Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Nyse  >  Twitter    TWTR

TWITTER

(TWTR)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Twitter ändert Regeln nach Kontroverse um Artikel-Blockade

16.10.2020 | 08:07

(neu: Tweet von Dorsey.)

SAN FRANCISCO/WASHINGTON (dpa-AFX) - Twitter ändert nach der Kontroverse um die Blockade eines umstrittenen Zeitungsartikels über Joe Biden seine Regeln für den Umgang mit durch Hacking erbeuteten Inhalten. Sie würden künftig nur noch gesperrt, wenn sie direkt von den Hackern veröffentlicht würden, teilte die Twitter-Managerin Vijaya Gadde in der Nacht zum Freitag mit. Damit wolle der Kurznachrichtendienst auch den unbeabsichtigten Konsequenzen unter anderem für Journalisten Rechnung tragen.

Die Zeitung "New York Post" hatte am Mittwoch berichtet, eine E-Mail, die auf einem Notebook in einer Reparaturwerkstatt gefunden worden sei, deute auf ein Treffen des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden mit einem Geschäftspartner seines Sohnes Hunter Biden im Jahr 2015 hin. Ein Sprecher von Bidens Wahlkampfteam sagte "Politico", dass es nie ein solches Treffen gegeben habe. Biden hat stets gesagt, er habe sich mit seinem Sohn nicht über dessen Geschäftsaktivitäten unterhalten. US-Präsident Donald Trump versucht knapp drei Wochen vor der Wahl, die Aufmerksamkeit auf den Bericht zu lenken.

Twitter ließ Nutzer von Mittwochnachmittag an keine Links zu dem Artikel mehr veröffentlichen oder verschicken und begründete das zunächst mit einem Verstoß gegen Regeln für durch Hacking erbeutete Inhalte. Später verwies der Dienst darauf, dass in dem Bericht abgebildete angebliche Mails unverschleierte E-Mail-Adressen enthielten. Das Vorgehen löste Kritik bei den Republikanern aus. "Die direkte Blockade von Links war falsch", erklärte Twitter-Chef Jack Dorsey am Freitag. Man wolle nun stattdessen Kontext hinzufügen.

Der Chef der Telekommunikationsaufsicht FCC, Ajit Pai, kündigte im Zuge der Kontroverse an, seine Behörde wolle eine seit den 90er Jahren geltende Regel präzisieren, die den Umgang mit Inhalten auf Online-Plattformen regelt. Die Bestimmungen der "Section 230" würden zum Teil zu breit interpretiert, was Internet-Unternehmen einen zu weitreichenden Schutz biete.

Gemäß der "Section 230" werden Online-Dienste nicht für von Nutzern veröffentlichte Inhalte haftbar gemacht. Zugleich gibt sie ihnen weitreichende Freiheit, gegen bestimmte Inhalte oder Nutzer vorzugehen. Die Regelung hat das heutige Web maßgeblich geprägt. Trump wirft Facebook und Twitter vor, konservative Ansichten zu unterdrücken, und fordert eine Abschaffung der "Section 230".

Twitter hatte 2018 Regeln gegen die Verbreitung von Material aus Hacker-Attacken eingeführt, auch als Reaktion auf die Veröffentlichung von mutmaßlich von russischen Angreifern gestohlenen E-Mails der Demokratischen Partei im Endspurt des US-Wahlkampfs 2016.

Mittlerweile seien bei dem Kurznachrichtendienst neue Instrumente wie Warnhinweise eingeführt worden, begründete Twitter-Managerin Gadde nun die Änderungen. Deswegen werde man künftig in der Regel die Links mit Warnhinweisen versehen, statt ihre Verbreitung zu verhindern. Die Regeln gegen die Veröffentlichung persönlicher Informationen blieben unverändert, betonte Gadde.

Gegen den Artikel der "New York Post" wäre Twitter somit trotzdem vorgegangen - was auch für einen Folgebeitrag am Donnerstag gilt. Laut ihm sollen E-Mails belegen, dass Hunter Biden bei einer chinesischen Firma versucht habe, Profit aus dem Amt seines Vaters als US-Vizepräsident zu schlagen.

Die Authentizität der Mails ist nicht bestätigt. Fragwürdig ist auch, wie die Mails ihren Weg an die Öffentlichkeit fanden. Die "New York Post" bekam nach eigenen Angaben am Wochenende eine Kopie der Festplatte des Notebooks von Rudy Giuliani, Trumps persönlichem Anwalt. Die Kopie sei vom Besitzer der Reparaturwerkstatt angefertigt worden, bevor das Laptop im Dezember 2019 von der Bundespolizei FBI beschlagnahmt worden sei. Der Besitzer der Werkstatt sagte dem Sender CBS, dass ein Mann, der sich als Hunter Biden zu erkennen gab, im April 2019 drei Laptops bei ihm abgegeben habe. Er könne jedoch die Identität nicht bestätigen, weil er sehbehindert sei.

Der Sender NBC berichtete, US-Ermittler prüften, ob es eine Verbindung zwischen den angeblich auf dem Computer gefundenen E-Mails mit einer ausländischen Geheimdienstoperation gebe.

Trump versucht seit langem, Biden wegen der früheren Tätigkeiten seines Sohnes in China und in der Ukraine anzugreifen. Sein Vertrauter Giuliani ist eine Schlüsselfigur dabei. Er hatte sich darum bemüht, die Ukraine zu Ermittlungen gegen Biden zu bewegen. Die "Washington Post" berichtete nun unter Berufung auf vier Ex-Regierungsbeamte, US-Geheimdienste hätten das Weiße Haus letztes Jahr gewarnt, dass Giuliani das Ziel einer russischen Geheimdienstoperation sei. Es sei die Befürchtung geäußert worden, dass Giuliani dazu benutzt werde, russische Falschinformationen direkt an den Präsidenten zu leiten.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Robert O'Brien habe Trump in einem persönlichen Gespräch gewarnt, dass Informationen, die Giuliani aus der Ukraine mitbringen würde, "als von Russland verunreinigt" betrachtet werden sollten, berichtete die "Washington Post". Trump soll daraufhin nur mit den Schultern gezuckt haben.

Hunter Biden war zwischen 2014 und 2019 Mitglied im Aufsichtsrat des ukrainischen Gaskonzerns Burisma. Trump bezichtigte Biden unter anderem, sein Vizepräsidentenamt genutzt zu haben, um zu versuchen, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Biden weist das zurück. Trump wollte dazu Ermittlungen in der Ukraine erreichen. Der Konflikt brachte ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen, das im Februar an der republikanischen Mehrheit im Senat scheiterte./so/DP/men


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
FACEBOOK INC 0.81%277.81 verzögerte Kurse.35.35%
SQUARE, INC. -0.19%212.52 verzögerte Kurse.239.71%
TWITTER 0.34%46.59 verzögerte Kurse.45.37%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 0.16%75.975 verzögerte Kurse.22.05%
Alle Nachrichten auf TWITTER
21.11.Twitter will @POTUS-Account bei Amtseinführung an Biden übergeben
DP
17.11.'FLEETS' : Twitter macht Tweets mit Verfallsdatum weltweit verfügbar
DP
13.11.Rund 300 000 Tweets rund um US-Wahl mit Warnhinweisen versehen
DP
12.11.TERROREXPERTE : Social-Media-Konzerne stärker in die Pflicht nehmen
DP
04.11.Türkei verhängt Geldstrafen gegen Facebook, Twitter und Co.
DP
04.11.US-WAHL : Twitter versieht Tweets zu Trump-Wahlergebnissen mit Warnung
DP
29.10.Twitter enttäuscht Börse mit Nutzer-Zahl
DP
26.10.TWITTER : Veröffentlichung des Quartalsergebnisses
24.10.Chefs von Facebook und Twitter Mitte November im US-Senat
DP
22.10.Justizausschuss des US-Senats lädt Chefs von Facebook und Twitter vor
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu TWITTER
23.11.TWITTER : to Present at the BofA Leveraged Finance Virtual Conference 2020
PU
19.11.TWITTER : Selected Company Metrics and Financials ()
PU
19.11.TWITTER : Earnings Press Release ()
PU
17.11.Tech Down As Vaccine Ebullience Fades -- Tech Roundup
DJ
17.11.Zuckerberg, Dorsey Tout Progress in Combating Political Disinformation -- 2nd..
DJ
17.11.Zuckerberg, Dorsey Tout Progress in Combating Political Disinformation -- 2nd..
DJ
17.11.MARK ZUCKERBERG : Zuckerberg, Dorsey Tout Progress in Combating Political Disinf..
DJ
17.11.GLOBAL MARKETS LIVE: Airbnb’s IPO, Amazon’s pharmacy, Walmart’s results…
17.11.Facebook, Twitter CEOs Brace for Another Grilling Before Senate Committee
DJ
17.11.Twitter Launches New 'Fleets' Feature for Posts That Disappear in 24 Hours
DJ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 3 611 Mio - 3 267 Mio
Nettoergebnis 2020 -1 104 Mio - -999 Mio
Nettoliquidität 2020 4 850 Mio - 4 388 Mio
KGV 2020 -33,3x
Dividendenrendite 2020 -
Marktkapitalisierung 36 962 Mio 36 962 Mio 33 440 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 8,89x
Marktkap. / Umsatz 2021 7,43x
Mitarbeiterzahl 4 900
Streubesitz 96,4%
Chart TWITTER
Dauer : Zeitraum :
Twitter : Chartanalyse Twitter | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse TWITTER
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 39
Mittleres Kursziel 44,68 $
Letzter Schlusskurs 46,59 $
Abstand / Höchstes Kursziel 37,4%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -4,11%
Abstand / Niedrigstes Ziel -59,2%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Jack Dorsey Chief Executive Officer & Director
Patrick Pichette Chairman
Ned D. Segal Chief Financial Officer
Parag Agrawal Chief Technology Officer
Dantley Davis Head-Research & Design
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
TWITTER45.37%36 962
ALIBABA GROUP HOLDING LIMITED30.35%748 054
TENCENT HOLDINGS LIMITED56.02%715 632
MASTERCARD INCORPORATED14.31%338 027
PROSUS N.V.36.78%181 504
THE TRADE DESK, INC.236.09%41 005