugzeugabstürzen innerhalb weniger Monate zieht die Furcht vor weiteren Zwischenfällen mit Boeings jüngsten Jets immer weitere Kreise. Der südostasiatische Stadtstaat Singapur - eines der wichtigsten Drehkreuze der Luftfahrt weltweit - verhängte am Dienstag mit sofortiger Wirkung ein Startverbot für die noch relativ neuen Maschinen der Serie Boeing 737 Max. Die Flugsicherheitsbehörde in Australien erklärte ebenfalls, die Maschinen dürften dort vorübergehend nicht mehr starten oder landen.

Auch die Entscheidung zahlreicher Airlines, die ihre Maschinen vom Typ Boeing 737 Max aus Sicherheitsgründen vorübergehend stilllegten, widersprach der Haltung der US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese erließ kein Startverbot für die Maschinen. "Diese Untersuchung hat gerade erst begonnen, und uns liegen bislang keine Daten vor, um Schlussfolgerungen zu ziehen oder Maßnahmen zu ergreifen", teilte die FAA am Montag (Ortszeit) mit. Am Sonntag war eine Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt, 157 Menschen kamen ums Leben. Im Oktober waren beim Absturz einer baugleichen Maschine der Fluglinie Lion Air in Indonesien 189 Menschen gestorben.

Der Aktienkurs des Luft- und Raumfahrtriesen aus den USA war am Montag angesichts der Krise zeitweise um mehr als 13 Prozent abgerutscht und ging am Ende mit mit einem Minus von 5,4 Prozent aus dem Handel. Am Dienstag ging es für die Papiere im Frankfurter Xetra-Handel weiter abwärts - zuletzt um etwa ein halbes Prozent. Profitieren von der Krise konnten Anteilseigner von Airbus. Der Kurs des europäischen Boeing-Rivalen legte um bis zu 1,3 Prozent auf 114,52 Euro zu und näherte sich damit seinem Rekordhoch von 114,76, das er Anfang März erreicht hatte.

Die FAA teilte mit, sie werde in Bezug auf die Boeing-Jets "geeignete Maßnahmen ergreifen, wenn die Daten darauf hindeuten, dass dies erforderlich ist". Im vergangenen Jahr habe es zahlreiche technische Prüfungen und Maßnahmen gegeben, die infolge des Absturzes in Indonesien ergriffen worden seien. Experten der FAA und der US-Transportsicherheitsbehörde NTSB kamen am Dienstag in Äthiopien an, um bei der Klärung der Unglücksursache zu helfen.

Der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek, warnte vor übereiltem Handeln. "Man muss jetzt keine Schnellschüsse machen, wenn man noch gar nicht weiß, was die Ursachen für den Absturz gewesen sind", sagte der CDU-Politiker am Dienstag im rbb-Inforadio. Die Gründe seien nicht immer ganz so einfach, wie sie vielleicht zunächst auf der Hand lägen. "Da kann man nicht direkt hingehen und Verbote erteilen. Am Ende braucht man doch ein Stück Beleg."

Nach dem Absturz der Lion-Air-Maschine vermuteten Ermittler, dass eine neue Steuerungssoftware der Boeing eine entscheidende Rolle gespielt haben könnte. Der Crash in Äthiopien am Sonntag wies gewisse Ähnlichkeiten auf. Boeing versprach derweil eine rasche Erweiterung der umstrittenen Steuerungssoftware in den kommenden Wochen. Der Flugzeugbauer habe ein verbessertes Kontrollprogramm entwickelt, um "ein bereits sicheres Flugzeug noch sicherer zu machen", erklärte das Unternehmen.

Manche Luftfahrtbehörden wollten aber offenbar nicht bis zum nächsten Boeing-Update warten. Das Startverbot in Singapur soll solange gelten, bis "weitere Informationen gesammelt und das Sicherheitsrisiko neu bewertet" ist, teilte die Luftfahrtbehörde mit. Betroffen von dem Verbot sind unter anderem die Fluggesellschaften China Southern, Thai Lion, Garuda, Silk Air und Shandong. Von dem Verbot in Australien sind bislang nur die beiden Airlines Silk Air aus Singapur und Fiji Airways von den Fidschi-Inseln betroffen.

China und Indonesien hatten den neuen Boeings bereits am Montag ein Startverbot erteilt. Chinas Luftfahrtbehörde hatte in der Begründung des Startverbots darauf verwiesen, dass es bei beiden Unglücken "gewisse Ähnlichkeiten" gegeben habe. Beide Flüge waren bei gutem Wetter kurz nach dem Start in Schwierigkeiten gekommen.

Zahlreiche Fluggesellschaften entschlossen sich ebenfalls, die Maschinen am Boden zu lassen, darunter etwa Ethiopian Airlines, die mexikanische Aeroméxico, Aerolíneas Argentinas und in Brasilien die Gesellschaft Gol. Damit bleiben inzwischen mindestens 130 der Flugzeuge am Boden, fast 100 davon in China. Seit 2017 hat Boeing rund 350 Maschinen ausgeliefert. Andere Fluggesellschaften wie American Airlines, Southwest Airlines, Norwegian und die Fluglinien des Tui-Konzerns in Großbritannien und den Benelux-Staaten halten am Betrieb des Flugzeugs fest. Deutsche Fluggesellschaften nutzen dem Verkehrsministerium zufolge bisher keine Boeing 737 Max 8.

Die Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines war am Sonntag auf dem Weg nach Nairobi kurz nach dem Start in Addis Abeba abgestürzt. Die Flugschreiber wurden inzwischen am Absturzort gefunden. Unter den Absturzopfern waren dem Auswärtigen Amt zufolge auch fünf Deutsche.

Die Boeing 737 ist das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt. Die 737-Max-Reihe ist die neueste Variante des Verkaufsschlagers. Die Überarbeitung der Software erfolgte Boeings Mitteilung zufolge im Zuge des im Oktober in Indonesien abgestürzten Lion-Air-Flugs 610 und werde in den kommenden Wochen bei sämtlichen 737-Max-Maschinen installiert. Das sogenannte Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) war nach dem Absturz in Indonesien schwer in die Kritik geraten. Laut Unfallermittlern drückte der Bordcomputer die Nase des Flugzeugs automatisch immer wieder nach unten, während die Crew versucht habe, sie nach oben zu steuern./cy/DP/stw


© dpa-AFX 2019
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