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MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert erwartet - Zahlen und Inflation im Blick

20.10.2021 | 08:04

FRANKFURT (Dow Jones)--Inflation und Berichtssaison sind die dominierenden Themen an Europas Börsen am Mittwoch. Während von Unternehmensseite recht gute Zahlen vorgelegt werden, macht der Blick auf die anstehenden Inflationsdaten Sorgen: Denn mit den Produzentenpreisen (PPI) aus Deutschland und den Verbraucherpreisen (CPI) aus der EU und Großbritannien werden die wegweisenden Indikatoren vorgestellt. In Europa wird mit einem Preisanstieg von 3,4 Prozent zum Vorjahr gerechnet, beim Kostenanstieg der deutschen Wirtschaft mit einer regelrechten Preisexplosion von 12,7 Prozent.

   US-Notenbank nimmt Thema Inflation zunehmend Ernst 

Der DAX wird zur Eröffnung bei 15.507 erwartet nach einem Schluss von 15.516, für den Euro-Stoxx-50 zeichnet sich ein Beginn bei 4.168 ab nach 4.167. Passend dazu wird das Problem steigender Inflation auch von der US-Notenbank nicht mehr durchgängig schöngeredet. So wies Fed-Gouverneur Christopher Waller darauf hin, dass die Inflation abkühlen müsse: "Die nächsten paar Monate sind kritisch für die Einschätzung, ob die hohen Inflationsraten, die wir gesehen haben, transitorisch sind", sagte er. Sollten sie hoch bleiben, sei eine aggressivere Politik als nur ein Tapering angemessen.

Starke Zahlen aus dem Bausektor hat am Vorabend Vinci vorgelegt. Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern profitiert von einer brummenden Baukonjunktur und hat die Gewinnprognose für 2021 erhöht. Den Aktienkurs dürfte dies treiben, auch wenn das Jahreshoch von 2020 noch als Widerstand wirken dürfe. Denn fundamental passend dazu erwartet Vinci noch nicht, mit dem Gewinnanstieg das Konzernergebnis vor Corona aus dem Jahr 2019 zu übertreffen.

Gute Umsatzzahlen hat auch Luxusgüter-Hersteller Kering fürs dritte Quartal vorgelegt. Gelobt wird vor allem die Dynamik im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten: Denn selbst gegenüber 2019 sprang der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent an. Umsatztreiber waren die Regionen Europa und USA, in Asien lief es noch etwas verhaltener. "Das sind starke Zahlen, nur nicht mehr ganz so überraschend", kommentiert ein Händler. Mit ähnlich guten Nachrichten habe LVMH schon vor einer Woche geglänzt und damit den Sektor noch oben getrieben.

Gut werden Umsatzzahlen zum dritten Quartal und die leicht erhöhte Jahresprognose beim Schweizer Pharmariesen Roche aufgenommen. Dennoch zeigen sich erste Kommentare recht hin- und hergerissen. "Wenn der Umsatzausblick positiver wird, sich aber auf die Diagnostik-Sparte mit ihren Corona-Tests stützt, bleibt die Frage, wie lange das noch nachgefragt wird", kommentiert ein Händler. Gerade nach dem Rückschlag mit der Anti-Corona-Pille dürfe der Markt hier vorsichtig sein. Die Diagnostik-Sparte legte im Umsatz um 18 Prozent zu im dritten Quartal, der Pharma-Bereich um 5 Prozent.

Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschreibt die Citigroup die Drittquartalszahlen der Deutschen Börse. Die Umsätze entsprächen den Erwartungen, das EBITDA habe sich leicht besser als geschätzt entwickelt. Ein starkes Wachstum bei ISS habe die relative Schwäche bei Eurex und Clearstream ausgeglichen. Die Ergebnisbeiträge aus Beteiligungen hätten sich zum zweiten Mal in Folge ebenfalls besser als erwartet entwickelt. Das Unternehmen hat die Prognose bestätigt.

   Bremsspuren durch steigende Rohstoff- und Logistikkosten bei Akzo Nobel 

Ordentliche Zahlen zum dritten Quartal hat Akzo Nobel aus den Niederlanden vorgelegt. Umsatz und Gewinn erholten sich weiter, erreichten aber noch nicht das Vorjahresniveau. "Deutlich sichtbar werden hier aber die Bremsspuren durch steigende Rohstoff- und Logistikkosten", kommentiert ein Händler. Akzo habe einen großen Teil davon an den Kunden durch Preiserhöhungen weiterreichen können, aber trotzdem bleibe die Belastung an der Margenentwicklung erkennbar.

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DEVISEN          zuletzt      +/- %   0:00 Uhr  Di, 17:32 Uhr    % YTD 
EUR/USD           1,1645      +0,1%     1,1631         1,1637    -4,7% 
EUR/JPY           133,37      +0,2%     133,04         132,93    +5,8% 
EUR/CHF           1,0763      +0,2%     1,0833         1,0731    -0,4% 
EUR/GBP           0,8439      +0,1%     0,8433         0,8431    -5,5% 
USD/JPY           114,53      +0,1%     114,38         114,23   +10,9% 
GBP/USD           1,3801      +0,1%     1,3793         1,3803    +1,0% 
USD/CNH           6,3818      +0,1%     6,3749         6,3726    -1,9% 
Bitcoin 
BTC/USD        63.775,01      -0,5%  64.090,26      62.524,26  +119,5% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.      +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex          82,59      82,96      -0,4%          -0,37   +72,6% 
Brent/ICE          84,79      85,08      -0,3%          -0,29   +67,2% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag      +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)     1.776,77   1.769,15      +0,4%          +7,62    -6,4% 
Silber (Spot)      23,90      23,68      +1,0%          +0,23    -9,4% 
Platin (Spot)   1.045,15   1.043,68      +0,1%          +1,48    -2,4% 
Kupfer-Future       4,65       4,70      -1,1%          -0,05   +32,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

October 20, 2021 02:03 ET (06:03 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
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GOLD -0.76%1768.3 verzögerte Kurse.-6.58%
KERING -1.65%693.5 Realtime Kurse.18.62%
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VINCI 0.49%86.74 Realtime Kurse.6.10%
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