Das Geschäftsjahr 2024 brachte, wenig überraschend, einen deutlichen Wendepunkt. Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte der Umsatz – mit einem Wachstum von 6% in den USA, das durch einen Rückgang von 5% in Europa ausgeglichen wurde – und der Betriebsgewinn schrumpfte um ein Drittel.
 
Dies steht im starken Kontrast zu einem außergewöhnlichen Jahrzehnt von 2014 bis 2023, in dem Watches of Switzerland seinen Umsatz vervierfachte und seinen Betriebsgewinn verzehnfachte. Die Cash-Generierung war außergewöhnlich, und am Ende des Zyklus lag die Eigenkapitalrendite im Durchschnitt bei 25%, ohne auf Fremdkapital zurückzugreifen.
 
Doch alle guten Dinge gehen zu Ende, und zwei Entwicklungen trübten das Bild erheblich: Zuerst platzte die Blase der Luxusuhrenpreise nach einer wahren Spekulationsmanie; dann entschied sich Rolex für den Kauf von Bucherer, einem Schweizer Konkurrenten von Watches of Switzerland.
 
Diese Nachricht sorgte verständlicherweise für Unruhe, denn Rolex macht mehr als die Hälfte des Umsatzes von Watches of Switzerland aus. Sollte der Hersteller, der seine Produktion bereits streng kontrolliert, nun auch die Distribution ebenso streng überwachen, könnte dies das Geschäft der britischen Kette erheblich beeinträchtigen.
 
In diesem Kontext erscheint es, auch wenn es noch nicht offiziell ist, zunehmend schwierig, das Ziel zu erreichen, den Umsatz bis 2028 zu verdoppeln. Der Markt scheint dies bereits eingepreist zu haben, wie die kürzliche Abwertung der Bewertung zeigt.
 
Aktuell wird Watches of Switzerland mit dem Sieben- bis Neunfachen seines freien Cashflows vor Wachstumsinvestitionen gehandelt. Liebhaber von Luxus und Uhren werden dieses Bewertungsniveau zweifellos besonders interessant finden.