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ANALYSE/Wasserstoff weckt Hoffnung für Industrie-Größe Thyssen

14.01.2022 | 09:13

Von Rochelle Toplensky

ESSEN (Dow Jones)--Die Strategie, aus altehrwürdigen Industrieunternehmen trendige, umweltfreundliche Bereiche zu hohen Bewertungen auszugliedern, funktioniert in der Theorie oft besser als in der Praxis. Das vielversprechende Wasserstoffgeschäft von Thyssenkrupp könnte jedoch eine Ausnahme sein.

Am Donnerstag gewährte das Essener Unternehmen, das vor allem für seine Stahlproduktion bekannt ist, den Anlegern einen näheren Einblick in ein Joint Venture, das sich zu 66 Prozent in seinem Besitz befindet und lange Zeit in seiner Konglomeratsstruktur verborgen war: Uhde Chlorine Engineers, jetzt umbenannt in Thyssenkrupp Nucera. Die Einheit stellt seit langem Chlorelektrolyseure her, die als Nebenprodukt Wasserstoff erzeugen. Durch ein neues Produktdesign kann das Unternehmen heute schon Elektrolysezellen mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt jährlich für grünen Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Konditionen liefern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Thyssenkrupp über Pläne gesprochen, eine Minderheitsbeteiligung an diesem Unternehmen an die Börse zu bringen. Angesichts der hohen Bewertungen von eigenständigen Wasserstoff-Elektrolyseur-Unternehmen wie ITM Power und NEL klingt das Vorhaben überzeugend. Analysten schätzen, dass Nucera bei ähnlichen Multiplikatoren zwischen vier und fünf Milliarden Euro wert sein könnte.

Thyssenkrupp, das sich nach dem Verkauf seines Flaggschiffgeschäfts mit Aufzügen im Jahr 2020 und einer langwierigen Identitätskrise allmählich selbst aufzulösen schien, hat aktuell einen Marktwert von weniger als sieben Milliarden Euro. Das Unternehmen rechnet damit, bis zu 600 Millionen Euro durch den Börsengang von Nucera einzunehmen. Das Geld soll für die Verfünffachung der Kapazität, die Weiterentwicklung der Technologie und die Durchführung großer Projekte verwendet werden.

Nucera würde sich von anderen grünen Wasserstoffaktien dadurch unterscheiden, dass seine Technologie erprobt ist und die industriellen Kapazitäten bereits vorhanden sind. Eine Partnerschaft mit dem Industriegasriesen Air Products hat zum Bau einer 900 Millionen Euro teuren Pipeline beigetragen. Mit dem Düngemittelhersteller CF Industries hat Nucera einen Vertrag über den Bau eines 20-Megawatt-Elektrolyseurs in Louisiana bis 2023. Für Shell wird das Unternehmen im Rotterdamer Hafen eine Elektrolyseanlage mit 200 Megawatt Leistung bereitstellen. Viele andere Projekte für grünen Wasserstoff wurden angebahnt oder warten noch auf die endgültigen Investitionsentscheidungen, so zum Beispiel eine saudi-arabische Anlage mit einer Leistung von über zwei Gigawatt in der neuen Stadt Neom.

Das bestehende Chlorgeschäft von Nucera erwirtschaftete im vergangenen Jahr 319 Millionen Euro Umsatz und 30 Millionen Euro Gewinn. Auch dieser Zweig verfügt über ein gewisses Wachstumspotenzial. Die meisten Anleger werden sich jedoch eher für das Wasserstoffprojekt interessieren, von dem das Management erwartet, dass es im Jahr 2024 die Gewinnschwelle erreicht und im darauf folgenden Geschäftsjahr Einnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro bis 700 Millionen Euro erwirtschaften wird. Das Potenzial des Gases, schwer zu dekarbonisierende Branchen wie die Stahlindustrie und den Fernverkehr sauber zu machen, untermauert die Erwartungen einer Versiebenfachung des Weltmarkts bis 2050.

Für die Anleger des in Aussicht gestellten Börsengangs besteht das Hauptrisiko eventuell darin, dass konkurrierende Technologien die Führung in einer sich schnell entwickelnden Branche übernehmen. Nucera begegnet diesem Risiko, indem das Unternehmen in den nächsten vier bis fünf Jahren erhebliche Forschungs- und Entwicklungsressourcen für die Weiterentwicklung seiner Technologie einsetzt.

Außerdem ist es so, dass minderheitsnotierte Unternehmen in der Regel mit Kursabschlägen gehandelt werden, da sie einen relativ geringen Streubesitz haben und nicht wirklich unabhängig sind. Die gute Nachricht ist, dass der Hype um den Wasserstoff noch kaum bei der Thyssenkrupp-Aktie angekommen ist. Sie stieg zwar kräftig im letzten Jahr nach den ersten Meldungen über den geplanten Börsengang, fiel dann aber wieder zurück. Anleger können nicht davon ausgehen, dass sich der Wert von Nucera in vollem Umfang auf die Bewertung der Muttergesellschaft auswirken wird. Dennoch dürfte der Börsengang einem alten Industrierecken neuen Glanz verleihen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rer/jhe

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2022 03:12 ET (08:12 GMT)

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