Login
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  LIQUIDNET SYSTEMS  >  Volkswagen AG    VW   DE0007664005

VOLKSWAGEN AG

(VW)
  Report
Realtime Estimate-Kurse. Realtime-Estimate Tradegate - 16.04. 08:49:32
286.6 EUR   +0.99%
08:06ACEA : EU-Auto-Neuzulassungen im März deutlich über Vorjahreskrisenmonat
DP
06:58PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
15.04.Daimler bietet Tesla mit dem Luxus-E-Auto EQS Paroli
RE
ÜbersichtNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionen 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-News

Milliardengewinn - Bleibt es beim Corona-Kratzer für Volkswagen?

26.02.2021 | 17:18

WOLFSBURG (awp international) - Mit einem überraschend starken Endspurt hat der VW -Konzern auch im schwierigen Jahr 2020 einen Milliardengewinn erzielt und die gröbsten Corona-Folgen fürs Erste wettgemacht. Aber selbst wenn das Ergebnis besser ausfiel als zunächst befürchtet: Ob es nach dem zwischenzeitlichen Einbruch durch stockende Verkäufe, Werksschliessungen und beschädigte Lieferketten weiter aufwärtsgeht, hängt nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.

Vorübergehend hatte es tiefrote Zahlen gegeben. Am Ende gelang es Europas grösstem Autobauer jedoch, die Werte ins Plus zu drehen. Nach Steuern blieben 8,8 Milliarden Euro übrig, wie aus den am Freitag vorgelegten Zahlen hervorgeht. Nimmt man das Jahr vor der globalen Ausbreitung des Virus als Massstab, wird der Corona-Dämpfer allerdings sehr deutlich. 2019 hatte die VW-Gruppe noch ein Nachsteuer-Ergebnis von gut 14 Milliarden Euro geschafft. Bei fast allen übrigen Kennziffern muss der Konzern ebenfalls spürbare Einbussen hinnehmen.

Die Vorzugsaktien von VW erhielten Auftrieb. Sie drehten am Nachmittag ins Plus und legten zuletzt in der Dax -Spitzengruppe um 1,5 Prozent zu. Analyst Frank Schwope von der NordLB lobte die Jahreszahlen. "Volkswagen schlug sich im Corona-Jahr 2020 deutlich besser als viele Konkurrenten und erzielte angesichts der Umstände noch ein starkes operatives Ergebnis." Die Kassenlage beim Autobauer sei gut, der Ausblick aufs Geschäft allerdings etwas enttäuschend geraten, schrieb Jefferies-Experte Philippe Houchois.

Den Rang des weltweit verkaufsstärksten Herstellers hatte sich 2020 Erzrivale Toyota zurückerobert. Das ist aber eher ein Prestigethema. Wichtiger ist die Frage, ob Konzernchef Herbert Diess angesichts der wirtschaftlichen Risiken seinen Kurs hoher zweistelliger Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren fortsetzen kann. Die Modellpalette bei Elektro- und Hybridautos wird mit riesigen Summen weiter ausgebaut, gleiches gilt für die Vernetzung und die Entwicklung eigener Softwaresysteme.

Das kann nur gelingen, wenn mittelfristig genügend in der Kasse bleibt. Noch gibt man sich in Wolfsburg trotz der recht ermutigenden frischen Zahlen eher vorsichtig. Zuwächse bei Umsatz und Gewinnkraft könnten klappen - "vorbehaltlich einer erfolgreichen Eindämmung der Covid-19-Pandemie". Finanzvorstand Frank Witter hofft, dass das "starke Momentum" aus der zweiten Jahreshälfte 2020 länger trägt.

Das Management rechnet 2021 mit einer operativen Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von 5,0 bis 6,5 Prozent. Dabei werde jedoch das obere Ende des Korridors angestrebt. Am Finanzmarkt rechnen Analysten für dieses Jahr mit einem Wert von im Schnitt 6,1 Prozent. Manche Experten trauen dem Konzern allerdings auch zu, bis zu 7 Prozent erreichen zu können. Im vergangenen Jahr war die um Sonderkosten bereinigte Rendite wegen zeitweise wegbrechender Verkäufe und schlecht ausgelasteter Werke von 7,6 Prozent auf 4,8 Prozent gesunken - damit aber noch besser ausgefallen als befürchtet.

Zuletzt waren die Verkäufe in vielen Ländern wieder gestiegen. Besonders die Nachfrage nach E- und Hybrid-Modellen zog stark an - was jedoch auch an staatlichen Förderprogrammen und steuerlichen Erleichterungen lag. Intern gab es zudem weitere Fixkosten-Senkungen. Diess will hier noch nachlegen, in den kommenden drei Jahren soll der feste Ausgabenblock bei VW um weitere 5 Prozent gedrückt werden.

Über alldem schwebt vorerst aber die unsichere Corona-Entwicklung. Trauen sich Verbraucher grössere Konsumausgaben wie für ein Auto zu? Bleiben die Grenzen und Autohäuser offen, die wichtigsten Lieferanten am Netz? In welche Richtung geht die allgemeine konjunkturelle Lage? Obendrauf kommt der akute Teilemangel bei Batteriezellen und bei Halbleitern, die in nahezu allen Elektroniksystemen stecken.

Es bestünden nach wie vor herausfordernde Marktbedingungen, heisst es. Beim Umsatz rechnet VW 2021 mit einem bedeutenden Plus - 2020 waren die Erlöse um 12 Prozent auf 223 Milliarden Euro abwärtsgegangen. Entscheidend dürfte der Trend in China bleiben, dem grössten Automarkt der Welt. Auch hier baut der VW-Konzern sein Werksnetz und Angebot vor allem mit E-Fahrzeugen aus. Die Unmengen von Geld, die die Anläufe verschlingen, müssen aber natürlich weiter verdient werden. Und bei der sonstigen Finanzierung ist der Konzern mit weltweit über 660 000 Mitarbeitern auf der Suche nach ergänzenden Quellen.

Nicht nur für die Investitionen und den Marktwert ist das wichtig - im Zweifel auch fürs laufende Geschäft. Würde schlimmstenfalls etwa ein weiterer grossflächiger Industrie-Lockdown in einer dritten Welle der "beispiellosen Pandemie" (Volkswagen ) nötig werden, könnten jedenfalls Teile der auf 26,8 Milliarden Euro ausgebauten Liquidität rasch aufgebraucht werden. Während der Werksschliessungen im Frühjahr 2020 waren bei VW bis zu 2 Milliarden Euro abgeflossen - pro Woche.

Auch weitere Börsengänge von Teilbereichen könnten die finanzielle Basis absichern. Angebliche Gedankenspiele zur Tochter Porsche liess das Management jüngst unkommentiert. "Weit realistischer ist der Verkauf von Randaktivitäten wie Ducati, Bugatti, Lamborghini und Bentley oder die Platzierung weiterer Anteile des Lkw-Konzerns Traton ", meint auch Autobranchen-Analyst Schwope. Die Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise stiegen zuletzt noch einmal leicht, und der Umbau der Münchner Lkw-und Bus-Tochter MAN schlug ebenso zu Buche.

Daneben ist die "steigende Wettbewerbsintensität" ein Thema, das die Führung im Blick hat. Damit dürfte etwa der US-Elektroauto-Pionier Tesla gemeint sein, der sich gerade mit der "Giga-Fabrik" bei Berlin in direkter VW-Nachbarschaft breitmacht. In der renditeträchtigen Oberklasse macht aber auch der heimische Konkurrent Daimler eine gute Figur. Die Stuttgarter schlossen 2020 klar besser ab - hier gelang eine Steigerung des Nettogewinns.

Und auch die Belegschaft der VW-Kernmarke verlangt ihren Anteil am Konzernerfolg. Bei den Tarifgesprächen für die 120 000 westdeutschen Beschäftigten verhärten sich die Fronten: IG Metall und Betriebsrat fordern 4 Prozent mehr Geld, nachdem es fast drei Jahre lang keine nominelle Lohnerhöhung mehr gab. Das Unternehmen legte noch kein Angebot vor und verwies auf die unsichere Kostenlage bei parallelem Investitionsbedarf. Ab der kommenden Woche drohen Warnstreiks. Die Aktionäre dagegen können nicht klagen. Sie sollen für 2020 eine stabile Dividende von 4,86 Euro je Vorzugspapier bekommen - wie 2019. Analysten hatten im Schnitt mit einer Kappung der Ausschüttung gerechnet./jap/men


© AWP 2021
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DAX 0.30%15255.33 verzögerte Kurse.11.20%
VOLKSWAGEN AG 1.77%238.25 verzögerte Kurse.56.31%
VOLKSWAGEN AG 0.00%Schlusskurs.0.00%
Alle Nachrichten zu VOLKSWAGEN AG
08:06ACEA : EU-Auto-Neuzulassungen im März deutlich über Vorjahreskrisenmonat
DP
06:58PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
15.04.Daimler bietet Tesla mit dem Luxus-E-Auto EQS Paroli
RE
15.04.COMPANY TALK/Daimler will E-Plattform nicht mit anderen teilen
DJ
15.04.Conti und Amazon entwickeln IT-Plattform
AW
15.04.Jefferies belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Buy' - Ziel 295 Euro
DP
15.04.KRAFTVOLLE BATTERIESYSTEME AUS BRAUN : Volkswagen Group Components zündet nächst..
PU
15.04.RBC hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge auf 277 Euro - 'Outperform'
DP
15.04.Daimler stellt mit EQS sein wichtigstes E-Automodell vor
RE
15.04.Erneut Kurzarbeit in Emder VW-Werk wegen fehlender Halbleiter
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu VOLKSWAGEN AG
08:45DAIMLER  : posts forecast-busting profit as China drives recovery
RE
08:13Daimler posts forecast-busting profit as China drives recovery
RE
08:10European new car sales jump 87% year-on-year in March - ACEA
RE
15.04.With flagship electric car, Mercedes takes fight to Tesla
RE
15.04.Self-driving truck maker TuSimple valued at $8.5 billion in Nasdaq debut
RE
15.04.With flagship electric car, Mercedes takes fight to Tesla
RE
15.04.VOLKSWAGEN  : MAN prepares for Covid-19 vaccinations and provides its workforce ..
AQ
15.04.INTRODUCING TWO ALL-NEW FULLY ELECTR : the 2022 Audi Q4 e-tron and Q4 Sportback ..
AQ
15.04.POWERFUL BATTERY SYSTEMS FROM BRAUNS : Volkswagen Group Components fires up the ..
PU
15.04.Daimler's Spanish unit can be liable for cartel damages, EU court adviser say..
RE
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2021 247 Mrd. 296 Mrd. 273 Mrd.
Nettoergebnis 2021 13 181 Mio 15 771 Mio 14 541 Mio
Nettoliquidität 2021 29 864 Mio 35 732 Mio 32 946 Mio
KGV 2021 9,25x
Dividendenrendite 2021 2,80%
Marktkapitalisierung 133 Mrd. 160 Mrd. 147 Mrd.
Marktkap. / Umsatz 2021 0,42x
Marktkap. / Umsatz 2022 0,37x
Mitarbeiterzahl 662 575
Streubesitz 56,8%
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 26
Mittleres Kursziel 257,77 €
Letzter Schlusskurs 238,25 €
Abstand / Höchstes Kursziel 30,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 8,19%
Abstand / Niedrigstes Ziel -32,8%
Revisionen zum Gewinn je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
NameTitel
Herbert Diess Chairman-Management Board
Frank Witter Head-Finance & Information Technology
Hans Dieter Pötsch Chairman-Supervisory Board
Kurt Michels Chief Compliance Officer
Peter Mosch Deputy Chairman
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
VOLKSWAGEN AG0.00%159 615
TOYOTA MOTOR CORPORATION7.63%217 714
VOLKSWAGEN AG56.31%157 080
DAIMLER AG30.40%96 595
GENERAL MOTORS COMPANY40.75%84 265
BMW AG21.10%67 546