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VOLKSWAGEN AG

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VW-Lkw-Holding Traton wieder mit Gewinn - Deutliches Auftragsplus

10.11.2020 | 11:44

MÜNCHEN/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Die Volkswagen-Nutzfahrzeugholding Traton kann nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder Gewinne einfahren und auch auf anziehende Bestellungen setzen. "Nach dem deutlichen Markteinbruch im zweiten Quartal infolge der Covid-19-Pandemie hat sich unser Geschäft zuletzt erholt", sagte Traton-Chef Matthias Gründler am Dienstag. Eckdaten hatten die Münchener bereits vorgelegt und auch ihre Prognose konkretisiert.

Bei den Aufträgen verbuchte die Holding mit den Marken MAN, Scania und der südamerikanischen VW Caminhoes e Onibus in den Monaten Juli bis September ein deutliches Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 58 502 Lkw und Busse. Dass sich Spediteure und andere Kunden mit der Erholung der Wirtschaft nach der starken Corona-Maßnahmen im Frühjahr wieder Bestellungen zutrauten, hatte sich schon bei den Rivalen Daimler und Volvo gezeigt.

Das dritte Quartal mit den stark verbesserten Auftragseingängen mache Hoffnung, dass Traton auf Jahressicht noch schwarze Zahlen schreiben könne, schrieb NordLB-Analyst Frank Schwope.

Das Unternehmen verdiente im dritten Quartal zwar mit 131 Millionen Euro rund 70 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die im SDax notierte VW-Tochter am Dienstag in München mitteilte. Nach dem Verlust im zweiten Quartal war das aber wieder eine deutliche Verbesserung. Der Umsatz hatte mit 5,7 Milliarden Euro knapp 10 Prozent unter Vorjahr gelegen.

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis lag mit 211 Millionen Euro um fast die Hälfte niedriger. Im bisherigen Jahresverlauf steht eine Umsatzrendite von minus 0,1 Prozent zu Buche. Kürzlich hatte Traton die Jahresprognose für die bereinigte Marge auf minus ein bis plus ein Prozent festgezurrt.

"Die auf Markenebene eingeleiteten Maßnahmen greifen, wir machen uns weiter fit für die Zukunft", sagte Gründler. Im September hatte der Unternehmensverbund angekündigt, dass bei MAN rund 9500 von insgesamt 39 000 Stellen wegfallen sollen. Bei Scania läuft ein Stellenabbau über 5000 Arbeitsplätze. Derzeit spricht das Management mit den Arbeitnehmern über entsprechende Schritte.

"Wir haben die Traton Group frühzeitig mit einem straffen Kostenmanagement auf das schwierige Wirtschaftsumfeld eingestellt", sagte Finanzchef Christian Schulz. "Im dritten Quartal konnten wir bereits erste Erfolge unserer Maßnahmen sehen, dennoch werden wir weiter strikt an den Kosten arbeiten müssen."

Schon vor der Corona-Pandemie hatte sich angedeutet, dass das Jahr schwieriger werden würde, die Branche sah sich auch da schon einem Konjunkturabschwung ausgesetzt. Darauf reagieren die Kunden der Lkw- und Bushersteller empfindlich. Schon länger ist auch klar, dass der VW-Konzern bei seinen Nutzfahrzeugtöchtern den Rotstift ansetzen will, um die Kosten zu senken.

Daneben will Traton einen weißen Flecken auf der Landkarte wichtiger Märkte beseitigen und übernimmt für 3,7 Milliarden US-Dollar (3,1 Mrd Euro) die restlichen Anteile am US-Truck- und Bushersteller Navistar. Am Wochenende schlossen die beiden Konzerne eine bindende Vereinbarung, der Vollzug des Deals wird für Mitte des kommenden Jahres angepeilt. Traton ist schon seit mehreren Jahren an Navistar mit knapp 17 Prozent beteiligt.

"Ziel des Vorstandes dürfte mittelfristig das Ausrollen einer Modulstrategie - ähnlich wie im Pkw- Bereich des Volkswagen-Konzerns - sein, um deutliche Synergien bei MAN, Scania und Navistar zu heben", schrieb Analyst Schwope. Durch gemeinsame Entwicklungen und einen gemeinsamen Einkauf könnten sich diese nach seiner Schätzung auf einen Milliardenbetrag belaufen.

VW hatte Traton im Juni 2019 an die Börse gebracht und hält noch knapp 90 Prozent der Anteile. Der Ausgabepreis lag mit 27 Euro deutlich höher als der aktuelle Aktienkurs, der am Dienstag um rund 1,3 Prozent auf 18,81 Euro zulegte./men/mne/fba


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
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DAIMLER AG 1.95%59.04 verzögerte Kurse.2.16%
SCHINDLER HOLDING LTD. 1.50%244.4 verzögerte Kurse.2.52%
SDAX 0.49%15655.73 verzögerte Kurse.6.03%
SDAX PERFORMANCE INDEX 9:00-20:00 0.01%15666.94 verzögerte Kurse.6.10%
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Finanzkennziffern
Umsatz 2020 218 Mrd. 266 Mrd. 235 Mrd.
Nettoergebnis 2020 4 371 Mio 5 318 Mio 4 709 Mio
Nettoliquidität 2020 22 728 Mio 27 649 Mio 24 482 Mio
KGV 2020 18,7x
Dividendenrendite 2020 1,83%
Marktkapitalisierung 84 995 Mio 103 Mrd. 91 553 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 0,29x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,25x
Mitarbeiterzahl 664 196
Streubesitz 56,8%
Chart VOLKSWAGEN AG
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Trends aus der Chartanalyse VOLKSWAGEN AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
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Verkauf
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Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 25
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Letzter Schlusskurs 162,04 €
Abstand / Höchstes Kursziel 52,4%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 8,94%
Abstand / Niedrigstes Ziel -13,6%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
NameTitel
Herbert Diess Chairman-Management Board
Hans Dieter Pötsch Chairman-Supervisory Board
Frank Witter Head-Finance & Information Technology
Peter Mosch Deputy Chairman
Bernd Osterloh Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
VOLKSWAGEN AG6.31%103 225
TOYOTA MOTOR CORPORATION-2.68%207 408
GENERAL MOTORS COMPANY32.28%79 953
DAIMLER AG2.16%74 951
BMW AG-1.32%55 232
HYUNDAI MOTOR COMPANY37.76%49 540