Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. Thyssenkrupp AG
  6. News
  7. Übersicht
    TKA   DE0007500001   750000

THYSSENKRUPP AG

(TKA)
  Bericht
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

THYSSENKRUPP IM FOKUS: Stahlkonzern in Not

16.11.2020 | 08:35

ESSEN (dpa-AFX) - Dem Traditionskonzern Thyssenkrupp steht das Wasser bis zum Hals. Die Corona-Pandemie hat die seit Jahren andauernde Krise noch einmal wesentlich verschärft. Die Stahlsparte wird dabei in der gegenwärtigen Lage immer mehr zum Mühlstein für die Essener. Wird das Geschäft verkauft oder steigt doch der Staat ein? Die Lage bei Thyssenkrupp, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DIE LAGE BEI THYSSENKRUPP:

Die Corona-Pandemie trifft die Essener zur Unzeit. Denn eigentlich hatte sich Konzernchefin Martina Merz vorgenommen, den schlingernden Konzern radikal umzubauen und so wieder auf Kurs zu bringen. Die Konzentration soll künftig weitgehend auf dem Werkstoffhandel und den Industriekomponenten liegen. Alles andere steht zur Disposition, das Management will sich dabei möglichst viele Optionen offen halten.

Mit den 17 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Aufzugsparte sollte der Umbau finanziert und außerdem die hohen Schulden gesenkt werden. Doch nun läuft Thyssenkrupp die Zeit davon. Die Corona-Krise macht den Essenern bei den ursprünglichen Plänen einen Strich durch die Rechnung, in diesem Geschäftsjahr erwartet das Management einen Milliardenverlust.

Im Fokus steht dabei die traditionelle Stahlsparte. Thyssenkrupp prüft derzeit alle Optionen für sein unter der Corona-Pandemie besonders leidendes Geschäft. Möglich sind Partnerschaften, ein Teil- oder Komplettverkauf. Es gebe keine "Denkverbote", hatte Merz zuletzt erklärt. Die Sparte kämpft mit der hohen Abhängigkeit der derzeit schwächelnden Automobilindustrie, die gesamte Branche steht unter Preisdruck und ächzt unter zu hohen Kapazitäten.

Zudem sind massive Investitionen in eine klimaschonende Produktion nötig. Der Konzern hatte bereits einmal versucht, sein Stahlgeschäft mit Tata Steel Europe zusammenzulegen, war aber an der europäischen Kartellbehörde gescheitert.

Mit dem britischen Konkurrenten Liberty Steel hatte sich zuletzt ein Interessent gemeldet, der das Stahlgeschäft übernehmen will. Ob es jedoch dazu kommt, ist unklar. Die Gewerkschaft IG Metall sprach sich schon dagegen aus. Thyssenkrupp hat eine Prüfung angekündigt, will aber gleichzeitig mit weiteren potenziellen Partner sprechen. Auch der schwedischen SSAB sowie Tata Steel Europe hätten Interesse angemeldet, hieß es.

Ende Oktober hatte es jedoch Medienberichte gegeben, dass SSAB ein Auge auf Teile des europäischen Geschäfts von Tata Steel geworfen haben soll - was die Verhandlungsposition von Thyssenkrupp nicht gerade verbessern dürfte. Auch eine Fusion mit dem deutschen Konzern Salzgitter scheint derzeit ob des hohen finanziellen Risikos wenig wahrscheinlich. Salzgitter hat einen Merger schon mehrfach abgelehnt.

Thyssenkrupp verliert seit Jahren Geld, für das vergangene Geschäftsjahr (per Ende September) hat der Konzern Mittelabflüsse im fortgeführten Geschäft von 5 bis 6 Milliarden Euro angekündigt. Allein im Stahlbereich dürften sich Verluste von bis zu gut einer Milliarde Euro anhäufen, hieß es zuletzt im Sommer. Am 19. November will der Konzern seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2019/20 vorlegen.

Die Rufe nach einem Einstieg des Staates werden daher lauter. Die Arbeitnehmerseite fordert dies seit Monaten vehement, sei es durch den Bund oder Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Auch die NRW-SPD hatte zuletzt eine Staatsbeteiligung an der Stahlsparte gefordert. Bund und Land standen dem zunächst ablehnend gegenüber. Medienberichten zufolge soll es jedoch zuletzt Gespräche über mögliche Lösungen gegeben haben, die jedoch für allem Hilfen für die Umstellung der Produktion hin zu CO2-armen Stahl im Blick haben sollen.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Marktexperten kritisieren seit Jahren die milliardenschweren Mittelabflüsse bei Thyssenkrupp. Daher hält so mancher Analyst einen Verkauf der Stahlsparte, die dafür maßgeblich verantwortlich ist, für keine schlechte Lösung. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen. Der vollständige Verkauf könnte optisch attraktiv sein, da er die Bilanz weiter stärken würde, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Luke Nelson.

So könnten die Verbindlichkeiten reduziert werden, zudem würde sich Thyssenkrupp kurzfristig der schweren Last hoher negativer Liquiditätsabflüsse entledigen. Allerdings gab Nelson unter anderem zu bedenken, dass der Verkauf an einen Konkurrenten wie Liberty Steel die kartellrechtlichen Risiken erhöhen würde. Zudem hätten wichtige Interessengruppen wie zum Beispiel Gewerkschaften bereits ihre Ablehnung des vorgeschlagenen Deals zum Ausdruck gebracht.

Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank sieht Thyssenkrupp in einer schwachen Verhandlungsposition. Der Angebotspreis könnte unter den Erwartungen des Konzerns liegen. Eine Deutsche Stahl AG, zusammen mit Salzgitter, sei gegenwärtig nicht zu realisieren.

Mit Blick auf die Zahlen sehen die Experten rot. Zwar dürfte die Entwicklung im vierten Quartal nicht mehr ganz so desaströs ausfallen wie noch im Vorquartal, jedoch rechnen Analysten in einem vom Unternehmen veröffentlichten Konsens operativ erneut mit einem Verlust. Der freie Mittelabfluss dürfte wieder die Milliardengrenze erreicht haben. Für das gesamte Geschäftsjahr liegt die durchschnittliche Schätzung des Mittelabflusses bei gut 5 Milliarden Euro. Auch hier sehen sie die Ergebnisse tiefrot.

Im Blick steht dabei die weitere Entwicklung des Konzerns. Analyst Bastian Synagowitz von der Deutschen Bank rechnet dabei auch für 2020/21 mit einem negativen Cash-Flow.

DAS MACHT DIE AKTIE

Der Blick auf den Chart des Thyssenkrupp-Papiers zeigt das Ausmaß der Misere und des Niedergangs in den vergangenen Jahren deutlich. Von Kursen über der Marke von mehr als 30 Euro Mitte 2011 ging es peu a peu nach unten. Die vielen Probleme des Konzerns drückten den Kurs bis zum August vergangenen Jahres in den einstelligen Bereich - und dann kam in diesem Jahr noch Corona.

Die Pandemie und die Sorgen über die Finanzlage des Unternehmens versetzten dem Kurs einen weiteren Schlag - im Frühjahr kostete eine Thyssenkrupp-Aktie zeitweise deutlich weniger als vier Euro. Davon konnte sich das Papier zunächst im Sommer auf teilweise über 7 Euro erholen. Doch auch das war schnell verpufft.

Sorgen über den hohen Finanzbedarf und weitere coronabedingte Rückschläge ließen diese Erholung schnell wieder platzen. Anfang Oktober rutschte das Papier erneut unter die 4-Euro-Marke, die Interessenbekundung von Liberty an einer Übernahme des Stahlgeschäfts gab nur einen kurzen Schub. Zuletzt pendelte die Aktie um die 5-Euro-Marke.

Damit steht im laufenden Jahr ein Verlust von knapp 60 Prozent zu Buche. Langfristig ist die Bilanz noch düsterer, auf fünf Jahre gesehen mussten Aktionäre einen Wertverlust von mehr als 70 Prozent hinnehmen. Wichtigste Anteilseigner sind dabei die Krupp-Stiftung sowie der schwedische Finanzinvestor Cevian.

Die Marktkapitalisierung liegt gerade noch bei rund 3 Milliarden Euro. Damit tummelt sich das einstige Dax-Unternehmen auf den hinteren Plätzen im Mittelwertesegment MDax. Von Spitzenreitern wie Airbus (68 Mrd Euro), Siemens Healthineers (42 Mrd Euro) oder Sartorius (27 Mrd Euro) ist der Traditionskonzern damit meilenweit entfernt./nas/ssc/fba/zb


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AIRBUS SE 1.36%114.9 Realtime Kurse.27.98%
DAX 0.81%15587.36 verzögerte Kurse.13.62%
JPMORGAN CHASE & CO. 1.92%166.61 verzögerte Kurse.28.65%
MDAX 0.55%34358.41 verzögerte Kurse.11.57%
SALZGITTER AG 0.21%29.12 verzögerte Kurse.34.19%
SARTORIUS AG 0.00%580 verzögerte Kurse.68.12%
SIEMENS AG 0.14%141.26 verzögerte Kurse.20.20%
SIEMENS HEALTHINEERS AG 0.70%57.34 verzögerte Kurse.36.59%
SSAB AB 0.31%44.7 verzögerte Kurse.52.08%
TATA STEEL LIMITED 1.44%1373.65 Schlusskurs.113.45%
THYSSENKRUPP AG 1.36%8.794 verzögerte Kurse.8.25%
Alle Nachrichten zu THYSSENKRUPP AG
15.10.Wirtschaftsverbände sehen Licht und Schatten bei 'Ampel'-Papier
DP
15.10.BDI und IG Metall fordern von kommender Regierung massive Investitionen
DJ
15.10.Börse Frankfurt-News: Steigende Zinserwartungen treiben Renditen (Anleihen)
DP
13.10.THYSSENKRUPP : rothe erde erweitert Produktionsstätte in China
PU
12.10.SALZGITTER : schließt Produktionseinschränkungen wegen Strompreisen nicht aus
RE
11.10.MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert - Inflationsgespenst geht weiter um
DJ
11.10.STUDIE : Politik muss viel mehr für Klimaziele tun - Appell von Firmen
DP
11.10.MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Astrazeneca gesucht
DJ
11.10.MÄRKTE EUROPA/Zurückhaltender Handel setzt sich fort
DJ
11.10.Konzerne fordern mehr Klimaschutz von neuer Bundesregierung
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu THYSSENKRUPP AG
11.10.RIAS A/S : Adjustment of expectations for RIAS A/S
AQ
07.10.EXPANSION TO 5 GIGAWATTS OF ANNUAL P : thyssenkrupp rep-resented in all three BMBF hydroge..
PU
30.09.LOWER CONSUMPTION, HIGHER EFFICIENCY : Berco to reduce the environmental impact at its Cop..
PU
30.09.THYSSENKRUPP : Primetals Technologies and thyssenkrupp join forces to launch an innovative..
PU
30.09.THYSSENKRUPP : Automotive pressing on with transformation of its powertrain business
PU
27.09.Economists, business relieved no left alliance after Germany vote
RE
23.09.Clean tech in focus as stock market awaits German election
RE
23.09.THYSSENKRUPP : World's most advanced forging line in Homburg/Saarland starts production
PU
22.09.Soaring gas prices ripple through heavy industry, supply chains
RE
22.09.RIAS A/S : Minutes from Extraordinary General Meeting - RIAS A/S
AQ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Analystenempfehlungen zu THYSSENKRUPP AG
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2021 33 385 Mio 38 726 Mio 35 726 Mio
Nettoergebnis 2021 -146 Mio -170 Mio -156 Mio
Nettoliquidität 2021 3 679 Mio 4 267 Mio 3 937 Mio
KGV 2021 -342x
Dividendenrendite 2021 0,57%
Marktkapitalisierung 5 475 Mio 6 351 Mio 5 858 Mio
Marktkap. / Umsatz 2021 0,05x
Marktkap. / Umsatz 2022 0,05x
Mitarbeiterzahl 101 592
Streubesitz 61,1%
Chart THYSSENKRUPP AG
Dauer : Zeitraum :
thyssenkrupp AG : Chartanalyse thyssenkrupp AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends THYSSENKRUPP AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralFallendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung KAUFEN
Anzahl Analysten 13
Letzter Schlusskurs 8,79 €
Mittleres Kursziel 13,39 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 52,2%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Martina Merz President & Chief Executive Officer
Klaus Keysberg Chief Financial Officer
Siegfried Russwurm Chairman-Supervisory Board
Peter Remmler Member-Supervisory Board
Friedrich Weber Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
THYSSENKRUPP AG8.25%6 258
ARCELORMITTAL46.64%29 883
NUCOR CORPORATION91.35%29 731
TATA STEEL LIMITED113.45%22 000
POSCO20.59%20 885
NIPPON STEEL CORPORATION47.70%15 776