FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der langen Osterpause dürften Europas Börsen wenig verändert in den Handel am Dienstag starten. Die Vorgaben sind uneinheitlich. Der DAX wird zur Eröffnung um den Schlusskurs bei 18.492 Punkten indiziert, der Euro-STOXX-50 dürfte um 5.083 ins Rennen gehen. An den Devisenmärkten bleibt der Euro unter Abgabedruck - die Einheitswährung geht bei 1,0730 Dollar um.

Grundsätzlich wirken die jüngsten Inflationsdaten stützend. Wie das US-Handelsministerium am Karfreitag mitteilte, stieg der Gesamtpreisindex (PCE) für persönliche Konsumausgaben in den 12 Monaten bis Februar wie erwartet um 2,5 Prozent. In der Kernrate war er auf 2,8 Prozent von revidiert 2,9 Prozent im Januar gesunken, was ebenfalls den Markterwartungen entsprach.


   Powell sieht US-Notenbank auf Kurs 

US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die Fed gut aufgestellt. Die aktuellen Leitzinsen würden die Zentralbank in eine gute Position versetzen, um auf eine Reihe von unterschiedlichen Konjunkturentwicklungen zu reagieren, so Powell am Freitag. Dazu gehöre die Möglichkeit, die Zinsen stärker als erwartet zu senken, sollte sich die Wirtschaft stark verlangsamen.

Derweil stieg der ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe im März überraschend über die Expansionsschwelle von 50. Das nahm etwas Luft aus den Zinssenkungsspekulationen, was auch an gestiegenen Marktzinsen deutlich wurde. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die US-Notenbank wie auch die EZB im Juni den Zinssenkungszyklus einleiten werden.

EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann schließt indes nicht aus, dass die EZB noch vor der Fed damit beginnen könnte, die Zinsen zu senken. Günstige Inflationsdaten aus Italien, Spanien und Frankreich spielen der EZB in die Karten. Zugleich entwickelt sich die europäische Wirtschaft deutlich schwächer als die US-amerikanische.


   Deutsche Preisdaten im Blick 

Am Dienstag stehen Preisdaten aus Deutschland im Blick. Am Vormittag werden Länderdaten, um 14:00 Uhr dann die gesamtdeutschen Inflationszahlen veröffentlicht. Auf Unternehmensseite ist es am Morgen ruhig.

Geopolitisch bleibt die Lage nach einem Luftangriff auf das iranische Konsulat in Damaskus angespannt. Die iranische Führung macht Israel für den Angriff und den Tod iranischer Militärvertreter dort verantwortlich. Eine mögliche direkte Konfrontation zwischen dem Iran und Israel würde eine deutliche Verschärfung der Krise im Nahen Osten bedeuten. Die Ölpreise reagieren mit moderaten Aufschlägen auf den Angriff, Gold zieht deutlicher an.

Ein neues Aktienrückkaufprogramm könnte UBS stützen. Wie die Schweizer Bank mitteilte, legt sie ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden US-Dollar auf. Die UBS bestätigte zudem, dass sich die Rückkäufe in diesem Jahr auf bis zu 1 Milliarde Dollar belaufen sollen.


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DEVISEN          zuletzt        +/- %       0:00  Mo, 17:51   % YTD 
EUR/USD           1,0729        -0,1%     1,0744     1,0733   -2,9% 
EUR/JPY           162,81        -0,1%     162,93     162,86   +4,6% 
EUR/CHF           0,9724        +0,1%     0,9718     0,9718   +4,8% 
EUR/GBP           0,8554        -0,1%     0,8560     0,8557   -1,4% 
USD/JPY           151,74        +0,1%     151,64     151,73   +7,7% 
GBP/USD           1,2543        -0,1%     1,2552     1,2543   -1,4% 
USD/CNH           7,2645        +0,1%     7,2596     7,2620   +2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD        66.787,53        -4,1%  69.633,36  68.650,50  +53,4% 
 
ROHÖL      zuletzt  VT-Settlem.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex    84,13        83,71  +0,5%    +0,42  +15,8% 
Brent/ICE    87,83        87,42  +0,5%    +0,41  +14,6% 
 
METALLE          zuletzt       Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     2.252,71     2.251,71      +0,0%      +1,00   +9,2% 
Silber (Spot)      25,30        25,10      +0,8%      +0,20   +6,4% 
Platin (Spot)     906,83       906,40      +0,0%      +0,43   -8,6% 
Kupfer-Future       4,05         4,05      +0,2%      +0,01   +4,0% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
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April 02, 2024 01:57 ET (05:57 GMT)