Zürich (Reuters) - Die Großbank UBS kommt mit Integration der Credit Suisse im Schweizer Heimmarkt gut voran.

Die Zusammenführung von CS Schweiz und UBS Schweiz könnte bereits zum 1. Juli 2024 erfolgen, erklärte UBS-Schweiz-Chefin Sabine Keller-Busse in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" (Dienstagsausgabe). Bisher hatte das Institut diesen Schritt für das dritte Quartal in Aussicht gestellt. Für die Credit-Suisse-Kunden ändere sich zunächst nur die rechtliche Gegenpartei. Sie hätten nach wie vor Credit-Suisse-Hypotheken oder Bankkarten. Die Überführung der Kunden auf die Informatik-Systeme der UBS erfolge erst im Verlauf des Jahres 2025. "Aber intern können wir nach dem Zusammenschluss ganz anders zusammenarbeiten." Überzählige Filialen könnten zeitnah geschlossen werden.

Keller-Busse bekräftigte, dass es in der Schweiz zu 3000 Entlassungen kommen werde. "Und wie bereits gesagt, werden Entlassungen mit Bezug auf das Schweizer Geschäft in der zweiten Hälfte 2024 starten und über die nächsten zwei bis drei Jahre umgesetzt." Die Folgen der Entlassungen dürften wohl 2026 am stärksten zu spüren sein, erklärte sie weiter. Es handle sich in der Regel sehr gut ausgebildete Mitarbeitende mit hoher Arbeitsmarktfähigkeit, zudem bestehe ein Arbeitskräftemangel. "Daher glauben wir, dass der Abbau vom Arbeitsmarkt gut absorbiert werden kann."

Zu der Frage, ob sie Nachfolgerin von Konzernchef Sergio Ermotti werden wolle, erklärte Keller-Busse: "Ich habe einen der interessantesten Jobs der Bankbranche. Auf den konzentriere ich mich, wie ich das immer gemacht habe. All diese Spekulationen sind für mich irrelevant."

(Bericht von Oliver Hirt. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)